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Longboard Bau

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  • Longboard Bau

    Hallo allerseits,
    nachdem ich irgendwie den Narren an Longboards gefressen hatte (ich hab eins gesehen und MUSSTE so was haben), nach dem Anblick der Preise beschlossen hatte, selbst eins zu bauen, hab ich mich im Internet auf die Suche nach Informationen gemacht. Da ich hier alle Fragen posten konnte und auch sehr schnell Antworten erhalten habe, und außerdem in allen Möglichen Treads jede Info bekommen habe (waren es die Links oder die Tipps bis zu den Biegebalkenbetrachtungen), will ich Euch nun auch die Resultate präsentieren.
    Zunächst hab ich mir Trucks, Wheels, Lager, Spacer und Schrauben bestellt, dann erstmal Griptape gekauft, und dann nochmal neue Schrauben, weil die vom Skateshop so scheiße sind, dass ich die nicht einbauen werde. Dann hab ich mich im Baumarkt auf die Suche nach Polyurethan-Kleber gemacht, aber da gabs nur Kleber, der bei Biegung wohl brechen würde - also hab ich die schöne Toothless-Methode auf ein späteres Projekt verschoben und beschlossen, das für ein erstes Board (ich muss ja erst mal fahren lernen) Multiplex eigentlich vollkommen ausreichen sollte. Zumal ich hier an der Uni auch mit einem Longboarder gesprochen habe, der auch alles aus Multiplex macht, sehr zufrieden damit ist, und mich auch mal hat "probestehen" lassen - und in Sachen Flex hat mir das eigentlich auch schon gereicht. Da ich die Trucks sowieso nicht versenken werde, ist für mich die Überhöhung des Boards nicht notwendig, denn selbst wenn es nach unten durchbiegt ist immer noch genug Luft zum Boden. Dann noch Lack besorgt, und dann gings mit dem Bau los...

  • #2
    Tag 1

    Zuerst hab ich mal die Achsen komplett montiert. Ich hab mich für Seismic-Trucks entschieden - leider gibt es da wohl nur die teuren Alu-Trucks als 180er, da mir das zu teuer war, habe ich mit der 157er Plastik-Version vorlieb genommen. Das hab ich zusammen mit Spacern, Rollen und ABEC7 Lagern bei ebay in einer Auktion von nem Lagerversand für ca. 55€ inc. Versand bekommen. Dann habe ich mir mit 0,7 2B Bleistift (!) ein Shape auf Pergamentpapier aufgemalt (halb), dann gefaltet und übertragen, so das das komplette Shape auf der gleichen Seite des Papiers war, das Papier dann mit der Bleistiftseite nach unten auf das Brett gelegt und festgeklebt, und dann mit Kugelschreiber das Shape nochmal von der anderen Seite nachgemalt. Das hat den Vorteil, dass man somit gleich den Bleistift auf das Brett übertragen hat; also die korrekte Form auf dem Brett - ohne Schneiden, ohne Schablone - und somit ohne verrutschen. Von diesem Stadium gibt es Bilder:

    Leider konnte ich hier im Forum das letzte Bild nur verkleinert hochladen, weil es hier wohl eine Andere Beschränkung gibt als auf dem longboardz.de Server. Dort habe ich die Bilder aber auch hochgeladen - wie im upload-Thread beschrieben. Ich hoffe alle können die hier eingebunden sehen; bei mir funktionierts:







    Zuletzt geändert von hannes; 30.05.2006, 16:54.

