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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf der Suche nach der perfekten Achse :)



benebomber
04.12.2008, 15:10
Hi Leute,

ich habe im Spätsommer mit dem Longboarden angefangen. Um den Einstieg preislich erträglich zu halten, habe ich mir zunächst ein gebrauchtes Deck (Surf One) auf eBay erstanden.
In der Zwischenzeit habe ich hier ein paar gebrauchte GumBalls erstanden, welche für mich quasi ideal sind. Ich bin in erster Linie in der Stadt unterwegs und da kommt mir die Größe un der heftige Grip sehr zugute. Dazu habe ich mir vor ein paar Wochen ein größeres Board gekauft, da das SurfOne für meinen Geschmack etwas kurz geraten war (75cm oder sowas, mit Kicktail, also eher etwas für den Pool oder so), wollte aber eher etwas zum Cruisen. Daher habe ich mir ein Onyx gegönnt. Ich konnte in der Zwischenzeit schon durchhören, dass Ihr hier keine allzu großen Fans vom "Goldschmied" seid, aber ich muss sagen, das Brett gefällt mir sehr gut. Sanfter Flex, leichtes Concave und sehr stabil. Aber derlei Diskussion möchte ich hier nicht anzetteln.

Eher möchte ich Euch fragen (Sufu ergab übrigens nix Konkretes), ob Ihr mir ein paar Tipps zu guten Achsen geben könnt. Momentan hab ich leider nur ein paar gekeilte Cores drunter. :kopfschuettel:
Ich habe neulich das Dervish eines Freundes getestet und das Lenkverhalten der Paris 180 gefiel mir wirklich sehr gut.
Allerdings habe ich gelesen, dass sie ein gutes Stückchen höher sind als Randals und Co. Und da ich mich auch ein wenig in Dancing, Boardwalks usw. probieren möchte käme es mir, glaube ich, entgegen, wenn meine zukünftigen Achsen eher niedrlg wären. Leider findet man auf den Herstellerseiten selten Angaben über die Höhe der Dinger. Daher wollte ich Euch fragen:

Welche Achsen mit ähnlichem Verhalten wie die Paris sind etwas niedriger gebaut? Oder sind die Paris gar nicht so niedrig wie gesagt wurde?

Ach ja, wenn jemand noch ein paar Achsen rumliegen hat und denkt, die könnten was für mich sein, dann schreibt mir doch eine PM! Bin ein armer Student und daher nehm ich auch gern Gebrauchte.

Danke Euch schonmal!

Der Bene

chaoty
04.12.2008, 15:40
ich denk mal der unterschied ist eh so gering dass du es kaum spürst. ausßerden hast du ja gumballs, die ja auch gut zur höhe beitragen.

ich würd wir einfach eine achse mit reserve kingpin kaufen randal paris gullwing charger etc.

wenn ich mich nicht irre haben auch die onix boards oft die carver dran. die kannst du vll auch mal probieren, da die kombi anscheinend gut für das board geeignet ist.

wenn du achsen suchst kannst solltest du es nochmal in der tauschbörse versuchen.

benebomber
04.12.2008, 15:55
Schon, in die Börse wollt ich dann mal kucken, wenn ich ein wenig schlauer geworden bin… :grrr:
Von den Carver bin ich momentan noch nicht so überzeugt, da mir die Tatsache, dass man (speziell wegen Tricks usw.) immer beachten muss, wierum das Board gerade steht, nicht so gefällt. Aber die Original-Achsen hätte ich irgendwann gerne mal ausprobiert… sehen interessant aus. Sind aber wohl nicht gerade verbreitet hier. Und da mir das ein wenig riskant ist, quasi blind welche zu kaufen, dachte ich mir, so 'ne gute "Allround-Achse" mit Carving-Begabung wär eigtl. das Richtige.

