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  1. #1

    Standard Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Hi,

    ich bin seit letzter Woche dabei Longboard zu fahren. Viele Bewegungen kenne ich vom Snowboard sehr gut, aber habe Probleme mit Gefälle. Mir fehlt vorallem die Möglichkeit das Board quer stellen zu können um zu bremsen. Meine Fußbremse funktioniert, aber da ich in einem Dorf auf einem Berg wohne, sieht meine Sohle dementsprechend malträtiert aus.

    Bei Videos konnte ich sehen, dass sliden wohl als weitere Bremsmöglichkeit verwendet werden kann. Mangels Gloves habe ich mich an standup slides probier, aber das Board wollte sich einfach nicht auslenken lassen. Es endet immer darin, dass ich ins carven verfalle wie beim snowboarden.

    Deswegen würde ich gerne wissen, ob ich einfach noch zu langsam unterwegs bin oder ob mein Setup ungünstig ist. Ebenso stellt sich die Frage ob ich nicht einen Schritt zu weit bin und kleiner anfangen sollte, wobei ich hier Tipps bräuchte.

    Mein Board ist ein Big Blazer 32" Cruiser Cherry Bamboo (unverändert). Ich hab extra etwas kleineres gewählt, um in der Stadt damit rumcruisen zu können. Während ich in der Stadt auf der Ebene sicher vorwärts komme, habe ich hier bei mittleren Steigungen schon Probleme. Wie steil und wie schnell ich unterwegs bin kann ich echt nur schwer einschätzen, da das Gefühl doch sehr trügerisch sein kann.

    Vielen Dank schonmal

    Grüße

    Silenzer

  2. # ADS

  3. #2

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Also wenn du richtig gut carven kannst, solltest du ein Gefälle bis zu 10% managen können (ist dann aber schon die hohe Schule des Carvens).
    Für Fußbremse solltest du dir schleunigst Bremssohlen wie die von Atopic besorgen. Die sparen dir viel Geld. Bei der Gelegenheit kannst du die Slidegloves gleich mitbestellen. Schotterflechte an den Händen kommt nicht so gut...
    Höhenprofile kannst du z.B. gut mit dieser Seite ermitteln: http://geo.ebp.ch/gelaendeprofil/ oder auch findhills.com.
    Zum Setup kann ich nichts sagen. Sieht mir nicht aus wie ein ausgewachsener Freerider...
    Ansonsten: Zeit lassen, Brett und Rollen kennenlernen, mit weniger Gefälle anfangen, dich von unten nach oben arbeiten und nicht gleich von ganz oben starten.

  4. Folgender User bedankte sich bei Holunder für dieses Posting.

    Silenzer (06.04.2018)

  5. #3

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Vielen Dank für die Antwort!

    Mit dem Link habe ich herausbekommen, dass 3-4% Steigung für mich angenehm zu fahren sind, während ich bei 9% schon sehr am kämpfen und bremsen bin. Mein Board carvt sehr gut würde ich sagen und lenk leicht ein.

    Die Bremssohlen sidn interessant. Welchen Kleber sollte ich hierfür verwenden, da sie nicht selbst klebend sind, wenn ich das richtig gesehen habe.

    Slide gloves sind schon bestellt und Sohle + Kleber werden demnächst folgen.

  6. #4

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Ich bin mit der Sohle einfach zum Schuster gegangen. Der hat mir dann auch vorher das Profil von der Vulkansohle geholt...

  7. Folgender User bedankte sich bei Holunder für dieses Posting.

    Silenzer (06.04.2018)

  8. #5

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Was ist die "Vulkansohle"?

  9. #6

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    die vulkanisierte Sohle meiner Skateschuhe.

  10. #7

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Hat das mit dem Drunterkleben gut funktioniert? Ich bin bisher immer daxon ausgegangen, daß sich vulkanisierte Sohlen nicht reparieren lassen...

  11. #8

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Ja, schon... Bei dem jetzigen Paar Schuhe musste ich allerdings die Ränder der Sohle an verschiedenen Stellen mit Sekundenkleber nachbearbeiten. Aber ich vermute, der Meister hat nur etwas am Leim gespart.

  12. #9

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Zitat Zitat von Holunder Beitrag anzeigen
    Ich bin mit der Sohle einfach zum Schuster gegangen. Der hat mir dann auch vorher das Profil von der Vulkansohle geholt...
    ch bin erstaunt, dass Du überhaupt noch einen Schuster gefunden hast. Das allerhöchste hier in der Gegend sind Annamestellen von Reparaturdiensten zur Schuhreparatur udgl., wo man seine Botten dann zum Richten abgeben muss und die werden dann irgendwohin geschickt und nach ein paar Tagen kann man sie wieder abholen. Einen echten Schuster-Handwerker alter Schule vor Ort zu haben, der einem dann nach einem erläuterndem Gespräch solche "Spezialwünsche" erfüllen kann, gleicht m.E. heutzutage einem Sechser im Lotto...

