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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Material ist alles, eh klar.



pete
29.07.2009, 17:11
Ich schreibe das in vollem Bewußtsein, daß ich mich kommerziell gesehen mit so einer Ansage tief in's eigene Fleisch schneide.
– muß dazu auch noch gleich voranschicken,
daß ich nicht gerade zu den Weltklasse-Downhillern gehöre
- eher zu den mittelmäßigen, aber "engagierten" – die Schnauze etwas größer, als die Eier. Aber ich arbeite dran.

Ja wie auch immer, in letzter Zeit mache ich so manche Beobachtung, die mich einigermaßen befremdet.

Erstmal: Da hat sich freilich in letzter Zeit so eine Art Matierialhype entwickelt.
Um mal fürs Deutscheland zu sprechen:
Alex mit dem Projekt Wefunk hat seinerzeit die Messlatte gelegt, Donald, wir und andere haben nachgezogen
und mittlerweile meint sogar der eine oder andere findige schwäbische Geschäftsmann,
man könne mit den "made in Germany"-Sahnehäubchen des Lonbgoardkuchens jetzt bald mal so richtig fett die Kohle machen.

Das selbe passiert weltweit bei den Achsen.. da ist ne Evolution im Gange, bei der man mit der Magun schon meinte, thats the highest end of high-end
-> bis die Gang of Germany uns unlängst mal so richtig gezeigt hat, daß da noch so EINIGES drin ist.
Drumherum reihen sich bald hunderte "yet another Kaha-Clones".. teilweise mit mit netten Zusatzdetails, teilweise aber auch fiese 1:1 Ripoffs..

und wo vor 3 Jahren noch hauptsächlich modifizierte Randals an Holzplanken
auf Rennen zu sehen waren, blinkt und blitzt jetzt fast überall das gefräste Alu zwischen dem Carbon hervor.
Die Köpfles stecken immer öfter in aerodynamische Pilzen, und ich hab noch nie so viele NJK-Leathers gesehen, wie auf den letzten beiden Rennen.
Bleibt noch zu erwähnen, daß die Rollen mit dem derzeit höchsten Verschleißpotential vom hauseigenen Racingteam mit absoluten geilen burnout-styles gepusht werden..
ein Satz Rollen pro Abfahrt muß schon draufgehen, das happy-hyper-psychothane gehört schließlich auf die Straße und nicht ans Brett.



Was ich eigentlich sagen will:
Wenn Ihr nicht genau wißt, ob der schwäbische Donnerbolzen tatsächlich GS-tauglich :pillepalle: ist, dieses aber glaubt, dann seid Ihr gehörig reingefallen.
Wenn Ihr meint, als Anfänger kann man nur mit ner Magun schnell fahren, dann erst recht.

Beim Downhill zählen viele Faktoren, aber die wichtigsten sind die Skills.
Es gibt Leute da draußen, die fahren switch (rückwärts!) eine 90 Wordcupstrecke runter:
auf Randals und nem Holz-Topmount.
Nein, das sind keine Superhelden, sondern ganz normale Skater wie Du und ich, die einfach nur jeden Tag fahren, fahren, fahren.


Material ist nicht alles.
Denkt nicht soviel nach, womit Ihr als nächstes Euer Geld verbrennt, sondern geht mal lieber mehr auf Events, das lohnt sich.

mellerr
29.07.2009, 17:21
Wahre Worte Pete! Als ich anfing mit dem Longboarden wollte ich auch alles haben und jede CNC zum dh benutzen. Mittlerweile düse ich nur noch mit nem modifizierten Holzdeck durch die Gegend auf Chargern und Gumballs. Wo ich vorher noch drüber nachdachte, wie ich an ne neue CNC Achse komme oder die neuen fetten Rollen herkriege, gehe ich jetzt einfach trainieren.
Ein bisschen weniger arbeiten und mehr üben bringt mich einfach weiter.

luki
29.07.2009, 17:43
Gibt auch Geldprobleme anderer Art:
Wenn man soo viel skatet, wie man es nur kann wenn man nicht arbeitet hat man auch Probleme...wer bezahlt mir denn meine scheiß Top-Bushings die ich meinen 3 Bennets regelrecht zum Fraß vorwerfe?
Wers Geld hat und meint er darf, der soll doch. Macht aber auch unheimlich Spaß mit Gussachsen nen GoG oder sonstwas Rider herzubrennen. Und wenn der erste hier vom Chef des Clubs der Elfen Herangezogenen jemals das Geld haben wird oder investieren will, dann gibs halt n Entwicklungssprung und er war nicht mehr in Reichweite...siehe Chef selber :)


So nun aber Edith:
uups downhill only? Ich mein Slalom.

pete
29.07.2009, 18:19
Wers Geld hat und meint er darf, der soll doch.

