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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie baut Moonshine das Hooch?



pad
28.12.2015, 20:56
Hallo liebe Gemeinde,

ich vertrau mal auf die Intelligenz der Masse da ich mit meiner am Ende bin :wink-new: vielleicht liegts aber auch an den schlechten Augen.
Es geht um die Bauschritte beim Bau des Moonshine Hooch. Moonshine hat netterweise einen Teil der Produktion in folgendem Video (0:16 bis 0:40) gezeigt:
https://vimeo.com/103464758
Versteht hier irgendwer, wie die das Brett herstellen? Sehe ich das richtig, dass die das Board quasi aus zwei Schichten aufbauen? Der oberen Schicht, die der Outline des fertigen Brettes entspricht, und der unteren Schicht, in die die Wheel Wells gefräst werden? Vorausgesetzt ich sehe das richtig, wie bekommen die die beiden Schichten zusammen? Einfach normal verkleben und dann oben und unten Glasfaser dran? Und wie kriegt man so ein Finish ins Glas?

Würde die Bauweise gern für ein anderes Projekt adaptieren, hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Vielen Dank schon mal vorab!!!

dododo
28.12.2015, 21:27
Hallo liebe Gemeinde,

ich vertrau mal auf die Intelligenz der Masse da ich mit meiner am Ende bin :wink-new: vielleicht liegts aber auch an den schlechten Augen.
Es geht um die Bauschritte beim Bau des Moonshine Hooch. Moonshine hat netterweise einen Teil der Produktion in folgendem Video (0:16 bis 0:40) gezeigt:
https://vimeo.com/103464758
Versteht hier irgendwer, wie die das Brett herstellen? Sehe ich das richtig, dass die das Board quasi aus zwei Schichten aufbauen? Der oberen Schicht, die der Outline des fertigen Brettes entspricht, und der unteren Schicht, in die die Wheel Wells gefräst werden? Vorausgesetzt ich sehe das richtig, wie bekommen die die beiden Schichten zusammen? Einfach normal verkleben und dann oben und unten Glasfaser dran? Und wie kriegt man so ein Finish ins Glas?

Würde die Bauweise gern für ein anderes Projekt adaptieren, hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Vielen Dank schon mal vorab!!!

zwei schichten mit eingegossenen urethankanten, normal pressen ( ob mit vakuum oder mechanisch ist relativ egal, bei letzerem muss die form entsprechend präzise sein) was das finish betrifft kann ich wenig sagen.

pad
28.12.2015, 21:35
zwei schichten mit eingegossenen urethankanten, normal pressen ( ob mit vakuum oder mechanisch ist relativ egal, bei letzerem muss die form entsprechend präzise sein) was das finish betrifft kann ich wenig sagen.

Die Schichten werden getrennt voneinander mit Kanten versehen oder? Dododo du hast doch auch schon mit Urethan-Kanten gearbeitet, wo hast du denn dein Material her und was für welches hast du überhaupt verwendet?

Lukess
28.12.2015, 21:40
Die Kanten sind getrennt, kann bei meinem deutlich eine Glas schicht zwischen den schichten erkennen, wenns da gegen knallt sieht man auch das Typische Weiße Glas.

pad
28.12.2015, 22:13
Moonshine verwendet ja vertikal laminiertes Holz, ähnlich wie die dort auch hergestellten Slingshot Wakeboards, anstelle der Sandwich-Bauweise. Meint ihr der Aufwand würde sich lohnen?

nellsen
30.12.2015, 22:45
Vlam lohnt immer...wenn du es so hinbekommst das es sich nicht spaltet ;-)

pad
30.12.2015, 23:29
@nellsen: was hat denn vlam generell für vorteile? und wie kann ich das spalten am besten vermeiden?
dachte eventuell sogar an bambus vlam...

rollinator
30.12.2015, 23:49
Hat das hooch nicht einen kompletten thane-überzug?
Oder hab ich das falsch verstanden?

sauergurke
03.01.2016, 00:09
Das Hooch hat an dem Rand eine ca. 1cm breite pu Schicht und die Achsen Löcher sind ebenfalls mit pu abgedichtet. Ansonsten ist das Board außen normal mit epoxidharz und Glasfaser ummantelt und dadurch wasserdicht. Das pu ist also lediglich da wo das Board einer höheren Beschädigungs Gefahr ausgesetzt ist so dass es auch nach längerer Nutzung wasserdicht bleiben kann.

pad
03.01.2016, 11:43
wie das Board aufgebaut ist, ist mir schon klar. Mir geht's eher drum wie die das bauen.

