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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Baubericht] Monster Rippenpresse mit verstellbarem Chamber/Rocker



Wintermute
08.05.2011, 21:54
Über kurz oder lang braucht man wohl eine ordentliche Presse.

Ich habe lange überlegt, ob ich eine Rippenpresse bauen soll, oder eben etwas anderes, aber die Vorteile einer Rippenpresse (Flexibilität) überwiegen für mich. Um möglichst flexibel zu bleiben, habe ich eine ziemlich große (Nutzfläche 34x150cm) Presse mit 20 Rippen gebaut.

Anyway: Ich habe mein Vorgehen dokumentiert, um es denen, die folgen einfacher zu machen. Vielleicht findet das ja jemand mal nützlich... :hoho: (Und, ehrlich gesagt, habe ich es auch für mich als Gedächtnisstütze gemacht.)

Ich weiß, es gibt in diesem Forum ja schon eine hervorragende Anleitung (http://longboardz.de/forum/showthread.php?t=11555) zum Bau, aber ich bin an einigen Stellen anders vorgegangen, und ich möchte den fremden Thread nicht kapern.

Benötigte Werkzeuge:

Computer und Drucker, um das Concave auszudrucken
Kreissäge (Spart den Zuschnitt im Baumarkt)
Standbohrmaschine
Bohrmaschine
Langer 8mm Bohrer
Pendelhub Stichsäge
Metallsäge
Metallfeile
Schraubstock
90° Winkel
Stift zum Anzeichnen
Zwei 13er Schraubenschlüssel zum Kontern und Schrauben


Benötigtes Material:

Eingekauft habe ich in einem orangefarbenen Baumarkt, dessen Name mit 'H' beginnt. Preise sind Stand Mai 2011.


4x Brett 200x14x3cm - je 5,60 € (Rippen
1x Brett 200x40x2cm - 7,95 € (Bodenplatte)
7x Gewindestange M8 2m - je 2,10 € (Zum Pressen)
200 Muttern M8 - 7,80 €
200 Unterlegscheiben M8 groß - 12 €
Ein paar Reste Masonite (Das Zeug aus dem man Rückwände für Schränke und Danelectro Gitarren baut) für die Schablonen - 0 €


Macht in der Summe 65,65€.

Zeit... Ich habe einen Nachmittag bis in den Abend hinein gebraucht. (Abzüglich eines Spargelessens.)

Los gehts!


Sägen:

Als erstes habe ich alle Bretter auf die passenden Längen geschnitten. Das geht mit einer Tischkreissäge ganz hervorragend, weil man einen Anschlag einstellen kann, und eine Führung für rechtwinklige Schnitte hat.

Wenn man schon mal an der Kreissäge ist, kann man auch direkt zwei Schablonen aus dem Masonite aussägen. Schablonen sind nämlich prima. Sie verhindern Ungenauigkeiten, die durch Messfehler entstehen. Die erste Schablone ist für das Concave. Sie sollte so breit wie eine Rippe sein, und eben ungefähr (je nach Geschmack) halb so hoch. Die zweite Schablone ist für die Bohrungen. Sie sollte natürlich auch so breit wie eine Rippe sein, und so hoch, wie eine Rippe tief ist. In meinem Fall also 3cm.


Rippen:

Die Rippenbohrschablone habe ich an den Stellen, wo die Bohrungen sitzen sollen mit einem dünnen Bohrer angebohrt. So kann man die Positionen einfach und schnell auf die Unterseite (Unterseite markieren!!!) der Rippe anzeichnen. Die Unterseite ist vorzuziehen, weil man die selbe Schablone auch zum Anzeichnen der Bohrlöcher der Bodenplatte verwenden kann. So passt es dann 100%, selbst, wenn man, wie ich, zwei linke Hände hat.

18681 . 18683

Da ich nur eine schrottige Standbohrmaschine aus dem Aldi zu Verfügung hatte, musste ich beim Bohren etwas improvisieren. Der Hub der Bohrmaschine reicht nämlich nicht, um eine komplette Rippe zu durchbohren. Also habe ich mit einem 8mm Bohrer vorgebohrt. So tief es eben ging.

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Danach habe ich mit dem langen 8mm Bohrer mit der Hand nachgebohrt. Das vorgebohrte Loch dient dabei als Führung, und man braucht nicht allzu viel Gefühl, um eine saubere und gerade Bohrung hinzukriegen.