Bitte nicht falsch verstehen. :)
Ich will nur engagierte Downhillanfänger davon abhalten, dem Irrglauben zu verfallen, sie müssen sich erstmal materialmäßig in Unkosten stürzen, bevor sie sich trauen, ans Limit zu gehen.

Manchmal ist das sogar kontraproduktiv. Wenn man sich z.B. ein superdirektes Setup zusammenstellt: mit Felgenwheels, Blabla-Ceramics, sphärisch gelagerten Hangern und bocksteifer Planke, dann kann es einen nämlich ohne der dazu passenden Körperspannung ziemlich schnell von der Straße kicken.

luki
29.07.2009, 18:34
hihi..
überhitztes Gemüt was das Thema anbelangt und eh bissi impulsiver Charakter haben den Beitrach da oben zustande gebracht, sorry.

Also beim Downhill kann ichs auch nachvoll ziehen.
Bin gestern das erste Mal überhaupt gefahren (T-Berg, nur links Kurven hehe) mit nem Avenger und Smokies...ayayay war das seltsam. Ich bin normalerweise wirklich nur mit Bennets unterwegs und manchmal auch recht schnell...aber damit kann ich durchn Kanaldeckel rauschen mit xxkm/h und bei selbigem Tempo gestern mit den Smokies lenken die Scheissdinger doch tatsächlich sooofort. Sehr unsicher hab ich damit gefühlt.
Weil jetzt auf jeden Fall angefixed hab ich ja auch schon ein paar grizzlies 1040 organisiert und werd mich mal damit überhaupt an Reversekingpin-Achsen und Fussbremse bei 50km/h plus gewöhnen müssen.
Ich bin mir bloss unsicher wie ich das Setup gestalten soll...
Macht es da auch sinn wirklich träge Hinterachsen zu fahren? Mal ne Frage an die Sezialisten...vorne ungeflippt hinten geflippt und dann gleich harte Bushings? Oder hinten sogar härter? Im Moment übersteuern meine Vorderachsen mindestens 2:1 die Hinterachse deswegen hab ich gar kein Gefühl wies richtig ist..

Der Kern
29.07.2009, 18:43
Meine Rechung ist ganz einfach, Rauchen aufhören, jeden Monate also mindestens 100€ bis 150€ mehr haben und dafür Longboardzeug kaufen. Falls ich wieder anfangen sollte müssen Bretter weichen und das werd ich nicht übers Herz bringen :D
Seit ich mit dem Rauchen aufgehört hab bin ich weniger gereizt, hab ich weniger Kopfweh, bekomme wieder richtig Luft und hab mehr Geld fürs Longskaten! Perfekt oder?

Klar werd ich das Zeug was ich daheim habe in nächster Zukunft nicht ausfahren können. Ist aber auch egal, Hauptsache ich hab möglichst viel Spaß beim fahren...
Klar man kann auch mit nem günstigen Setup Spaß haben, aber mit dem GOG H4 und der Airflow z.B. bin ich erst richtig Slalomsüchtig geworden. Davor wars Spaß, jetzt ists echt Extase. 4h am Stück Slalomfahren, die Zeit vergessen, die Klausuren/Stress vergessen... GEIL!

Und, ich besitze immernoch nur 3 Decks+Buttboard+Streetdeck, die ganzen älteren Decks sind jetzt hier in TÜ unterwegs und sind ein kleiner aber feiner Teil der immer größer werdenden Longboardszene...

Ich bin also ein armer (Student) bekennender Materialfetischist!

...trotzdem fahr ich viel Lobo und werde, dank des Altusrides auf viele Freerides und später hoffentlich auch Races gehen.

ABER: Ich finde auch Material ist nicht alles! (Paradox?!?)

und: so viele Supernette Leute wie aufm Freeride hab ich noch nie getroffen, was zählt sind der Sport und die Leute!

wolke
29.07.2009, 18:54
Das ist mal ein ehrliches Statement.

Das mag ironisch klingen, ist aber nicht so gemeint: Die Tatsache dass das jemand von sich gibt, der fast 500€ für ein Deck nimmt, gibt den ganzen eine gewisse Glaubwürdigkeit (auch wenn es zunächst paradox erscheint)

pete
29.07.2009, 18:57
Klar man kann auch mit nem günstigen Setup Spaß haben, aber mit dem GOG H4 und der Airflow z.B. bin ich erst richtig Slalomsüchtig geworden.
Hi Kern, im Slalom kommt man relativ fix an die Grenze, an der Material wichtig wird, wenn man schneller oder präziser werden will. Aber das meinte ich mit keinem meiner Worte.
Lukikatze hat's schon erwähnt.. das Topic steht absichtlich im Downhillkanal und ich meine auch nur dezidiert DOWNHILL und nix anderes. :) Kein Cruisen, kein Slalom, kein Vulkanradweg, kein Carven.
Nochmal um für Begriffsklarheit zu sorgen:
Downhill -> ist mit dem Skateboard möglichst steile Straßen runter zu fahren, und das SO SCHNELL, WIE IRGEND MÖGLICH. Das, und nur das ist Downhill.
Und da kommt's wie gesagt erstmal auf viele Faktoren an, bevor man soweit am persönlichen Limit ist, daß einem die Anderen nur noch wegen dem crappy Material davonfahren.