Ach so, was ich noch fragen wollte: Wenn man den Hanger umdreht (hab ich auf der Randals-Seite gelesen), verändert sich dann immer das Lenkverhalten oder wird die Achse nur niedriger oder wie verhält sich das? :thinking:

JointStrike
04.12.2008, 15:57
ich hätte nie gedacht, das der goldständer auch nur ein so`n board verkauft.
ich bin sprachlos... ein paar flocken drauf und naja.... egal, sowas willst du nicht hören.

dschihadinio
04.12.2008, 16:25
Wenn der Hanger um 180° anders herum montiert wird verliert die Achse ein wenig an Höhe.
Bei dem Randals sind das etwa 5 mm. Gleichzeitig wird das Fahrverhalten ein wenig stabiler/ träger, also weniger wändig.
Meiner Erfahrung nach ist das allerdings nicht viel,
etwa so als hätte man die Achsen 2 Grad träger gekeilt oder so.

Also mit einer reserve kingpin Achse macht dein Board garantiert mehr Laune als mit Core Achsen.

Persönlich mag ich auch die Seismic Trucks sehr gern.
Hab 110er unter einem kleinen Schmalen Deck,
für deins mit seinen 24,5 cm breite bräuchtest du
da natürlich eher die 180er Version.

Wobei, für dein Brett würde ich wohl doch eher zur Randal R2 180 greifen,
allein schon, da es nen Satz schön weiche Buschings für sehr viel weniger gibt wie ein paar weiche Fednern für die Seismics

spacedog
04.12.2008, 16:36
Ich denke auch, dass du mit einer der "normalen" Cruser-Achsen gut bedient bist. Ich denke nicht dass die sich in der Höhe viel nehmen.
Ich leg den Leuten ja immer gebetsmühlenartig die Charger ans Herz. Ich war immer sehr zufrieden mit meinen Holeys bis ich mir für nen anderes Deck die Charger gekauft hab. Hab auch schon graue und pinke Bushings für die Holey geholt. Aber sie kommt nicht an die Gullwing ran.
Ist aber echt nur ne ganz subjektive Meinung. Hab natürlich auch nicht alle Achsen aufm Markt getestet.

spacedog

benebomber
04.12.2008, 16:37
Hmmm… an Seismics hatte ich bisher noch nicht gedacht. Wie sind da Deine Erfahrungen? Ich habe das ein- oder andere Mal gelesen, dass bei Federachsen ebendiese Federn ganz gerne mal ausleihern. Hattest du das auch schonmal???

Goafürst
04.12.2008, 16:42
spacedog war schneller...

also gullwing, randall und paris geben sich eig nicht viel. unterschiede nur im preis und aussehen würd ich ma so salopp sagen. vllt gibts da 1-2mm höhenunterschiede, aber das merkste beim fahren nich (is ja so viel wien schockpad). den hangetr zu flippen find ich persönlich nich so toll, da die achse so immen an wendikeit verliert. wirklich höhe spart man mit drop-through decks. kannst dich jez entscheiden zwischen 150mm, 165mm, 180mm oder 185mm. das sollte dein hauptkriterium sein. (von seismics hab ich kein plan vllt sind die niedriger) hoffe konnte helfn

fürst

JointStrike
04.12.2008, 16:46
lass dir vom dschihadinio keine scheiß aufschwatzen. bisher konnte man noch jeden seiner tipps vergessen, ob bei den slalom geschichten, oder hier. seismic sind ne spezielle achse, auch nicht schlecht aber unter so einem board völlig fehl am platze.

holey
randal
gullwings

irgentwie sowas. 180mm und gut ist. mit nem ordentlichem bushing setup tuen die achsen sich nicht viel.

benebomber
04.12.2008, 16:47
,
Ist aber echt nur ne ganz subjektive Meinung. Hab natürlich auch nicht alle Achsen aufm Markt getestet.