  13. #10

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Ja, leider geht der demnächst in Rente.

  14. #11

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Da hier das Thema Bremssohlen angesprochen wurde:

    Wie sehen die Erfahrungen mit den verschiedenen Bremssohlen, z.b die oben angesprochenen Atopic, auf sagen wir mal "semi-sauberem" Untergrund aus?

    Mein "Problem" ist, ich fahre häufig auf Feld / Radwegen auf denen auch mal Dreck und Rollsplit liegt. Selbst mit vollem Druck auf dem Fuß komme ich schier nicht mehr zum Stehen.
    Außer viel Lärm tut sich da nicht wirklich viel. Auf sauberem Untergrund greift die Sohle von meinen Schuhen ganz anständig.

  15. #12

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Zitat Zitat von Saltator Beitrag anzeigen
    Einen echten Schuster-Handwerker alter Schule vor Ort zu haben, der einem dann nach einem erläuterndem Gespräch solche "Spezialwünsche" erfüllen kann, gleicht m.E. heutzutage einem Sechser im Lotto...
    Juchu, da hab ich doch gleich zwei Sechser Vielleicht fang ich doch noch mal an, Skateschuhe zum Skaten zu tragen

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    dschihadinio (11.04.2018)

  17. #13

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    @rollroll: Die Sohlen von Atopic verhalten sich genau so, wie du es beschreibst. Musst du wohl oder übel mehr Bremsweg einplanen. Aber die weißen Streifen von den Kieseln unter deinem Fuß sehen dann schon schick aus.

  18. #14

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Hab heute eisern versucht zu sliden :D Es ist garnicht so einfach, dass die Rollen den Gripp verlieren. Teils hat es geklappt, aber 95% komme ich dann nicht mehr zurück oder das Board haut mir ab. Ich versuch mich mal weiter, zur Not sollte ich wohl doch Rollen kaufen, die dafür tatsächlich geeignet sind. Als Anfänger ist es vermutlich schwerer auch wenn nicht unmöglich mit den Cruiserrollen zu sliden. Die Rollen stottern so und greifen gern wieder den Grip auf sobald ich zu langsam werde. Gleichzeitig will ich am Anfang beim Versuch nicht übermäßig schnell sein, was zum Teil wohl kontraproduktiv ist.

    Aufjedenfall bleibe ich drann :D Haben sich wenigstens die Protektoren schonmal gelohnt.

  19. #15

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Mir ist nicht ganz klar, was du eigentlich vorhast. Carven oder sliden? Beim Carven willst du ja zumindest vorn Grip haben und nur die hinteren Rollen sollen etwas rutschen. Das erreichst du, indem du möglichst weit in die Knie gehst (wenn du glaubst, du stehst tief, geh noch eine Handbreit tiefer) und viel mit den Schultern eindrehst. Wird es zu rutschig, beuge dich mit dem Oberkörper etwas nach vorn. Das ist eine feine Balance und erfordert viel Übung.
    Wenn du ernsthaft sliden willst, d.h. dass beide Achsen ausbrechen, besorge dir gescheite Rollen und fange mit glovedown slides in beide Richtungen an.

  20. Folgender User bedankte sich bei Holunder für dieses Posting.

    roov (19.04.2018)

  21. #16

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Vielen Dank für die Antwort. Ich versuche mal klar zu machen was ich können möchte. Gut möglich, dass ich hier Begriffe durcheinanderwürfele.

    Ich würde gerne das hier können: https://www.titus.de/wiki/longboard-...eelside-pendy/ bzw. https://www.titus.de/wiki/longboard-...toeside-pendy/ -> das ist sliden oder?

    Das die hintere Achse so bischen Geräusche macht, wenn ich starke kurven fahre, während ich den Hang runterfahre, bekomme ich hin. Wenn ich gut in die Kurve reingehe verliere ich auch aufjedenfall deutlich Geschwindigkeit, wobei ich da schon wirklich richtig rein muss, bischen wie beim snowboard. Das wäre dann anfängliches Carven oder? In den Knien fahren eine Hand auf den Boden und scharfe kurven gehen, wobei ich auch recht scharf so halb stehend einlenken kann. Mein Problem ist hier nur, dass ich dann den Wechsel noch nicht schnell genug hinbekomme und somit der Weg einfach zu Ende ist. Ein breitererer Weg für den Anfang würde mir da vermutlich schon helfen.