Nix gegen Sammelwut und Materialgeilheit.. da freu ich mich immer gerne. :engel:

In diesem Sinne: go fast.

readY
29.07.2009, 19:24
Es gibt Leute da draußen, die fahren switch (rückwärts!) eine 90 Wordcupstrecke runter:


nur für die fachliche Korrektheit:

Meinst du jetzt fakie oder switch ... ich fänd beides ziemlich krass, wobei ich persönlich switch (also goofy fahren, wenn man normal regular steht) sehr sehr schwer, genauso wie beim normalnen skaten.

Der Kern
29.07.2009, 19:27
..upsa, sry, da hab ich bisl was verpeilt :( Schuldigung pete fürs Topic versauen...


Ich hab per pn von Lukidiekatze n super Statement bekommen, stammt glaub ich nicht von ihm, trifft die Sache aber auf den Punkt!
"Magie passiert oberhalb des Griptapes" oder "Magie ist das was oberhalb des Griptapes passiert!"

JointStrike
29.07.2009, 19:38
ich finde es sehr beruhigend auf dem selben material unterwegs zu sein, wie die leute vor mir. so kann ich mir sicher sein, dass mein rückstand auf mich zurück geht und nicht am material liegt. :sicher:

zottel
29.07.2009, 19:38
nur für die fachliche Korrektheit:

Meinst du jetzt fakie oder switch ... ich fänd beides ziemlich krass, wobei ich persönlich switch (also goofy fahren, wenn man normal regular steht) sehr sehr schwer, genauso wie beim normalnen skaten.


SWITCH!

siehe rizzo, 2. qualirun in thalgau 2008

fakie gibts beim downhill in dem sinne nicht wirklich...(ich hoff ich mach gerade keinen denkfehler...)

readY
29.07.2009, 19:51
Habs mir die fakie switch sache nochmal durch den kopf gehen lassen und im grunde ist es beim longboarden eigentlich rum wie num, da man ja nicht auf ner tail steht und die Fußposi switchen muss.. Beim LB steht man nach nem 180°slide automatisch switch auf dem board.
Mit nem Skateboard dagegen stehst du nach nem 180°slide nicht switch. Dort nennt man es fakie, also rückwärts fahren, da dein Bein was nach dem slide in fahrtrichtung zeigt noch auf der teil steht. Switch wäre es erst, wenn du diesen fuß von der tail über die Achsen plazierst uhnd dein anderes bein auf die Tail stellst.
Desweiteren gibts dann beim skaten noch Nollie, das ist wenn man ausgehend von seiner normalen Fußstellung das vordere Bein auf die nose stellt und das hintere von der tail über die achse plaziert.

pete
29.07.2009, 20:27
thx fürs kapern. aufs maul ich hätte auch sagen können, sie springen bei 80 km/h earlygrabs über Weideroste oder checken die Haarnadel nach dem Highspeedpart ohne Fußbremse aber dafür mit Standupslides an. Kopf hoch


Das ist mal ein ehrliches Statement.

Das mag ironisch klingen, ist aber nicht so gemeint: Die Tatsache dass das jemand von sich gibt, der fast 500€ für ein Deck nimmt, gibt den ganzen eine gewisse Glaubwürdigkeit (auch wenn es zunächst paradox erscheint)

Dabei ist das gar nicht paradox. Genaugenommen sehe ich Leute wie uns sogar in der Pflicht, auf solche Umstände hinzuweisen. (So manch parasitärer Werbestratege sieht das vielleicht anders)

Zu dem 500,- Thema: Der Mensch hinter dem Label Magun, der hin und wieder auch (geniale) Boards baut – wenn er denn mal Bock hat – sagte mal am Telefon zu mir:
das, was er da macht, sei im Grunde genommen ein Dienst an der Menschheit, nix weiter.
Außerdem seien wir (313) viel zu billig.
Damit bringt er die Sache treffend auf den Punkt, gemessen an den Entwicklungskosten, dem Arbeitsaufwand, der Rennerei und dem Ganzen drumrum, daß man für die Kleinstauflagen an Achsen oder Board-Einzelstücke so treiben muß, und das nebenher, denn zum Leben hat man den Job.