Das wird das Problem sein… Das hat wohl noch Keiner. Auf jeden Fall bin ich jetzt wohl schonmal ne gute Ecke weiter… Ich werd' mir wohl einfach die kaufen, die mir am besten gefallen. Wahrscheinlich tatsächlich die Paris. Ich hatte neulich die Gullwing mal in der Hand, war von der Verarbeitung aber nicht sooo begeistert. Allerdings: Fahren konnte ich sie leider nicht. Wie gesagt: Alles subjektiv.

Ich dank' auf jeden Fall Euch allen recht sakrisch für Eure Tipps.

dschihadinio
04.12.2008, 16:52
Also meine Federn sind noch wie neu, auch wenn ich auf den Achsen schon sehr viele Kilometer zurückgelegt hab und das zumeist pumpend in schöner Schlangenlinie.
Von den Originals hab ich das auch gelesen, das da die Federn schlapp werden,
aber das is ja auch ein ganz anderes Grundprinzip;
Die haben ja nur eine zentrale, fette Feder.
Die Seismics haben an jeder Seite eine größere Feder außen und eine kleinere Feder innen, also 4 Federn in 2 Größen pro Achse.
Das schöne an den Achsen ist finde ich das sie zwar schön flött zurück in die Mitte federn und da auch stabil sind, sich aber gleichzeitig auch ohne großen Kraftaufwand (hab die gelben, recht weichen Federn drin) weit lenken lassen.

dschihadinio
04.12.2008, 17:00
Die perfekte Achse;
wiegt maximal 0,5g,
ist unkaputtbar,
natürlich in jeder nur denkbaren Art und Weise unentlich weit einstellbar
und ändert auf Zuruf die Farbe
:hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho::hoho:
also will sagen;
wer oder was ist schon perfekt,
aber ich bin mir sicher,
das die Paris viel Laune machen kann.

necro83
04.12.2008, 22:09
Ich habe die Paris und die macht schon extrems viel Laune und soll besser in der Verarbeitung sein also z.B. die Randall

Was mich interessieren würde wie dein Board ausschaut stell mal nen pic rein habe gegoogelt aber nichts gefunden

Der Kern
04.12.2008, 22:40
Hab die Paris unter nem Landyachtz DH Race und die machen echt Laune beim nächtlichen Stadt-Soft-DH/Cruisen.
Randal sind auch geil. Lenken m.M.n. etwas später ein als die Paris. Allerdings kann man bei den Randals den Hanger flipporn, bei Paris net.

ape
05.12.2008, 08:09
4 Federn in 2 Größen pro Achse
wobei die innere feder keine andere funktion hat als die "kappe" anzupressen-> somit keine funktion/auswirkungsweise aufs fahrverhalten hat...

ape
05.12.2008, 08:11
Was mich interessieren würde wie dein Board ausschaut stell mal nen pic rein habe gegoogelt aber nichts gefunden
erster hit bei google:
http://www.longboarders.de/shop/images/product_images/popup_images/250_4.jpg

GregK
05.12.2008, 08:34
Den link hab ich grad bei den Silberfischen gefunden, die vergleichen Randal, Holey,Crail und Force Industries
http://www.holeytruck.com/downloads/silverfishrandalkillers/silverfish_randalkillers.htm

dschihadinio
05.12.2008, 08:46
aber klaro hat die innere kleinere Fedner eine Funktion;
http://www.seismicskate.com/images/skate/TruckDiagram.gif
(Quelle: http://www.seismicskate.com/tech_truck_tuning.html)

Anfangs wirkt der Druck nur auf die innere Feder und nicht auf die Äüßere.
Das ändert sich erst dann, wenn die kleine, innere Feder weit genug zusammen gedrückt wurde, so das der Spalt zwischen dem oberen Kunststoff Bauteil und der großen Feder geschlossen wurde.
Wie groß dieser Spalt ist hängt davon ab,
wieviel Vorspannung eingestellt wurde.
Ohne Vorspannung sind das etwa 5 mm.
Den Übergang vom Wirken der kleinen Feder zum arbeiten beider Federn merkt man allerdings beim fahren nicht.