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Mit der Concave Schablone habe ich dann das Concave auf die Rippen gezeichnet. Ich habe die zusammengehörigen Ober- und Unterteile gekennzeichnet, um eine genaue Passform zu gewährleisten.

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Mit der Pendelhub (Macht das Schneiden bedeutend einfacher und sauberer) Stichsäge nun das Concave... Überraschenderweise geht das echt superfix. Ich hatte angenommen, dass das am meisten Zeit in Anspruch nimmt.

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An dieser Stelle könnte man die Rippen an der Pressstelle mit einer Oberfräse verrunden, aber ich bin zu gespannt auf das erste fertige Board.. :D


Bodenplatte:

Einmal kurz rechnen, und schon hat man die Rippenabstände. Ich habe sie einfach mit einem Zollstock auf die Bodenplatte abgetragen. Nun kommt wieder die Schablone ins Spiel. Mit Hilfe eines Winkels kann man die Bohrlöcher auf die Oberseite der Bodenplatte ganz leicht einzeichnen, und, wie gesagt, es passieren keine Messfehler.

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Nun wieder Bohren. Es ist ganz gut, wenn man eine zweite Person hat, die hilft. So eine Bodenplatte ist ziemlich unhandlich.

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Gewindestangen:

Ich dachte, das sei der leichteste Teil, aber das ist leider ein Irrtum. Wenn ich gewusst hätte, wie anstrengend die ganze Sache wird, hätte ich das von einem Schlosser machen lassen...

Anyway, die Gewindestangen müssen gesägt werden.

Best Practice:

Zwei Muttern auf die Stangen drehen. Bis zu der Stelle, wo man die Stange in den Schraubstock spannen will. Dann kontert man die Muttern. So kann sich der Stab nicht mehr im Schraubstock drehen, und das Gewinde wird geschont.

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Nach dem Sägen benutzt man die Metallfeile, um das Ende zu entgraten. Dann dreht man eine Mutter zurück über das entgratete Stück. Das sogt dafür, das sich das Gewinde gegebenenfalls wieder aufrichtet. So funktioniert die Gewindestange wieder tadellos.

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Habe ich schon gesagt, dass das eine Sauarbeit ist?


Zusammenbau:

Klar, einfach die Gewindestangen durch die Löcher der Bodenplatte. Unten eine Mutter mit Unterlegscheibe... Aber ich wollte ja eine verstellbare Presse. Also muss auch über der Bodenplatte eine Mutter und eine Unterlegscheibe her. So sind die Stangen fixiert. Die untere Rippe kommt dann wiederum auf eine Mutter mit Unterlegscheibe. So kann man die Höhe jeder einzelnen Rippe genau einstellen.

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Nun kann man einfach die unteren Rippen drauf schieben.

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Danach die oberen Rippen drauf, und natürlich nimmt man genau die, die zu der unteren Rippe passen. Und wieder eine Unterlegscheibe mit Mutter... Durch die Passgenauigkeit sollten die Rippen straff sitzen, sich nicht von selbst bewegen, sich aber leicht bewegen lassen.

18696

Fertig ist die Presse! :D


Ein paar Hinweise zum Pressen:

Dadurch, das sich die Rippen nicht von selbst bewegen, kann man sie halb angezogen lassen, wenn man den Board Rohling in die Presse schiebt. das verkürzt die Zeit, die man für das festziehen der Muttern braucht.

Das Festziehen der Schrauben lässt sich prima Maschinell erledigen. Man braucht einen Akkuschrauber mit einer Drehmoment Kupplung. Damit überdreht man nichts, und alle Schrauben sind gleich fest. Als Vorsatz eignet sich ein sogenannter Rohrschlüssel in Kombination mit einem passenden Bit. Gegebenenfalls muss man zwei Rohrschlüssel kombinieren, um die nötige Tiefe zu erhalten.

18691

Damit geht es echt schnell, und selbst Holzleim mit seiner kurzen Tropfzeit sollte kein Problem darstellen.