Bei vielen, die ausschließlich Racekram machen, läuft's nicht sehr viel anders. Viel Geld macht nur, wer Masse macht und Masse macht man weiß Gott nicht mit Fasergepansche oder CNC-Frästeilen.

Wer auch immer solches Material kauft, fördert indirekt das Innovationswachstum und ein gewisses Prestige der Community (von dem sich andere Nutznießer dann wieder ihr Stück abschneiden können), aber wie gesagt, er fährt nicht zwangsläufig schneller, oder gar sicherer.

So, genug gelabert. :arbeit:

wolke
29.07.2009, 21:56
Ne ja ne, Pete, die 500er will ich dir auch gar nicht schlecht reden. Ich will dir nicht in den Arsch kriechen, aber ich hatte neulich eines deiner Decks in den Händen beim Heiko und was ich da fühlte war echt Ehrfurcht. Ohne dass ich drauf stand. Wobei ich es auch (NOCH!!!!) nicht genug drauf hätte, um nach einer Probefahrt sagen zu können: "ich merkte den Unterschied".

Wenn ich die Kohle hätte, würde ich mir deine Deck sehr wahrscheinlich kaufen.

Jetzt komme ich vom Thema ab. Was wollte ich sagen?!

Ja. Geld. Es hat ein Jahr gedauert bis ich mein Bergaboutfit zusammen hatte und das worauf ich am meisten sparte und was mir auch am wichtigsten war: die Panzerung. Seit ich die habe, bin ich bei jeder gelegenheit dabei meine Grenzen neu abzustecken. Aber es gibt so scheiß wenige Gelegenheiten derzeitig. Fuck.

Was mich wirklich nervt ist, dass es hier keine ordentlichen Berge gibt.

olgi
29.07.2009, 22:44
wenn jemand ein 500€ Deck und dazupassende 450€ Maguns und was weiss ich noch kauft, sein Bier. Er wird deswegen nicht zwingend in der Weltspitze landen.

Ist Louis Piloni in Peyragudes nicht eine Paris gefahren (Hanger. BPs, weiss ich nicht) und Kelly eine Randal? Unglaubliche Skills eben.

Und dennoch kann der Fahrer auf Platz xyz deutlich weiter hinten mit seinem Carbon/magun Equipment auch einen genialen Tag erfahren haben.

Darum geht es auch. Es sei denn man betrachtet es ausschließlich als Wettkampf.

Add-In: JointStrikes Kommentar fand ich richtig cool.

PS: ich bin kein Downhiller, freue mich nur, wenn ich ein bisschen schneller den Berg runterkomme.

LG an alle.
Olivier

stema
30.07.2009, 00:37
hmmm, ich les jetzt schon zum dritten mal diesen fred und weis nicht so genau was ich sagen soll, vielleicht erklährt meine kleine skateboardgeschichte meine meinung zu dem thema am besten wies mir bei der "sache" geht:

ich hab mein erstes skateboard vor ca. 25 jahren bekommen nachdem mich meine mutter mit dem board meines nachbarn die straße vor unserem haus runterfahren (eher runtergewackeln) sah. dazu muss ich sagen das ich als kind eher linkisch und nicht gerade ein sportas war. sie also zum nächsten spielwarengeschäft und ein rotes plastikboard sowie alle nur erdenklichen schoner gekauft. von da an sind wir nur noch skateboard gefahren, stehend, sitzend, wie auch immer.
einige jahre später, nach nem umzug vom dorf in eine größere stadt wo ich zum ersten mal sah was man mit nem skateboard machen kann (ollies, wheeles, etc.) brauchte ich auch eines der "breiten" boards, also gespart und irgendwann wars soweit, ich hatte mein erstes richtiges skateboard - carlifornia sun 100. mit dem ding habe ich im hof und auf dem gehweg vorm haus geübt und irgendwann ollies geschaft. so gings dann weiter und ich hab mich beim streetskaten immer weiter entwickelt. ebenso hat sich das material weiterenrwickelt, aus carlifornia sun 100 wurde carlifornia sun 500 (mit concave!!!), und daraus mein ersten prodeck, ein santacruz rod roskop skull mit indies. irgendwann kamen board mit ner richtigen nose usw. richtig gut war ich nie, aber ich hatte spaß dran und darauf kams an.
kleiner zeitsprung, denn für ein paar jahre (von 14-18) hat mich das mountainbiken mehr begeistert.
so mit 19 hab ich mir wieder ein streetdeck zusammengeschraubt und hatte ein paar jahre nochmal richtig spaß in der stadt. gleichzeitig habe ich mein board auch als transportmittel benützt, was mich aber nicht richtig befriedigt hat. also musste ein longboard her. im lokalen snowboardshop hatten sie ein paar pogo boards und ich hab mir 99 ein pogo citycruiser mit seismics und kryptos gekauft. wie geil war das auf einmal, kurz pushen und (fast) endlos rollen! ich war echt viel mit dem longboard unterwegs, super fahrradersatz. 10 kilometer zu ner party? kein problem, sixpack in den rucksack, board schnappen und ab gings. irgendwann bin ich dan mal auch ne abschüssige straße runter und whoa! wie geil! speed (max. 30 kmh...)macht spaß!
ne zeitlang ab ich dnn in ner schreinerei gearbeitet und da musste natürlich auch ein eigenes board her. also ne presse gebaut, ahornfurnier besorgt und los gings. es sind im jahr 2000 rund 15 board entstanden, einige für mich und einige für freunde.
2003 bin ich dann zum studieren nach stuttgart gezogen und habe zum ersten mal die jungs um kollekitv/down711 getroffen. man muss das ein bild gewesen sein: ich mit nem 140cm langen pintail mit monster camber und null concave, seismics 180mm und clear kryptos lauf da beim donnerstäglichen dh-treff mit weltklasse downhillern auf. aber egal, die jungs waren nett und haben mir die schönen stuttgarter runs gezeigt. eine ganze weile bin ich dann mit denen gefahren, allerdings mit dem 110er eigenbau ohne concave nud nur "leichtem" camber. irgendwann stand ne fullmoonsession an und ich wollte mit. huge gab mir ein sec.9 board mit randals und ich bin zum testen der anderen achsen mal unsere stadtruns runter, man war das auf einmal langweilig, da wo ich immer kurz vor der wobbelgrenze runtergecarvt bin, passierte erstmal gar nichts. also wieder hoch und nix mehr mit carven - schuß. schon besser. abends dann die löwensteiner berge runter und gleich mal die 60 geknackt, geil. 2 tage später hatte ich meine eigenen randals und dann gings so richtig los. ein board ohne flex musste her, also flugs in nen baumarkt und ne 18 multiplexplatte gekauft. cutoutshape rein, achsen gedroppt. geil!
ungefähr ein halbes jahr später musste ein board mit concave her, man hat halt schon mehr gefühl im fuß und sicherheit damit... also hab ich mir was überlegt und aus ner 15er multiplex entstand das erste 2stripes board. dazu kamen dh achsen und irgendwann ein satz 83er flywheels. mit dem board bin ich mein erstes rennen, rock'n'roll worldcup (07), gefahren. hat für mich wunderbar funktioniert. für 2008 musste natürlich ein neues board her als hab ich mich im winter hingesetzt und ein neues board gebaut. multiplexrahmen, balsafüllungen, glasfasern, es ging weiter. dazu mehr wheels, helme etc. nach den ersten rennen der 08 saison (u.a. hab ich zum ersten mal die 2. runde erreicht (darnetal 08)), wollte ich ein board mit weniger flex, ein zufall half mir mit etwas kohlefaser, so entstand das erste board in capbauweise. mehr rennen und freerides, mehr erfahrung, mehr spaß, mehr equipment.

heute hab ich hier 3 skatehelme ( u.a. nen rischhelm), ca. 5 boards aus kohlefaser, diverse sätze wheels, schuhe, lederkombi, ceramiclager, werkzeug, travelbag, zelt, usw.

was ich damit sagen will, man wächst mit seinem anspruch und können, aber es macht auch immer wieder spaß das alte pogo raus zu holen und einfach nur relaxed duch die city zu cruisen. das beim downhill z.Z. ein gewisser materialfetischismus herrscht ist mir auch schon aufgefallen, ich finde dazu muss jeder sich seine meinung bilden. wer ne custom njk-kombi braucht, bitte.
ich mach mir soviel wie möglich selber, einfach weil spaß macht und es ein gutes gefühl ist sich was zu überlegen, es zu bauen und dann fest zu stellen das es funktioniert (oder auch nicht...). meine hanger sind fast fertig. die kommen dann in pogo bases weil die pogobases meiner meinung nach sehr gute und konsequente produkte sind. eine eigene base würde ich mir nie machen.

wie auch immer, eigentlich wurde hierzu von pete schon alles gesagt.

wenn ich könnte würde ich jetzt skaten anstatt romane zu schreiben...

so far, see u real dh-skaters at kozakov!

wolke
30.07.2009, 01:14
jetzt könnte jemand kommen und nörgeln dass diene Bio total offtopic ist, aber dafür ist es zu gut zu lesen. Und es macht Lust zu fahren. Ich glaube ich gönne mir noch ne kleine Runde.

wefunk
30.07.2009, 09:22
was ich damit sagen will, man wächst mit seinem anspruch und können, aber es macht auch immer wieder spaß das alte pogo raus zu holen und einfach nur relaxed duch die city zu cruisen.
...
ich mach mir soviel wie möglich selber, einfach weil spaß macht und es ein gutes gefühl ist sich was zu überlegen, es zu bauen und dann fest zu stellen das es funktioniert (oder auch nicht...).
...

so far, see u real dh-skaters at kozakov!