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    • #3
      Tag 2

      Am nächsten Tag (die Shape hab ich um 2 Uhr nachts gemalt, da konnte ich nicht mehr sägen - zumindest nicht ohne Konsequenzen) hab ich dann das Brett gesägt und geschliffen. Erst maschinell, dann von Hand alles nachgearbeitet, damit alles schön glatt wird. Dann hab ich das Brett an eine Haltevorrichtung gehängt, dass es Senkrecht hing, und ich es mit einem Beamer anstrahlen konnte. Den hab ich mir dann noch schnell bei einer Firma, für die ich von Zeit zu Zeit arbeite, ausgeliehen. Das Brett hab ich dann mit dem Logo von Naked Music "bestrahlt", und meine Freundin hat das ganze dann mit nem Edding auf das Brett übertragen. Das hatte sie mir angeboten - und dann auch perfekt erledigt. Nachdem ich dann noch eine Haltevorrichtung aus Nägeln gebaut hatte, habe ich das Brett von beiden Seiten lackiert. Das mit den Nägeln stellt kein Problem dar, da ich zuerst die Oberseite gestrichen hab, und diese dann auf die Nagelköpfe gelegt hab, um die Unterseite zu streichen. Auf der Oberseite stören die Kleinen Nagel-Auflage-Punkte im fertigen Lack nämlich nicht, da dort ohnehin Griptape drüber kommt. Die langen Schrauben die auf den Bildern zu sehen sind, sind nur temporär drin, damit ich das Brett auch im noch feuchten Zustand transportieren und ablegen kann (zum ablegen einfach die Schrauben so weit reinschrauben, dass sie auf der unteren Seite weit genug rausstehen).

      Mit den Bildern gab es wieder das gleiche Problem wie eben; daher sind hier verkleinerte Versionen angehängt - die vorher hochgeladenen in "etwas größer" sind hier eingebunden:







      Zuletzt geändert von hannes; 30.05.2006, 16:56.

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      • #4
        Tag 5

        Nachdem ich die letzten 3 Tage mit Brett in die Sonne legen und Fönen (!) verbracht habe (der Lack war scheiße - die Trocknungszeit hatte nichts mit der auf der Dose abgedruckten zu tun; und ich war auch scheiße, denn auf dem Edding ist es noch langsamer getrocknet, und der Edding hat sich ein bisschen verzogen, wie man auf den Bildern von Tag 2 sieht), war es heute endlich so weit, dass ich es wieder abschleifen, die Bohrungen für die Trucks ansenken und ein weiteres mal Lackieren konnte. Davon gibts logischerweise keine Bilder, denn da sieht man nix. Jetzt muss es erst mal ne Woche liegen (für den Lack) - und ich bin auch eine Woche lang unterwegs, dann werde ich noch ein bisschen an den Spacern justieren (Unterlagsscheiben - da geht noch mehr), das Giptape drauf tun, alles zusammenschrauben, und dann kann ich Euch das Endresultat zeigen...

        Da ich im letzen Beitrag nur 4 Bilder einbinden konnte, gibt es das letzte jetzt hier:

        Zuletzt geändert von hannes; 30.05.2006, 16:57.

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        • #5
          boah, hannes sehr geil, ich finds immer bestens wenn jemand wirklich sorgfaeltig vorgeht.

          eine frage: was wiegt das deck? (ok, und was hats fuer rmasse?)

          ein tipp: deckfaser des holzes ist laengs des decks effizienter als quer. bei dem pruegel aber egal :D

          fahrbericht? bin gespannt!
          OLSON & HEKMATI
          asphaltinstrumente

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          • #6
            So, kurz ein paar news (und Antworten):

            Ich hab das Deck am Freitag abend fertiggestellt: und bin dann gleich mal fahren gegangen; und ich muss sagen: ich bin begeistert! Bilder gibts auch irgendwann, aber erst wenn ich mal wieder daheim bin und die Bilder von der Kamera holen kann (bin momentan unterwegs).

            Um die Fragen von btitz zu beantworten:
            Was das Deck wiegt weiß ich leider nicht (ich hab keine Waage); aber die Maße sind 120cmx24cm; 86cm Achsabstand; 78cm zwischen den inneren Bohrungen der Trucks (hab irgendwo gelesen, dass man das misst). Das mit der Längsbelastung von Holz ist mir auch bewusst, aber ich hab im Baumarkt vergessen zu erwähnen, dass ich die Maserung längs will, und dann wars zu spät und das Brett war gesägt. Im Endeffekt wars mir dann aber auch egal, denn es hat dermaßen viele Lagen, das es ohnehin reicht. Zum Fahrverhalten: Ich fahr jetzt seit 4 Tagen andauernd damit rum, und es ist richtig GEIL. Fahre oft mit meiner Schwester, die hat momentan ein ausgeliehenes Sector9, und meins ist besser (sehen wir beide zumindest so). Es ist VIEL ruhiger, lenkt leichter und exakter ein, vibriert weniger, hat etwas mehr Flex und ist deutlich schneller.