ape
05.12.2008, 08:52
ich weiß ja nicht was du mit deiner seismic machst aber bei meinen 180'er
stable run waren medium federn drin wie ich sie bekam und jetzt sind light federn drin und bei beiden liegt das piston cap drin an der feder an...

stelll dich mal drauf wenn du eine hast-lenk mal-dann wirst du es sehen...

dschihadinio
05.12.2008, 10:07
Hab 2 110er Quick turns mit gelben Federn, also extra light drin.
Hatte die Achsen schon unter vielen verschiedenen Boards.
Da die Fedsern halt sehr weich sind eignen sie sich eher für schmale,
als für breite Bretter.
Die vordere Achse hatte ich dann noch wendiger gekeilt und die hintere etwas träger.

Finde nicht, das sich das mit den 2 Federn spühren lässt.
Der Grund, warum ich meine Federachsen so gern mag ist zum einen, das sie zwar um die Mitte rum schön stabiel sind, sich gleichzeitig aber auch sehr schön weit und leicht lenken lassen.
Zum anderen empfinde ich den Gegendruck,
den sie beim Einlenken produzieren als ziemlich linear,
während der Gegendruck von Buschings eher sehr viel stärker streigt bei größeren Lenkwinkeln. (also recht progressiv)

Jemandem was aufschwartzen war hier aber absolut nicht meine Absicht,
hab mir nur erlaubt zu erwähnen, das ich die Dinger gerne fahr.

ape
05.12.2008, 10:09
Jemandem was aufschwatzen war hier aber absolut nicht meine Absicht,
hab mir nur erlaubt zu erwähnen, das ich die Dinger gerne fahr.
hab ich ja auch nicht behauptet schließlich fahr ich ja den großen bruder...

benebomber
05.12.2008, 13:07
Kinder, nicht streiten!

Wie Spacedog schon sagte, sind alle Meinungen hier vollkommen subjektiv. Ich wollte eigentlich nichts Anderes hier als mir ein paar Anregungen und Infos zu den Achsen holen.

Sonst nichts.:hippy:

Auf jeden Fall bin ich jetzt ne gute Ecke schlauer als vorher. Die netten Augsburger Homies werden mir wohl demnächst mal Gelegenheit geben, ein paar Setups anzutesten und dann werd ich mich wohl endgültig entscheiden. Mir rennt ja nix weg, bei dem Wetter bringen mir die Achsen eh nicht so viel.

Auf jeden Fall 1000 Dank für alle nützlichen Tipps und Meinungen! happy

HEKMATI
05.12.2008, 13:14
Longboardachsen sind anders als jene für Skateboards weniger auf Stabilität und mehr auf Performance ausgelegt. Grundsätzlich läßt sich jede Achse mit jedem Deck und jeder Rolle kombinieren, allerdings gibt es aus unserer Sicht im Sinne der Funktionalität geeignete und weniger sinnvolle Setups.

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http://www.olsonhekmati.de/bilder/achsbegriffe.jpg

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'''Baseplate'''


Die gängigen Baseplates weisen vier oder sechs Montagelöcher auf, einen Sitz für den Kingpin und ein halbkugelförmiges Gleitlager, der Pivotcup, in dem der Hanger frei drehbar gelagert ist.

Der Pivotcup wird immer in Richtung des nähergelegenen Deckendes montiert.


Bei den derzeit gängigsten Achssystemen mit invers Kingpin design bestimmt die Baseplate durch ihre Geometrie den Winkel, unter dem der Hanger einschlägt. Die Systeme sind sogar teils modular aufgebaut, man kann also verschiedene Baseplates mit verschiedenen Hangern kombinieren. Es gibt auch einzeln produzierte Baseplates, die zu fremden Achssystemen kompatibel sind und diese ergänzen sollen.