GENAU!
Kann ich 100% unterschreiben (ebenso, wie Pete´s Startbeitrag).
[Start Bio-durchsetzter Beitrag]
Manchmal fressen sich Ideen derart im Hinterkopf fest, dass man sie umsetzen muss. Egal ob sinnvoll oder nicht. (Hab mal während einer Zeit wo ein mit Tomatensosse und Billig-Gouda überbackenes Pide (Ghetto Pizza) so das vollwertigste war, was ich mir als warme Mahlzeit leisten konnte, einen Formholz/Texalium Loungechair gebaut, der mit Kosten für die Form ca. 1500 EURO verschlungen hat. ABER ICH MUSSTE DAS MACHEN, weil ich an nichts anderes mehr denken konnte.

Andererseits kommt bei mir dazu, dass ich mit 38 und 4 Knie-OPs ein relativ alter Sack bin. Mit Pilloni, Kelly (beide 19) und Switzer war ich ja in Insul. Skills ohne Ende plus jugendliche Unbekümmertheit (freie Oberkörper und nur Callimero Helme). Keine Chance da was zu reissen.
Wenn ich am Start überhaupt vom Fleck kommen will, kann mein Setup gar nicht leicht genug sein.

[Ende Bio-durchsetzter Beitrag]

Wie auch immer ... ich werde demnächst wohl auch wieder Decks bauen und kann es kaum noch erwarten meine Ideen und neue Erfahrungen aus zwei Jahren F1 auf die Straße zu bringen. (und versuchen over-engineering zu vermeiden)
Über Sinn und Unsinn von EURO 300+ Decks kann man diskutieren oder auch nicht. Composites sind teuer und die Arbeit aufwändig. Es kostet was der Erbauer dafür fordert. Muss man ja nicht kaufen.

Ohne kleine Manufakturen, die ohnehin nur in Nischen existieren können, hätte es auch keine "Neu"-Entwicklungen bei Mainstream Brands gegeben.
Das gleiche gilt für Achsen.
Dass dann viele Me-Too Bastler, mit aus der Luft gegriffenen Marketing Superlativen auf den Zug aufspringen und auch ne Scheibe von dem sehr kleinen Kuchen abhaben wollen, bleibt nicht aus.
Qualität und Innovation werden aber immer die Oberhand behalten und Spreu und Weizen werden durch Urteil vom Nutzer getrennt werden.

Ich wollte mich ja bei anderen Boardbauern mit Kommentaren oder Häme zurückhalten, aber mal im ernst: AMG und Porsche Ingenieure haben bei der Entwicklung vom Donnerbolzen "mitgearbeitet"???
Ne, ist ja klar -- innere Werte zählen.

Warten wir mal ab was die Zukunft bringt.

fränky
30.07.2009, 10:14
wenn wir einmal den vergleich wagen snowboard einsteiger vs downhill einsteiger, dem wird sofort klar das der downhill einsteiger deutlich weniger geld hinblättern muss.

wer hat nicht eine sache zu hause, die überdimensioniert ist?
liegt es nicht in der natur des menschen sich mit träumen zu beschäftigen und sie unbedingt haben zu müssen? viele menschen beschenken sich selber... :happy:

wie viele boards habe ich schon gekauft, bin sie gefahren und habe sie wieder weiterverkauft. warum? haben haben haben!!!

wenn ich mir für n 1.000€ ein komplettes first class dh board kaufe, dann hat das viel mit befriedigung zu tun. alleine in den 2-4 monaten "darauf" sparen ist die vorfreude doch schon so groß, das es genau an dem tag, wo ich dann das board in der hand halte zur großen orgastischen entladung kommt.

sicherlich braucht der downhill anfänger kein 300-400€ deck, aber wer braucht auch schon ein telefon das alles außer kaffe kochen kann??

ich möchte mal behaupten das viele longboarder träume haben von denen sie geleitet werden. wenn man sich den carbon traum heute nicht erfüllen kann dann morgen, nächte wochen, oder in 2 jahren...

2007 hat noah sakamoto http://1.bp.blogspot.com/_LB-iJeBkqdM/SEjKytZ0RiI/AAAAAAAAA4A/9v4S4crqpyA/s320/Noah%2BSakamoto.jpg mit flashbacks, ner sec9 planke und r2 den siegrist auf der ziellinie getroffen und jeden gezeigt das skill wins!!!

lebt eure träume und seit froh das alle longboard sachen soooooooo günstig sind(im vergleich zu anderen sportarten)!!

fränky 8)

BobdeLong
09.08.2009, 13:26
hab grad meinen stuff für kozakov gepackt. und mir fällt auf............