    Wenn ich will das es wirklich quer kommt und so ein bremsendes stottergeräusch macht, dann muss ich mein ganzes Gewicht auf den vorderen Fuß geben und mit dem hinteren "stoßen". Von da komm ich dann aber nicht zurück. Meistens haut das Board ab und in seltenen Fällen stoppe ich einfach. Wenn ich das Board fest halte, heben 2 Rollen ab und ich lande auf dem PO.

  22. #17

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Ich denke, wir reden von denselben Sachen. So wie du es beschreibst bist du ja schon ein sehr guter Carver! Der Rest ist Übungssache.
    Was die beiden Slides anbetrifft, haben mir diese Videos weitergeholfen: https://youtu.be/AnQmYJMMnjQ und https://youtu.be/dONHL2WdDgU
    Wie du die Lage meisterst, wenn sich das Brett querstellt, da muß jemand aus der Slidefraktion weiterhelfen. Das klingt ja schon wie ein halber Standie...

  23. Folgender User bedankte sich bei Holunder für dieses Posting.

    Silenzer (17.04.2018)

  24. #18

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    2 sehr gute Videos und aufjedenfall was gelernt.

    Ich glaube mein push out ist noch zu raviat oder zu stark. Vermutlich brauch ich für die Rollen auch ein bischen mehr Speed. Hab mich mal nach rutschigeren Rollen erkundigt. Meine 62 mm 78a Rollen mit Lippe scheinen wohl nicht gerade die idealsten zum sliden zu sein, vorallem nicht bei meiner Geschwindigkeit.

    Besonders interessant fand ich die NINETYSIXTY / Slide /65mm/80A für 30 Euro klingt das schon recht günstig.

    Paar andere Modelle wurden mir auch empfohlen:

    Orangatang Skiff 62mm 86A
    Sector 9 Butterballs 65mm 80A
    Blood Orange Morgan Pro 60 mm 84A

    Was meint ihr? Würden mir ein paar Rollen es leichter machen bei niedriger Geschwindigkeit oder ist Technik einfach das A und O egal wie mein set up aussieht. Mir wurde auch gesagt eigentlich ist das Board dafür nichts, aber ich möchte jetzt nicht gleich noch in ein weiteres Board investieren :D

  25. #19

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Zum Thema Sliderollen gibt es hier reichlich Threads, da findest du sicher eine Menge Inspiration. Die genannten 9060-Rollen sind angeblich baugleich mit den allseits gepriesenen (und ich stimme in diesen Chor vorbehaltlos ein) Remember Lil Hoots. Da kannst du nichts falsch machen, oder du legst noch 3-4 Euro drauf und kriegst das Original.
    Wenn du zu kräftig auskeilst, dann merkst du das daran, dass dein Brett schon auf +/-180° steht, während dein Körper das nicht tut. Aber warte mal ab, mit rutschigen Rollen fühlt sich das auch wieder anders an. Wenn du heute bestellst, hast du sie zum Wochenende.

  26. Folgender User bedankte sich bei Holunder für dieses Posting.

    Silenzer (18.04.2018)

  27. #20

    Standard AW: Anfänger und das Problem mit dem Gefälle

    Übermorgen treffe ich ein Kumpel, der schon besser fährt und sich das mal mit meinen Rollen ansieht. Ich denke ich hol die 9060, mit dem Preis mach ich wenig verkehrt.

    Heute hab ich mir mein Bergchen geschnappt mit seinen 4 % Steigung und habs mal laufen lassen und hab dann einen toeside pendy probiert. Dabei kam irgendwie ein 180° oder 90° "slide" raus. Ich habe beide Hände auf dem Boden platziert und ordentlich gecarved. Die hinteren Rollen sind plötzlich ganz schnell weg geglitten. Ein ganz anderes Gefühl wie ich es vom Kurven fahren kannte und dann war ich auch schon plötzlich gedreht. Leider rutschten die vorderen Rollen nicht und Thane Lines wie man es in den Videos sieht gabs auch keine. An meiner hinten Rolle bei den Zehen konnte ich einen deutlichen Abrieb wie beim Radiergummi sehen.

    War das schon fast ein "slide"? Wenn die vordere Rolle nicht will, lag es an zu wenig Geschwindigkeit oder?

    Heelside hab ich das leider noch nicht so verwirklichen können. Da haut mir das Board noch ab, ich vermute das liegt an Gewichtsverteilung? Mehr Kraft auf den Arm oder mehr eincarven vielleicht? Tipps?

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