Baseplates werden an Longboards meistens unter das Brett montiert, mal mit flachen, mal mit gekeilten, mal ohne Riserpads. Es besteht aber auch die Möglichkeit einer dropthrough Montage, also auf der Oberseite des Decks mit entsprechender Ausfräsung zum durchstecken. Dadurch wird das Longboard um die Deckdicke plus die Dicke der Baseplate-Montageplatte tiefergelegt, also um ca. 1.5-2.5 cm. So wird der Schwerpunkt nach unten verlagert und das Deck näher an seine Kippachse gebracht, was Fahrstabilität bringt. Allerdings „hängt“ ein so montiertes Longboard an den vier Schrauben, mit denen die Achsen montiert sind.

Sonderformen sind Baseplates, die zwar unter dem Deck, aber versenkt montiert werden, Baseplates mit einstellbarem Winkel, Baseplates, bei denen Pivot und Kingpin eine Einheit bilden, und solche, die mit dem Hanger eine Einheit aus flexiblem Material bilden.


'''Hangergeometrie'''


Hanger fassen den oder die Achsstifte in einer möglichst exakt gerade Linie. Sie sind mit einem gesenkten Loch (invers Kinpin design) oder einer angeflanschten Öse (Standard bei Skateboardachsen) versehen, der Kingpin durchstößt diese Stelle. Besonders präzise Achssysteme für den Rennbedarf weisen an dieser Stelle ein kippbares Wellenlager auf, wodurch das Drehmoment und somit die Biegebelastung auf dem Kingpin reduziert wird. An dieser Stelle des Hangers werden auch die Bushings eingespannt. Auf dem unteren davon, dem bottom Bushing lagert der Hanger einachsig drehbar. Ein abgerundeter Bolzen, der Pivot, bildet das zweite, frei drehbar Auflager des Hangers. Je nach dem Winkel, in dem der Hanger eingespannt ist (zur Wendigkeit s.o.), lastet mehr oder weniger Gewicht auf dem bottom Bushing, wodurch es vom Fahrergewicht mehr oder weniger stark komprimiert wird; das top Bushing wird entsprechend umgekehrt vom Fahrergewicht entlastet.

Diverse Achssysteme mit Federstahlelementen oder Torsionsbushings sind etwas anders konstruiert, funktionieren aber im Resultat ganz ähnlich.
Die Hangergeometrie definiert die Lage der Radachse relativ zur absoluten Drehachse. Hanger, die in Radachsenrichtung asymetrisch gebaut sind, ermoeglichen unter Umständen eine Modifikation durch Flippen, also Umdrehen des Hangers. So können Wendigkeit und Nachlauf zweistufig verstellt werden.

Die Breite von Hangern wird bis auf wenige Ausnahmen ohne die Länge der Achsbolzen gemessen. Viele Achssysteme sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich, manche ermöglichen auch eine Variation der Breite.


'''Wendigkeit'''


Der wohl wichtigste Kennwert von Achsen ist ihre Wendigkeit. Sie bezeichnet den Lenkeinschlag der Achse, der im Verhältnis zum Kippen durch Gewichtsverlagerung, (i.F., Krängung) des Decks erzielt wird. Er ist abhängig von dem Winkel, unter dem sich der Hanger einer Achse relativ zur Baseplate dreht, die Lagerpunkte sind dabei der Pivot und der Sitz der Bushings: je steiler diese relative Drehachse des Hangers, desto mehr Lenkeinschlag pro Kränkung wird erreicht.
Im kompletten System betrachtet ist die Drehachse, um die die Rollen einschlagen, natürlich senkrecht, weil die Rollen ja auf dem waagrecht angenommenen Boden bleiben. Wir bezeichnen diese Resultierende als absolute Drehachse (s.u.: Vorlauf / Nachlauf).