MATERIAL IST ALLES!!!!!!! :sk8:

daniel5
09.08.2009, 13:33
also so ein liegestul mit sonnen schirm ist keine schlechte wahl^^

Sirmixalot
09.08.2009, 16:28
Ich habe lange Überlegt ob ich was zu diesem Thema schreiben soll da ich nicht sooo intensiv fahre wie viele andere hier.
Ich fahre seit 2001 und die ersten drei Jahre davon nur ein Airflow Board das ich aber für alles benutzt habe.Aber eher aus Unwissenheit. Slalom, Leichten - Dh, Cruisen.
Dann habe im Sommerurlaub zufällig den Almabtrieb 2004 gesehen und Leute gefragt wo man denn solche Board kaufen kann.
Mit diesen Infos habe ich mir ein Evo und RII gekauft. Das Evo fahre ich noch heute.
Leider war ich 3 Jahre mit einer Fortbildung beschäftigt in der ich mir keine Verletzung erlauben konnte und somit kaum gefahren bin.
Nun habe ich mir die letzten beiden Jahren ein paar Rennen/Freerides angeschaut und bin auch einige mitgefahren und da ist mir aufgefallen das teilweise das Wettrüsten nicht zum fahrerischen Können passt.
Mit mir fuhren Leute die ihr schönes Formcoreboard beim anbremsen hässlich gegen Bäume Strohballen Bordsteine setzten. Hinter mir fuhren etliche hochgezüchtete CNC gefräste Achsen die mir inklusive der Leichtbau Boards viel mehr Sorgen um meine Gesundheit bereiteten als die zu fahrende Strecke.
Ich bin sicherlich keiner der schnellen Fahrer aber es freut mich immer wenn ich schneller bin als jemand mit besseren Material.

In diesem Sinne bleibt mir Gefälle gefällig!

groftsnurw
09.08.2009, 20:21
man siehe: der kern

ich meine, nichts gegen dich, aber wie lange fährst du DH?

und wofür brauschst du da unbedingt nen invader mit CNC-achsen?:confused:

stuggie
09.08.2009, 20:33
brauchen tuht die hier eigentlich niemand ,naja sag ma mal max 3 leute aus diesem forum doch die schreiben hier kaum was !
aber wem`s wert ist der kauft die sich.

ape
09.08.2009, 20:42
lasst den leuten doch ihren spass...
gibt auch hifi fetischisten die anlagen im kleinwagenpreissegment
haben obwohl es auch eine für 1000 taler tut...

solang er das brett bei dem speed den er fährt
unter kontrolle hat und niemanden abschiest soll er doch...

alles andere ist neid...

:schulz:

ape
09.08.2009, 20:43
ps:
mann kann nie genug liegestühle für die ladys haben :D

DaDavid
10.08.2009, 08:39
OT/ mir persönlich gefallen die Schuhe auf dem oberen Bild /OT
daran merkt man finde ich auch, dass es eben auch irgendwie darum geht sich wohl zu fühlen. in alten abgeranzten schuhen, mit denen man auch schon mal was miterlebt hat. und genau darum geht's mm. Man muss sich gut dabei fühlen. Wenn ich mich gut auf ner Kaha fühl oder auf ner Crail oder auf ner GoG mit Randalbase oder Pogobase, dann ists doch gut so.

aaand thiiis seeeaat is fooor thaaaa ladiiies! danke ape!

donmiki
10.08.2009, 15:00
Matrial hin oder her, nachdem immer wieder im suibtil negativen Zusammenhang das Deck eines "schwäbischen Geschäftsmannes" erwähnt wird und offenbar auch Zweifel an der fachlichen Kompetenz der Konstrukteure gehegt werden, sei an der Stelle mal die Frage gestellt:
Ist dieses Deck jemals von einem Probe gefahren worden ?
Die Fahreigenschaften !!! würden mich eigentlich mehr interessieren als die Frage ob es richtig ist oder nicht und wer ein Deck auf den Markt bringen "darf" und wer nicht.

pete
10.08.2009, 21:45
im suibtil negativen Zusammenhang
Du hast recht, das war kein guter Stil. Gewisse Ereignisse, die in den letzten Wochen hintenrum abliefen und hier eigentlich nicht hergehören, haben mich dazu hingerissen.
Aber um fachliche Kompetenz oder nicht ging es mir dabei nie. Für mich ist es wenn überhaupt, der Grund, warum man etwas macht.. da bin ich etwas verbohrt.

Wie auch immer.. Gründe für diesen Thread waren allerdings andere.
Z.B. wenn man noch übt, die Limits austestet und dabei viel crasht.. teure Carbonbretter mögen halt Leitplankenpfosten genauso wenig, wie günstige Holzbretter.

milzmilz
11.08.2009, 01:56
teure Carbonbretter mögen halt Leitplankenpfosten genauso wenig, wie günstige Holzbretter.