So, das erste Board ist in der Presse. :D

werwolf
08.05.2011, 21:59
Watt soll ich denn dazu groß sagen? Saubere Arbeit, min Jung! Und wunderbar mit Bild und Text..top.
Bin sehr gespannt auf deine Boards :)

RickDirt
08.05.2011, 22:08
Sehr schöne Arbeit!!! Bin gespannt auf dein erstes Board! Vielleicht noch ein kleiner Tipp: Ich hab bei meiner presse zuerst alle oberen rippen nach den sägen zusammengelegt, mit einer schraubzwinge fixiert und nochmal nachgeschliffen und das gleiche mit den unteren! Damit kannst du nochmal kleine unebenheiten wegschleifen! Gruß

BobMiles
08.05.2011, 22:36
Wow! Schön geschrieben, schön beschrieben, schön bebildert - jetzt glaub ich hab ich keine Ausrede mehr, mir nicht auch soetwas zu bauen!

Ich kann nur sagen: Dankeschön!

Wintermute
08.05.2011, 23:33
Danke erstmal an alle für die Komplimente!


Bin sehr gespannt auf deine Boards :)
Und ich erstmal.. Bisher hab ich ja ganz ohne Presse gebaut. Ich habe die Hoffnung, das es mit Presse kontrollierter und reproduzierbarer abläuft.


Vielleicht noch ein kleiner Tipp: Ich hab bei meiner presse zuerst alle oberen rippen nach den sägen zusammengelegt, mit einer schraubzwinge fixiert und nochmal nachgeschliffen und das gleiche mit den unteren! Damit kannst du nochmal kleine unebenheiten wegschleifen!
Das ist in der Tat ein wertvoller Hinweis. Wenn sich das Concave bewährt, werde ich das wohl noch nachholen. Zusammen mit der Oberfräsenbehandlung.


Wow! Schön geschrieben, schön beschrieben, schön bebildert - jetzt glaub ich hab ich keine Ausrede mehr, mir nicht auch soetwas zu bauen!
Lass Dich nicht davon abhalten. Es gibt fast nichts schöneres, als einen Selbstbau zum ersten Mal zu fahren. Außerdem: DIY ist Punkrock!

Wintermute
10.05.2011, 20:10
So, das erste Board ist fertig. :D

Im eigentlichen Sinne ist es kein Longboard. (Zumindest würde Ed Economy das so sehen...) Es ist 80cm lang, und 32cm breit. Wheelbase (innere Schrauben) ist 41 cm. Hier ist der Shape:
18708

.
Das Board lag 20 Stunden in der Presse, und dann habe ich es dann in zwei Stunden fertig gemacht. (Zwei Stunden vom aus der Presse nehmen bis zum fertigen Board inkl. Setup (!!). Das ist mein neuer Rekord. Finish in Öl wirkt Wunder.) Also ein paar Bilder:

18710
Von der Seite betrachtet, sieht es gar nicht so extrem aus...

.
18707
Mmhmmm, 85mm Speed Vents... Mit einer 110mm Bennett gibts Truckbite, also ist hier eine 150er drauf.

.
18711
Ich wusste, das ich die 80mm M5 Schrauben irgendwann nochmal gebrauchen kann...

.
18709
Plötzlich sehen meine Füße gar nicht mehr so groß aus. Dabei trage ich Vans in Größe 15...

Was soll ich sagen? Pushen macht vermutlich keinen Spass, aber das sollte man transzendieren. Der Rest ist einfach nur großartig!

Pippi
10.05.2011, 21:06
Das Brett ist natürlich Geschmacksache, mir gefällt's. Tolle Anleitung zum Pressenbau mit super Fotos!! (Ist halt auch ne super Kamera mit geilem Objektiv...:D)

Wintermute
11.05.2011, 17:33
Das Brett ist natürlich Geschmacksache, mir gefällt's.
Ja. Ich weiß, dass das Ding nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Aber gerade bei engen Spots ist ein kurzes Brett echt extrem Spassig. Vor allem braucht man auch keine so hohen Geschwindigkeiten mehr, um richtig tief zu carven..


Tolle Anleitung zum Pressenbau mit super Fotos!! (Ist halt auch ne super Kamera mit geilem Objektiv...:D)
Danke! (Ich wünschte nur, sie hätte mehr Megapixel.)

Amyway, ich habe gerade mal die Zeit gestoppt, die ich brauche um ein Board zu pressen.

Arbeitsschritte:

Leim öffnen
Board einstreichen
Board zusammenlegen
Ins Badezimmer, Hände waschen
Board in einen Müllsack packen
Board in die Presse
Presse dicht machen (Finger + Akkuschrauber)


Das Board selbst ist 110cm, und besteht aus drei Schichten Sperrholz, also musste ich 15 Rippen schließen, und zwei Seiten mit Leim einstreichen. Ich habe dafür ziemlich genau 9 Minuten gebraucht. Die Offenzeit von Ponal Wasserfest beträgt 12 Minuten. Also überhaupt kein Problem.