Mein aktueller Gedankengang dazu:
-zwei Schichten Holz (vertikal laminiert, evtl. Ahorn oder Paulownia-Holz), mit jeweils der halben Boarddicke als "Ausgangsbasis"
-in diese beiden Schichten werden Shape und Inserts für die Achsbohrungen gefräst und mit Urethan ausgegossen
-Schicht A ist "oben", Schicht B ist "unten" (Straße), in Schicht B werden dann noch die Wheelswells gefräst
-eine Schicht Glas zwischen beide Schichten um die zu verbinden
-Glas oben und unten drauf (plus eine Trägerschicht mit Grafik) und ab in die Presse bzw ins Vakuum
-Shape aussägen, in diesem Fall schick mit der CNC-Fräse

Passt das so vom Ablauf her?

Smile
03.01.2016, 13:48
Das hört sich richtig an hab das rum runner da ist eigendlich nur der flush mount komplett aus urethan das ist bei dem hooch nicht der fall aber ansonsten ist das gleich auch vom aufbau mit bidiagonalem glasfasergelege. Lg henrik

pad
07.01.2016, 09:50
Die Kanten sind getrennt, kann bei meinem deutlich eine Glas schicht zwischen den schichten erkennen, wenns da gegen knallt sieht man auch das Typische Weiße Glas.

Nur um da ganz sicher zu gehen: ist das Glas zwischen den Schichten oder "nur" Kleber? Mir erschließt sich der Sinn von Glas zwischen den beiden Schichten nicht, lasse mich aber gern belehren ;) Dachte eigentlich Glas macht nur unter bzw. über und nicht zwischen dem Holz Sinn...

Smile
07.01.2016, 10:04
Ich meine dass das mit den Bidiagonalen Glasfasern die in der mitte des decks einlaminiert sind schon gegen die Torsion hilft jedoch nicht so stark wie wenn es unten auflaminiert ist.

Cruiser
07.01.2016, 12:26
Nein. Fasern können dort nicht arbeiten. Wenns aus vlam gebaut ist kann es sein das biax zum Schutz vor längsrissen mit verpresst wurde.

langbrettlabor
07.01.2016, 12:42
Ich meine dass das mit den Bidiagonalen Glasfasern die in der mitte des decks einlaminiert sind schon gegen die Torsion hilft jedoch nicht so stark wie wenn es unten auflaminiert ist.

Selbe Funktion wie Sperrschichten bei Sperrholz.

pad
07.01.2016, 13:01
Nein. Fasern können dort nicht arbeiten. Wenns aus vlam gebaut ist kann es sein das biax zum Schutz vor längsrissen mit verpresst wurde.

Das klingt logisch...reicht da Biax mit niedriger Grammatur? Die Belastung, die evtl zu Längsrissen führen könnte, ist ja nicht übertrieben hoch oder?

langbrettlabor
07.01.2016, 14:03
Das klingt logisch...reicht da Biax mit niedriger Grammatur? Die Belastung, die evtl zu Längsrissen führen könnte, ist ja nicht übertrieben hoch oder?

Würde ich nicht unterschätzen. Die Neigung von VLAMs zu zerfallen ist durchaus signifikant.

pad
07.01.2016, 14:12
Was kann man denn dagegen tun? Wie verarbeitet man denn VLAM dann am Besten? Gerade bei dünnen horizontalen Schichtstärken ist ja dann die vertikale Haftfläche innerhalb des VLAMs noch niedriger, ergo noch höhere Gefahr oder?

nellsen
07.01.2016, 21:57
Was kann man denn dagegen tun? Wie verarbeitet man denn VLAM dann am Besten? Gerade bei dünnen horizontalen Schichtstärken ist ja dann die vertikale Haftfläche innerhalb des VLAMs noch niedriger, ergo noch höhere Gefahr oder?

Ich habe bei einem Deck mal 2 Schichten VLam versetzt verklebt...dazwischen ein leichtes UD Kohlegelege quer. Sollte wohl immer noch halten, hab aber leider keinen Kontakt mehr zu demjenigen der es fährt.
Verklebt hatte ich Pappel- und Escheleisten in 30mm Breite und 5mm Stärke. Die Leisten hatte ich selber gesägt, verklebt und dann die zwei "Platten" mit dem Dickenhobel auf 5mm gebracht.

pad
08.01.2016, 10:11
Ich habe bei einem Deck mal 2 Schichten VLam versetzt verklebt...dazwischen ein leichtes UD Kohlegelege quer. Sollte wohl immer noch halten, hab aber leider keinen Kontakt mehr zu demjenigen der es fährt.
Verklebt hatte ich Pappel- und Escheleisten in 30mm Breite und 5mm Stärke. Die Leisten hatte ich selber gesägt, verklebt und dann die zwei "Platten" mit dem Dickenhobel auf 5mm gebracht.

Was für einen Kleber hast du dafür genommen?

nellsen
08.01.2016, 14:46
Für das Holz vertikal: D4

dem Rest mit Harz...is ja Kohle zwischen den beiden Lagen.