...oder menschliche knochen... [sorry für OT]

Der Kern
13.08.2009, 19:14
Lieber groftsnurw...
Warum frägst Du Dich eigentlich was ich brauch, oder was ich mir leisten kann, oder was gut für mich ist?!? ... Ich bin ich gerührt von deiner Fürsorge! Ohne Witz!

Ich fahre eine Saison Longboard ... falls dir das irgendwie weiterhilft...

Wenn alle so denken würden wie du es tutst ...
... dann hätten wohl Autos wie Porsche, Ferrarie, Lamborghini und Andere keine Daseinsberechtigung.
... dann bräuchte wohl keiner nen Wolkenkratzer bzw. ein Haus das mehr als 3 Zimmer hat.
... dann hätten wohl die kleinen, aber feinen Longboardschmieden in Deutschland nichts zu tun.
... dann würden alle mit Randal, Flashies und Multiplex fahren.

warum ist das dann nicht so?!?

Warum hab ich mir mein Deck so und nicht anders gekauft?
-POGO nette Leute, hier um die Ecke, haben mir z.B. netterweise einfach so 5 Cones geschenkt, Supergeiles Gefühl mit "Drop up" zu fahren...
-313 nette Leute, Pete und Verena waren mir supersympathisch in Berlin, Hab mich sofort in Zottels Invader verliebt, Schöne Form, Funktionell, Pete hat sofort gemeint, geil POGO und GOG, das grieg ich hin :D Hat mir innerhalb von einem oder zwei Tagen mein Deck gebaut, obwohl im Stress wegen Kosakov...
-G.O.G. Deutsche Firma, hab von Donald supernette Mails, Hilfe und Auskunft bekommen, BBR genau die Achse die Ich wollte, kombinierbar mit POGOs, mit sphärischem Lager...

Wie schon oft gesagt, ich brauch das nicht, aber mich machts glücklich auf sowas unterwegs zu sein :D Und ich find wichtig, dass ich weis, dass mein Geld an die richtigen Leute geht.

daniel5
13.08.2009, 21:20
also wenn es die leute glücklich macht sollen sie sich das ultra leicht carbon zeug kaufen
wenn man was damit wirklich machen kann noch besser.

wenn ich mal auf dem invader stehe und der besitzer nicht fahren kann scheiße ich ihn auch nicht zusammen warum er das teil gekauft hat.
da würde ich lieber auf meinen holz planken weiter fahren bis es sich lohnt ein carbon/dee-light/etc. board zu holen und dann damit richtig zu fahren.

also stört euch nicht was andere haben und geht fahren!
dann könnte es sich vll lohnen sich selbst so ein teil zuzulegen!

groftsnurw
14.08.2009, 09:46
iss ja gut:gnade:

vielleicht spreche ich auch einfach unbewusst aus neid:schulz:

wolke
17.08.2009, 18:17
Wenn alle so denken würden wie du es tutst ...

... dann bräuchte wohl keiner nen Wolkenkratzer

Ich liebe Wolkenkratzer.:git:

DonLleonn
17.08.2009, 20:12
zurück zum thema:
MacBook Pro 13"
muhahahahaha

beatfried
17.08.2009, 20:21
Mal abgsehen, dass das überhaupt nicht zum Thema passt... du bist nicht zufällig einer von denen die ihre Rollen waschen oder?


Zum Thema: Ich seh das immer so'n bisschen im vergleich zu anderen Sportarten, welche ich selber oder Kollegen von mir ausüben.

Wenn ich 1000-2000€ für Sportgeräte zum Longboarden ausgebe, habe ich die Créme de la Créme unter den Füssen und werde eine Zeit lang ausgesorgt haben (Obwohl mir das nicht in den Sinn käme, weil ich mich lieber immer auf neue Sachen freue, was, wenn ich das Ultimative Setup hätte, wohl nicht mehr so der Fall wäre..).

Wenn ich das gleiche Geld in die Hand nehme und mir damit ein Downhill Bike kaufen will, zerlege ich dieses in spätestens zwei Wochen weils einfach in der (longboardisch gesprochen..) Gecko-Klasse angesiedelt ist. Für das gleiche Traumsetup, welches ich als Longboarder für 1000-2000€ bekomme, zahle ich als Downhillbiker locker 10000-20000€.

Also ich denke nicht, dass ich irgendwie ein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich 10 Bretter und gleichviele Trucks und noch viel mehr Rollen rumliegen habe. Und ich finde es auch nicht verwerflich, wenn sich jemand der noch nicht allzulange fährt einen Invader & Maguns anschafft, solange dieser sich anschliessend damit nicht auf eine höhere Ebene stellt als die anderen welche mit Holzbrettern durch die gegend Rollen.