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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Luge-Gewicht-Handling ????



simon
13.09.2009, 19:42
hi. ich weis zwar das streetluges bis 25kg laut igsa zugelassen sind, jedoch würd mich mal interessieren wie viel eure luges wiegen und ob ihr darauf geachtet habt ein gewisses gewicht nicht zu überschreiten???

wie seht ihr das gewicht bezogen auf das handling?

gruß.simon

philo1983
03.11.2009, 14:58
Die gleichung je schwerer das gesamtgewicht (fahrer+luge), desto schneller die Abfahrtsgeschwindigkeit, ist falsch. Es gilt der Energieerhaltungssatz.
Das Gewicht kommt lediglich beim Auslauf in einer Ebene oder bei einem Anstieg zum Tragen. Hier zeiht dann das schwerer gewicht davon. Hier gilt das Trägheitsgesetz von Massen, was aber bei der Abfahrt nicht wirkt.

Demnach sind die entscheidenden Größen für den Speed, die Reibung und der Luftwiderstand.

In der Kurve wirken Zentrifugal- und Zentripetalkräfte, wo die Masse einer der Faktoren ist. Beides Trägheitskräfte. Die Zentripetalkraft ist notwendig, damit sich das Gefährt in einer "gekrümmte Bahnkurve" bewegen kann, sprich die Kraft, die durch Haftreibung auf die Straße wirkt, damit eine Kurve gefahren werden kann. Die Zentrifugalkraft drückt den Körper in der Kurve nach außen. Je schwerer, desto mehr Kräfte ziehen den Körper nach außen.

JointStrike
03.11.2009, 15:27
nein, das stimmt nicht.

ich habe bereits einmal auf DIESEN ARTIKEL (http://www.zeit.de/2009/35/Stimmts-Radfahren) verlinkt.

philo1983
03.11.2009, 16:09
der Artikel ist nicht besonders fundiert. Das mit der schiefen Ebene war wohl nur unter idealen bedingungen. Ich glaube es liegt am Rollwiderstand, der wiederum von der Masse beeinflusst wird.

man müsste rollwiderstand und hangabtriebskraft berechnen und miteinander in beziehung setzen.

und mit zunehmender geschwindigkeit wird der luftwiderstand die entscheidende größe.

tiki-alex
04.11.2009, 13:10
hallo simon,
das durchschnittsgewicht bei den luges liegt zz zwischen 13 bis 17kg komplett.
so um die 13kg ist eigendlich ganz gut.
einfach erklärt: ist der luge zu schwer tragt es dich in den kurven raus - du musst mehr arbeiten um den luge auf kurs zu halten. ist er zu leicht hast bei gleitstücken immer das nachsehen (es gibt natürlich immer ausnahmen, gell mr. läng)
darum gibts fahrer die mehrer geräte haben um für verschiedene strecken gerüstet zu sein.
aber schau das du um die 13kg rum bist.
meiner ist zz auf 11,3kg.

und leute versucht es mal mit einfachen erklärungen und nicht immer gleich irgendwelche physik und mathe arbeiten daraus zu machen.

Loonytom
10.02.2010, 21:06
Es ist ja eigentlich auch ganz easy.
Eine 'Fette Sau' hat im Vergleich zum 'Spargeltarzan' mehr Energie nötig um auf den Berg zu kraxeln.
Wenn die Sau dann beim Rennen gegen den Schlanken den Berg wieder runterrollt (mal angenommen es gibt keine Kurven), wird ein Grossteil dieser Energie in Beschleunigung umgewandelt.
Klar kommt der Windwiderstand und Rollwiderstand dazu, aber die sind im Verhältnis wesentlich kleiner und bei beiden fast gleich. Deswegen ist der Dicke bei gleichen Setup ohne Kurven immer schneller.

Ich sehs übrigens jedes mal wenn ich mit meinem Bruder unseren Hausberg fahre (der is 800m gerade). Wir haben komplett das gleiche Setup, aber ich bin immer schneller, weil 15kg mehr (ich fette Sau).

Nachtrag: Der letzte Satz von philo1983 bringts auf den Punkt. Genau so isses. Windwiderstand im Verhältnis zur Masse, da schneided Der dickere nunmal besser ab.