Ylajali
15.06.2011, 13:16
Hallo, sehr schöne Presse, lädt zum nachbauen ein.
Hab da aber mal ne Frage: Wenn ich damit ein Board mit Camber bauen möchte und deshalb die einzelnen Rippen in der Höhe verstelle, wird so das board nicht zu einer Art Stufenform gepresst, da das Holz ja auf jeder Rippe waagerecht aufgepresst wird aber zwischen den Rippen ein Höhenunterschied besteht?
Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler gemacht?

Gruß Y.

ElmSide
15.06.2011, 15:41
Hmmm, ja, Kanntenabdrücke wären nicht so schön. Um das aber zu verhindern, müssten alle Pressflächen gerundet werden, um den Höhenunterschied auszugleichen. Bestimmt ne bären Arbeit, aber dann kann man sogar eventuell Kicktails und so auch damit formen. Mal demnächst in Baumarktfahren, basteln und guggen was da so geht :o)

wegernhrjhtejt
15.06.2011, 17:31
das geht schon, weil die rippen recht nah zusammenstehen (weiter als 10cm sollte es nicht sein. hier siehts nach deutlich weniger aus).
kommt natürlich auch drauf an wie stark man die höhenunterschiede zwischen den rippen macht. je sanfter, desto besser
zudem kann man ne zusätzliche schicht holz reinlegen, welches dann die druckkräfte aufnimmt

Ylajali
15.06.2011, 18:36
Ok wunderbar, nach meiner Rechnung sinds hier sogar nur knapp 5cm. Das mit der zusätzlichen Schicht hatte ich sowieso vor. Dann werd ich das demnächst wohl mal ausprobieren.
Danke schonmal.

privatemince
02.07.2011, 21:54
Ist die Presse aus Buchenholz gebaut?

MAY0
02.07.2011, 23:44
-.- fichte

Acardiac
12.07.2011, 20:32
Hi :)
Deine Presse hat mir definitiv sehr zugesagt. Kenne mich noch garnicht aus abgesehen, von dem was ich bis jetzt gelesen habe und werde nach deinen Infos mal die Presse nachbauen.
Ich danke die für den ausführlichen Guide, finde ihn echt super!!!

MacGyver
14.07.2011, 16:12
Ich war grad beim hornbach und hab mal nach holz usw geschaut: mit 65€ komm ich seltsamerweise nicht aus :S hat jemand nen tipp? ich werde jedenfalls nicht 90€ für ne presse ausgeben...

mustusebrain
14.07.2011, 18:05
frag doch mal, wenn du irgendwo n Baustelle siehst, die haben oft 1A Holzreste rumliegen, die die he nur wegschmeißen würden. Ansonsten gibt es auch in Baumärkten oft so Resteboxen, muss ja nicht die selbe Holzsorte sein!

MacGyver
19.07.2011, 16:27
So, ich war jetzt mal beim Hornbach in Wiesbaden. Schau mal einer an! die preise sind hier doch viel humaner. die gewindestangen kosten gleichviel, holz ist bissl teurer. ein verkäufer hat gemeint, dass das vielleicht an der konkurrenz in der nachbarschaft liegen könnte (obi). KLEINER TIPP: Ich hab beim verschnitt zwar auch holz für die rippen gekauft, hab aber auch einiges aus der reste-tonne für lau mitnehmen dürfen! und nochwas:



Ist die Presse aus Buchenholz gebaut?


-.- fichte

versteh ich nicht, die frage ist doch absolut berechtigt, vor allem weil
fichte kein hart- sondern Weichholz ist! also eher ungeeignet.

meine presse befindet sich ab heut abend im bau, und ich werde nur aus kostengründen für die bodenplatte fichte benutzen und der rest wird aus multiplex gemacht.

review kommt auch noch, die beiden reviews die es schon gibt sind sehr sehr gut, ich werde es aber auch noch bissl abändern und noch größer machen. ich würd ganz gern noch ein paar infos mit einbringen (genaue und sinnvolle länge der stäbe, was an material übrig geblieben ist, material vor- und nachteile etc.).