            Alles in allem bin ich sehr zufrieden und zeig Euch sobald möglich noch die Bilder vom fertigen Board.

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            • #7
              Wie hast du die nette Dame auf das Holz gebracht ?
              Schablone ? ?
              Downhill Skating Wien

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              • #8
                lol - wer lesen kann ist klar im vorteil...
                OLSON & HEKMATI
                asphaltinstrumente

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                • #9
                  So, jetzt noch die letzten Bilder:



                  Abschließend zum Bau kann ich sagen, dass der Lack doch nicht soooo scheiße war (hat nur ewig getrocknet). Was man auf dem Bild von der Unterseite vom Tail erahnen kann ist eine kleine Rolle aus dem Baumarkt, die nur verhindert, dass man das Board verkratzt, wenn man hinten zu fest aufs Tail tritt um das Board zu wenden oder irgendwo hochzuhieven.

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                  • #10
                    Muss ja mal sagen dieser Bau bericht ist ja mal echt klasse
                    musste mal was schreiben damit der nach vorn in die liste kommt
                    damit ich ihn wiederfinde wenn ich am dienstag mein board anfange zu bauen^^

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                    • #11
                      Wenn ich richtig gsehen habe fährst du vorne und hinten die Seismic Trucks, richtig? Wie fährt sichs so? Grundsätzlich wird ja eigentlich überall darüber gesprochen das man nur eine Seismic hinten montiert und vorne eine herkömmliche Achse wie... pff... ne Tracker oder sowas, nur als Beispiel. Annsonnsten allerliebst das Board:D.

                      L.O.T.B
                      L.O.T.B
                      Fun is not a straight line!

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                      • #12
                        @L.O.T.B

                        ich fahr die seismic auch vorne und hinten auf meinen pogo citycruiser 110. sind halt sehr wendig, nicht speedtauglich (vmax bei mir 40-50kmh) aber funktionieren in der city auch mit nem langen board. bin mit den achsen schon seit ca. 8 jahren unterwegs und recht zufrieden. sind nicht besonders stabil, man sollte auch regelmäßig schaun das der kingpin fest ist, den ich hab einen verloren und die achse war dann schrott (kunststoff reibt sich auf asphalt schnell ab). hab die achse allerdings vorne und hinten mit jeweil 5,5 gekeilt, damit wird sie etwas stabiler, bleibt aber immer noch pumpbar. da ich manchmal über den vorderen und manchmal über den hinteren fuss pumpe bin froh das ich vorne und hinten die achse hab. vorne ne mormale (nicht seismic) achse macht meiner meinung nach für anfänger sinn, ist leichter zu fahren weil man die gummies vorne zuknallen kann und leichter die balance halten kann.

                        hoffe das reicht dir als kurzer bericht.



                        lg stephan
                        Zuletzt geändert von stema; 16.03.2007, 16:24.
                        DLBV - Deutscher Longboard Verband

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                        • #13
                          Hey vielen dank für diese anleitung
                          dass das mit dem pauspapier echt abfärbt wenn mans andersrum legt wollt ich ja nicht glauben aber hab dass grad mal gemacht das geht echt spitze

                          muss jetzt auch nur noch sägen und lakieren ach ja und schleifen

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                          • #14
                            Hab grad auch ein Bild mit Edding auf die unterseite gemalt
                            aber dass Holz zieht den edding voll auf und verteil sich nach der Maserung darum sind jetzt die Ränder nen bisschen Fransig
                            Wär vieleicht besser gewesen erst ne schicht Klarlack dann das Bild und dann nochmal Klarlack

                            Naja schon was gelernt für wenn ich einmal fahren kann und mich ans nächste board ranmache^^

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                            • #15
                              @ hanzel:
                              hast du auch einen Baubericht gepostet? Würde mich sehr interessieren...

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