Der von der Achsgeometrie vorgegebene Winkel kann Montage der Achse auf keilförmigen Riserpad oder durch die Wahl eines Decks mit entsprechenden Aufbiegungen modifiziert werden.


'''Agilität'''


Die Agilität einer Achse, nicht zu verwechseln mit der Wendigkeit, bezeichnet den Kraftaufwand, der für einen bestimmten Lenkeinschlag aufgebracht werden muß. Alle Achsen weisen ein Bauteil auf, daß eine Rückholkraft für die Rückstellung des Hangers in die Nullposition erzeugt, in den meisten Fällen ist diese Kraft einstellbar. Die gängigste Bauweise verwendet Bushings aus dauerelastischem Material, die entweder durch Kompression oder durch Torsion des Materials die Rückholkraft einbringen. Ebenfalls verbreitet sind Systeme, die mit einem oder mehreren Federstahlelementen ausgestattet sind. Eine grobe Einstellung erfolgt über die Auswahl von einem Bushing oder einer Feder spezifischer Härte, eine Feineinstellung wird bei den meisten Systemen durch stufenlose Kompression des jeweiligen Rückholbauteils über den Kingpin bzw. dessen Gewinde erreicht.

Besonders hart und fest eingestellte Achsen sind in ihrem maximalen Lenkeinschlag stärker begrenzt als bei weicher Einstellung, das Verhältnis von Deckkränkung zu Lenkeinschlag wird davon aber vernachlässigbar gering berührt.

Ein weiterer, wenn auch geringer Faktor der Agilität ist die Breite einer Achse. Je weiter die Räder auseinander stehen, desto länger ist der Hebelarm des Momentes, das für den Einschlag aufgebracht werden muß – desto träger also wird die Achse. Besonders schmale Achsen sind in sehr schnellen Lenkbewegungen spürbar agiler.

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http://www.olsonhekmati.de/bilder/wendekreis.jpg

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'''Wendekreis'''


Der Wendekreis läßt sich nur im Gesamtsystem beschreiben. Er ist von den maximalen Lenkeinschlägen beider Achsen und von deren Montageabstand auf dem Deck, von der Wheelbase abhängig. Verlängert man die Achstifte, auf denen die Rollen montiert sind, gedanklich unter maximalem Einschlag, so treffen sich die gedachten Linien am Mittelpunkt des Wendekreises. Bei Verlängerung der Wheelbase entfernt sich dieser Punkt vom Deck, der Wendekreis wird also größer; ebenso unter Reduktion des maximalen Einschlags. Insofern wird der Wendekreis des kompletten Systems also von der Wheelbase und von der Wendigkeit der Achsen bestimmt. Da die Rollen unabhängig von der Hangerbreite immer auf dieser gedachten Linie liegen werden, bleibt der Wendekreis des kompletten Systems von der Hangerbreite unbeeinflußt.


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http://www.olsonhekmati.de/bilder/achse.jpg

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'''Vorlauf / Nachlauf'''


Senkrecht von oben betrachtet dreht sich der Hanger eines kompletten Systems um einen Punkt, die absolute Drehachse (s.o.: Wendigkeit). Dieser Punkt liegt mittig zwischen den beiden Rollen auf der Radachse, sonst müßten die Rollen beim Einschlagen ja leicht sliden. Wenn die Radachse in Fahrtrichtung hinter der relativen Drehachse des Hangers (Mittelachse Pivot-Bushing) liegt, sprechen wir von einer nachlaufenden Achse, umgekehrt von einer vorlaufenden Achse. Schneiden sich beide in einem Punkt, liegt weder Vor- noch Nachlauf vor, wenn dieser Punkt auch noch mittig auf dem Kingpin liegt, sprechen wir von einer Offsetachse.

Da Hinterachsen spiegelverkehrt zu Vorderachsen montiert werden, ändert sich bei Verwendung dergleichen Achse vorne und hinten jeweils das Vorzeichen. Die allermeisten Systeme weisen als Vorderachse konstruktionsbedingt einen leichten Vorlauf auf.