Wintermute
24.07.2011, 15:04
Zunächst einmal Danke, für das positive Feedback. Ich bin gerade aus Biarritz zurück gekommen. (In den letzten 2 Wochen zu viel Westwind, Windswell und 3 sich überlagernde Sets...:shit:) Aber deswegen nun etwas verspätet meine Antwort. ;)


Wenn ich damit ein Board mit Camber bauen möchte und deshalb die einzelnen Rippen in der Höhe verstelle, wird so das board nicht zu einer Art Stufenform gepresst, da das Holz ja auf jeder Rippe waagerecht aufgepresst wird aber zwischen den Rippen ein Höhenunterschied besteht?
Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler gemacht?

Nee, Du hast schon Recht, allerdings ist mir das bei den Boards, die ich bisher mit Camber gepresst habe, nicht aufgefallen. Das mag daran liegen, dass ich keine extreme genommen habe.

Als grundsätzlichen Hinweis: Es ist auf jeden Fall sinnvoll, das Profil, also Camber oder Rocker vorher zu berechnen, oder mit einem grafische Dings auszumessen. Wenn man da schludrig ist, dann sieht man die Unregelmäßigkeiten sofort.


Hmmm, ja, Kanntenabdrücke wären nicht so schön. Um das aber zu verhindern, müssten alle Pressflächen gerundet werden, um den Höhenunterschied auszugleichen. Bestimmt ne bären Arbeit, aber dann kann man sogar eventuell Kicktails und so auch damit formen.

Das mit dem Verrunden der Pressflächen sicher eine gute Idee, wenn man extremre Formen möchte. Und man könnte sogar über zwei etwas dickere (6,5mm) Holzplatte nachdenken, zwischen denen man das Brett presst, um den Druck gleichmäßiger zu verteilen.


versteh ich nicht, die frage ist doch absolut berechtigt, vor allem weil kein hart- sondern Weichholz ist! also eher ungeeignet.

Langfristig ist Multiplex oder ähnliches die bessere Wahl. Aber es ist auch deutlich teurer. Und gerade am Anfang... Ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob das Concave nicht vielleicht doch zu mellow ist. Oder, ob ich nicht vielleicht ein progressiveres Concave vorziehen würde.

Und dann ist da ja auch noch die Sache mit dem Rückgang... Ich denke, das ich erst zu einem besseren und teureren Holz greifen werde, wenn ich damit nicht mehr experimentieren möchte.


meine presse befindet sich ab heut abend im bau, und ich werde nur aus kostengründen für die bodenplatte fichte benutzen und der rest wird aus multiplex gemacht.

Gibts schon Bilder und Ergebnisse?

MacGyver
05.08.2011, 19:31
Gibts schon Bilder und Ergebnisse?


leider nicht.. die sch*** stichsäge hatte nicht die 90° bzw 0° schneide/stichwinkel. dadurch ist ne tolle achterbahn auf der druck oder auflagefläche entstanden... sowas doofes, jetzt darf ich fast alles nochmal nachsägen, ich such noch jemanden mit ner bandsäge, werde es aber auch mit nem bündigfräser versuchen (siehe http://longboardz.de/forum/showthread.php?t=10596) das ganze wird in nem report (nein kein review :D) gepostet :) bin auch sehr gespannt, aber die vakuumpumpe wird schneller fertig sein fürchte ich :S

mustusebrain
29.09.2011, 20:19
Im Nachhinein nochmal danke für diesen Baubericht.

I failed partly ;-) http://longboardz.de/forum/attachment.php?attachmentid=21854&d=1317320233

Kingsgardener
29.09.2011, 22:40
I failed partly ;-)
und ich werde nur aus kostengründen für die bodenplatte fichte benutzen und der rest wird aus multiplex gemacht. Wärst du mal lieber bei deinem Plan geblieben, oder? :-P

Ist das nun Buche?

lg

€: Blablablubb hat´s gemacht... User verwechselt :-(

werwolf
29.09.2011, 22:53
Sonst halt nochmal nen Kantholz drauf zum Druck verteilen.. und nicht mehr anziehen, als sein muss. Wenn die Bretter in Form sind, dann reicht das auch :)

Wintermute
29.09.2011, 23:20
Im Nachhinein nochmal danke für diesen Baubericht.

