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Shortboard/Mini-Longboard zum Cruisen auf langen Strecken - Fahrbericht

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  • Shortboard/Mini-Longboard zum Cruisen auf langen Strecken - Fahrbericht

    Mit vielen Ideen und der Unterstützung dieses Forums habe ich mir ein eigenes
    Shortboard-Setup zusammengestellt.
    Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Longboa...ard)#Varianten

    Setup:

    Das Deck:

    Element Deck Evan Twig Chromatics 7.625x30.25 Concave: Medium

    Das Griptape:
    TITUS Anti-Bubble-Logo, clear

    Die Riserpads:
    Dooks Wheel Bite Repellent Riser Pads by Shorty's (3/8")
    Gunmetal Low Profile Keile 3º
    (beide Keile in Fahrtrichtung, mit Kunstoffkleber fest mit den Dooks verbunden)

    Die Lenkgummis:

    Top-Bushings: Independent 96A Low Hard Lenkgummi (schwarz)
    Bottom-Bushings: Riptide 93A WFB Cone Lenkgummi (rot)

    Die Achsen:
    Mini-Logo 7.625" (Hersteller: Powell Peralta)

    Die Rollen:
    Powell Peralta ATF 66mm 78A Wheel Green

    Die Kugellager:
    Secor 9 Black Ball Ceramic Speed Bearings

    Die Spacer:
    DTC Wheels Precision 8mm x 10mm Spacer 4er Pack (silver)

    Touren (Beispiele):
    Haßloch - Neustadt
    Neustadt - Landau
    Heidelberg - Neustadt
    Osterode - Katlenburg

    Länge der Touren also zwischen 10 bis 50 km.

    Tagesgebrauch:
    Da ich mit der S-Bahn zur Arbeit fahre, verbinde ich bei Lust und Laune die Wege zur S-Bahn und Arbeit
    mit dem Fahren des Shortboards. Damit dies in der Firma nicht so auffällig ist (und auch die Kleidung sauber
    bleibt) verwende ich diese Skateboardtasche. Das Motiv ist Bürotauglich, die Tasche lässt sich gut unter dem
    Schreibtisch verstauen. Manche Kollegen fragen ob ich Tennis spiele ;-). Trotz der relativ großen Rollen lässt
    sich das Deck fantastisch verstauen und sitzt im Inneren rutschfest.

    Fahrstil:
    Gemütliches Cruisen. Kein Sliden, kein Freeride, kein Downhill.

    Fahrbericht:
    Rollen, Rollen, Rollen :-)
    Auf Bürgersteigen und Radwegen kann ich mit minimalem Pushen vor mich hinrollen.
    Asphaltsurfen :-) - Dennoch immer eine Stufe rauer/härter als das Surfgefühl mit einem Longboard.

    Die Kugellager sind sehr fahrruhig,
    ebenso wie die Rollen.

    Die Rollen haben einen sehr, sehr angenehmen Grip.
    Ich habe andere Rollen versucht (Tunnel Tarantula Tarantualla 70mm/75a und Mindless Nimballs 83A),
    aber während die Mindless zu hart waren und die Tunnel sich wie Kaugummi anfühlen, habe ich mit den
    Powell Peralta Rollen welche weich genug sind um auch weniger schöne Wege fahren zu können und dennoch
    hart genug sind für eine, subjektiv empfundene, höhere Geschwindigkeit.


    Das Mini-Longboard ist nicht zu hoch. Ich mache also, obwohl ich recht klein bin,
    keine "Kniebeugen" ;-). Auch oben genannte Strecken haben keine negativen
    Erfahrungen wie Schmerzen in den Knien oder den Füßen mit sich gebracht.

    Flache abgerundete Bordsteinkante können gefahren werden.

    Die Kugellager lassen sich sehr gut reinigen. Ich verwende ein Öl (aus einem Inline-Shop, ist dort günstiger als Öl aus Skateshops) und
    eine Reinigungsflüßigkeit aus einem Inline-Shop. Auch wenn es Hybridkugellager sind (Kugeln sind aus gehärtetem Keramik), haben die bisher
    allen "Belastungen" standgehalten (Pflastersteine, "unruhiger" Asphalt, usw.).
    Bei guter Pflege werde ich diese vermutlich noch das ganze Jahr fahren können.

    Mit Lenkgummis und Achsen musste ich viel experementieren.
    Einige Achsen waren zu klein um die gewünschten Lenkgummis einzusetzen, die Indy's-Achsen haben zu schnell zu "Speedwhobbels" geführt, andere Achsen waren zu hoch.

    Die Minilogo sind optimal: Für die Bottom-Bushings haben die Achsen so eine Art "abgesenktes Becken", so dass sich
    Longboard-Bushings einsetzen ließen. Als Top-Bushings habe ich sehr flache Lenkgummis eingesetzt. Die Kombination fährt sich sehr, sehr gut: Bei abfälligen, asphaltierten, Feldwegen lassen sich
    Kurven gut fahren. Also für mein Gewicht und mein subjektives Fahrempfinden eine gute Mischung aus Lenkfähigkeit und Sicherheit.

    Ich bin mit dem Umbau glücklich und habe schöne Touren erlebt :-).
    Dennoch gibt es ganz klar Nachteile zu einem Longboard:
    Ich muss mich während der Fahrten sehr konzentrieren.
    Während ein Longboard neben mir über kleine Kiesel und Zweig(chen) fahren kann, muss ich hier bereits ausweichen.
    Größere Kieselsteine führen bei entsprechenden Tempo nicht wie bei Longboards zu einem Rumpeln oder einer kleinen Schleifspur vom Steinchen, sondern werfen einen einfach ab.
    Die Kürze des Decks verzeiht keine Fehler: Während das Longboard neben mir herfährt und bei unebenem Boden noch recht ruhig fährt, rumpelt das Skateboard bereits und erfordert entsprechenden Körpereinsatz.
    Ab einer bestimmten Geschwindigkeit ist immer "Ende im Gelände" :-) -- denn dann fährt das kleine Ding bereits so unruhig das es kein Genuß mehr ist.
    Sandschichten die von Wind auf den Weg getragen werden führt zu verrutschen, auch dies hat das Longboard welches neben mir fuhr nicht aus der Ruhe gebracht.

    Ich freue mich auf dem Sommer, und spare (nachdem ich nun wochenlang festgestellt habe wie schön Boarden auf langen Strecken ist) auf ein Longboard :-).
    Für den Weg zur S-Bahn/Arbeit, kurze Wegstrecken und Stadt nutze ich mein Miniboard dann natürlich weiter. Aber auf den Tages-Touren will ich dann doch in den Genuß eines langen Brettes kommen ;-)

  • roov
    antwortet
    AW: Shortboard/Mini-Longboard zum Cruisen auf langen Strecken - Fahrbericht

    Du Glückspilz, meine Mini Logos sind scheiße gewesen:'( Von den ersten beiden löste sich der Kingpin schon nach paar Fahrten (Knacken und naja... Unsauberes Lenken irgendwie) und auch nachdem ich ihn wieder reingeschlagen habe immer wieder, bei den beiden Ersatz Trucks die ich geschickt bekommen habe ebenso. Liegen jetzt bei TITUS in der Reklamation, hoffe das klappt... Wurden zwar manchmal bißchen härter gecarvt, aber sowohl Indys als auch Bear Polars hat das nie was ausgemacht:/
    Probier mal Bones Hardcore Bushings!

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