Die Räder werden in der Fahrt permanent durch die Reibungskräfte aus den Lagern und zwischen Lauffläche und Bodenbelag abgebremst. Der Fahrer hingegen beschleunigt in Fahrtrichtung, sei es durch Pushen, Pumpen oder Hangabtrieb. Die Achse überträgt diese Kräfte gegeneinander. Vorlaufende Achsen „schieben“ dabei die Rollen quasi vor sich her, nachlaufende „ziehen“ die Rollen nach. Bei minimal ungleichgewichteten Bremskräften aus Reibung wird Vorlauf daher auslenkend wirken, Nachlauf eher stabilisierend.

Offsetachsen gelten gemeinhin als optimal für die Kraftübertragung von Horizontalkräften aus Kurvenfahrt in den Asphalt, sie bieten also den besten Grip, da kein horizontaler Hebelarm, sei es aus Vor- oder Nachlauf, die Horizontalkräfte instabil vermittelt bzw. im Effekt den Kraftschluß verringert. Offsetachsen kommen deshalb meist als Hinterachsen für Slalomboards zum Einsatz.

Nachlaufende Vorder- und auch Hinterachsen sind besonders gut geeignet, um mit einfacher Fahrtechnik im niedrigen Geschwindigkeitsbereich zu pumpen. Die Mehrheit der Achssysteme am Markt unterscheiden nicht konstruktiv zwischen Vorder- und Hinterachse und bieten deshalb vorlaufende Vorderachsen und somit nachlaufende Hinterachsen an, weil die Stabilität der Hinterachse im Komplettsystem fahrtechnisch wichtiger ist als jene der Vorderachse.

Im System mit zwei Achsen kippt das Deck zur Seite, es dreht sich dabei um eine virtuelle Linie, die Kippachse. Sie schneidet jeweils den Schnittpunkt von relativer und absoluter Drehachse der Hanger. Je größer der Vorlauf einer Achse als Vorderachse, desto näher am Deck liegt dessen Kippachse. Umgekehrt wird eine Nachlaufende Vorderachse das Deck gefühlt „erhöhen“.

Je weiter die Kippachse eines Decks unter ihm liegt, desto weiter wird es sich eingeschlagen horizontal in Richtung Kurvenmittelpunkt bewegen. Liegt die Kippachse über dem Deck, bewegt es sich wie eine Schaukel. Systeme mit unterschiedlichen Vorder- und Hinterachsen können eine schiefe Kippachse aufweisen.

quelle: na ratet mal ;)

saububa
05.12.2008, 14:11
ähm warum empfehlen hier alle reverse kingpin achsen? wenn er ne niedrige achse will ist das doch ansich schonmal net das richtige? hab mir hier im forum letdens nen paar gullwing mission gekauft in 160 er breit und selbst wenn ich die über nen cm hoch gerisert hab war das brett damit in etwa soch hoch wie nen anderes mit holys und ohne alles zwischen dem brett^^

und lenkverhalten find ich auch prima also ich würd hier jetzt eig mal net zu ner reverse kingpin achse raten... kann auch gar net nachvoliehen warum die fast nur gefahren wir^^

andererseit kann ich noch was zu den seismis sagen... find meine wirklich prima zum pumpen nur wür ich keine kaufen...
1. federn sind sau teuer
2. meine sind kaputt... oder wie ichs beschreiben soll, das brett lenkt net mehr richtig, wenn das brett nen cm kippt fährt die achse stur gerade aus dann auf einmal kippt die achse xtrem weit und man bekäme sofort nen wheel bite wenn da net so einiges vom brett weggeschnitten wär... keine ahnung woher das kommt aber es ist scheiße^^

ape
06.12.2008, 08:19
federn sind sau teuer
naja nen zwanni musste da schon einkalkulieren...
aber eigentlich halten die dinger doch recht lang