I failed partly ;-)

Ist mir letztens auch passiert. Nicht ganz so dramatisch, aber ganz ähnlich. Inzwischen habe ich meine Rippen auf 10 mm Löcher aufgebohrt. Dadurch verkanten sich die Rippen nicht ganz so schnell, und man kann leichter mehr Druck aufbauen.

mustusebrain
29.09.2011, 23:58
und ich werde nur aus kostengründen für die bodenplatte fichte benutzen und der rest wird aus multiplex gemacht.

das hab ich gar nich geschrieben ;)

Meine Presse funktioniert bis dato hervorragend, auch mit einer kaputten Rippe, selbst die tut noch ihren Dienst, ein paar millimeter halten noch :D. Leider weiß ich nicht was das für Holz ist, irgendein hochwertiges Hartholz, hab die Presse aus Resten vom Tischler gebaut ("hochwertiger Rest" :P). Das Hauptproblem lag wohl schlicht darin, dass das Holz an der Rissstelle eine unsaubere verwachsene Stelle hatte. War ein bisschen vorprogrammiert, dass das passiert, aber dass es gleich beim ersten Anzug passiert, hätte ich nicht gedacht. Werd wohl einfach die Rippe gegen eine unbenutzte (die Presse ist lang genug) austauschen und mit einem bisschen vom Rest Epoxydharz wieder kleben. Denke das könnte klappen.
Aber Lerneffekt: Holz bei dem man skeptisch ist, nicht benutzen.

Bin schon gespannt, morgen kommt die zweite Seite mit Glasfaser und Furnier dran und ich schau zum ersten mal ob meine Laminierfähigkeiten schon zum Boardbau ausreichen, aber dafür ist das hier der falsche Thread.

jubey
30.09.2011, 00:00
ach... ihr müßt einfach etwas größer planen... dann bricht auch nichts ;)

21855

mustusebrain
30.09.2011, 00:04
Viel hilft viel oder bigger is better :D

Naja, meine harte Variante reicht auch, nur nich wennse bricht.

Cruiser
30.09.2011, 00:08
und wie zum geier bekommt man da eckige löcher hinein ?

jubey
30.09.2011, 00:43
meine ersten rippen waren halb so dick (18mm mp). ich habe jetzt je zwei zusammengeklebt, zuvor einfach eine nut reingefräst.

inimicissimus peccati
30.09.2011, 11:43
und wie zum geier bekommt man da eckige löcher hinein ?
Ansonsten mit einem Viereckbohrer :>

Wintermute
05.12.2011, 22:52
Ich verlinke hier mal einen Baubericht. Man kann mit der Presse auch Kicktails pressen:

Mein Stadtbrett (http://longboardz.de/forum/showthread.php?t=19884)

GreenSun
06.12.2011, 17:24
Ansonsten mit einem Viereckbohrer :>

mich hat letztens in der werkstadt meiner Fh (produktdesign), ein typ ernsthaft nach den bohrern, um viereckige löcher zu borhen, gefragt..... "..die waren doch immer hier bei den anderen bohrern!.." ich wusste darauf hin nicht was ich sagen sollte.

NickNeck
06.12.2011, 17:35
http://www.fleischmann-maschinen.de/langlochbohrmaschinen/p441_stemmbohrerset-stmb26.html

GreenSun
06.12.2011, 18:12
jo klar.... an die dinger hab ich garnicht gedacht...., da wir auch kein Stemmbohrer (also die dazugehörige maschine) in der fh haben. der typ hatte eine normale bohrmaschine in der hand....

aber danke! ich hatte völlich vergessen dass, man ja tatsächlich quadratische Löcher "bohren" kann.

wegernhrjhtejt
15.02.2012, 21:08
Wintermute (http://longboardz.de/forum/member.php?u=342), auf welche länge hast du deine Gewindestangen gesägt? Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe: 35cm. Richtig?

pixel
10.09.2012, 18:53
Erstmal Danke für den Baubericht der Presse! Echt super beschrieben. Ich werde mich jetzt in meinen Semesterferien auch mal drangeben und ein Board bauen.

Wie hast du dir denn die Schablone für das Concave gemacht? Kannst du die Schablone auch hochladen? Bzw. welches Concave empfiehlst du denn? Rückblickend, nach ein paar Boards hat man da doch Erfahrung gesammelt.

Mit sowas in der Richtung würde ich gerne Anfangen - allerdings ohne Schaumkern. http://longboardz.de/forum/showthread.php?t=15386 Aber will natürlich nachher noch andere Boards pressen. Also muss ich wohl so ein Mittelding für das Concave finden. Hast du Vorschläge?

Presse wird 1,20m lang bei 0,3m Breite. Boards dann maximal 1,10m bei 0,25m.