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Caliber 44 Review

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  • Caliber 44 Review

    heute gibts erstmal ein paar nackte fakten und erste eindrücke.
    sobald ich dazu gekommen bin, die achse ordentlich zu fahren, kommt ein ausführliches review.

    caliber 44:
    hangerbreite: 185mm
    baseplatewinkel: 44°
    geometrie: kein rake (wie crails)
    die achse kommt mit 2 blood red orange barrel bushings in medium (wohl um die 89a), 2 großen cupwashern, grade-8 kingpins und schönen,fetten speedringen.

    außerdem gibt es die achse noch als 50° variante in 2 hangerbreiten (185mm und 165mm)


    verarbeitung:
    große klasse! massive ausführung, sauberer guss. die oberflächen mögen etwas grober sein als z.b bei einer bear, das augenmerk wurde allerdings auf die wesentlichen punkte gelegt.
    abgedrehte hangerenden, ein wirklich runder pivot, keine überstehenden grate, ein hervorragend sitzender pivotcup. der kingpin sitzt sauber und spack in seinem loch. dazu die geradesten achsstifte die mir je bei einer gussachse untergekommen sind. als ob das nicht genug wäre, haben diese echte 8mm (!) der unterscheid zu bspw. randal-achsstiften ist enorm. sauber sitzende lager, kein gewackel, so muss das sein.


    erste eindrücke, erwähnenswertes:
    die bushingsitze haben eine kleine stufe und vertragen alle gängigen bushingformen inkl. eliminators. sie wirken etwas restriktiver als bei randals, bauen aber lange nicht so hoch auf wie bei den paris.
    durch die aufgräumte baseplate (kein überstehender pivotcup) und den fehlenden rake verkürzen die calibers die wheelbase entscheidend. im vergleich zu 42° randals bestimmt 1cm pro achse (geschätzt, nicht gemessen).
    die achse baut ca. 1-2mm höher als 42° randals (siehe foto).
    die bushings fühlen sich auf den ersten metern sehr interessant an. gleichmäßiges eintauchen mit einem (exponential?) zunehmenden rückstellvermögen. irgendwie eine abgefahrene mischung aus venom shr und khiro. mal sehen was die feldversuche ergeben.
    insgesamt fällt die gefühlte präzision der achse auf. jedes detail stimmt. allein den hanger aus dem pivotcup zu bekommen braucht richtig kraft und fühlt sich an wie bei einer echten präzisionsachse à la kahalani. kein detail schein außer acht gelassen worden zu sein und die dimensionierung der bauteile strahlt vertauen aus. auf jeden fall eine beeindruckende vorstellung.


    fahreindrücke, performance:

    part1:
    alles klar. ich denk, ich kann inzwischen ein paar mehr eindrücke mit euch teilen.

    im ersten moment, in dem man die achsen etwas schneller fährt kommen sie einem etwas twitchy vor. das liegt aber am mould realese auf den bushings.
    sobald das kein thema mehr ist (abschmirgeln oder solange fahren bis es weg ist) kann man sich einen etwas besseren eindruck von den bushings verschaffen.
    die medium blood red oranges sind jeden fall interessant. äußerst stabil mit linearem eintauchen und sauberem rebound direkt von der mitte weg. ziemlich hart allerdings. für meine ansrühche zumindest (~75kg). dazu aber später mehr.

    die achse ist allein von ihrer geometrie für ein sehr kontrolliertes einlenken konstruiert. anders als das abtauchen einer achse mit rake zum beispiel.
    das macht sich im fahrgefühl deutlich bemerkbar. immer kontrolliert, immer vorhersehbar. man fühlt sich sehr wohl.
    gripverlust kündigt sich rechtzeitig und gut beherrschbar an.
    der slide zeigt eine andere charakteristik als paris oder randal. das liegt einerseits an der bauart der achse als auch an ihrem präziesen achsstift.
    slides kommen mehr wie bei einer präzissionsachse. schärferer grenzbereich und dann stärker verzögernd aber trotzdem beherrschbar.
    die umgewöhnung von 42° randals hat sich zu anfang schon bemerkbar gemacht. die caliber braucht mehr aufmerksamkeit belohnt aber mit ihrem fahrverhalten.

    irgendwann war mir die bushingcombo aber zu hart. je besser ich die achse kennengelernt habe, desto mehr leben und wendigkeit habe ich mir gewünscht.
    dabei bin ich aber schnell an die grenzen der blood red orange bushings gestoßen.
    nach beratung mit luki wurde unter den stock-barrels (top), bottom jeweils ein venom shr eliminator (vorne 86a, hinten 88a) verbaut.
    niiiiiice! wendig, stabil, geschmeidig. kann ich nur empfehlen.

    erstes fazit:
    für mich auf jeden fall eine entdeckung. eine gefühlt ziemlich perfekte mischung aus randal/paris und gog/kahalani.


    part 2:

    die ersten eindrücke haben sich nach einigen sessions definitiv bestätigt. auch die anderen o&h teamrider sind inzwischen auf den 44° calibers unterwegs und durchweg begeistert. die achse funktioniert topmount mit relativ kurzen wheelbases des dh93 einfach vedammt gut.
    alex hat gestern eine sache hervorgehoben: die gutmütigkeit der achse. selbst unbedachte bewegungen, die auf einer paris zu heftigem aufschaukeln geführt hätten, quittiert die caliber mit 2 kleinen sauberen kurven um dann flugs auf die gewollte linie zurückzukehren.
    und die liegt immer genau da, wo man hin will. die lenkpräzision ist purer zucker.

    kleine anmerkung noch zu den bushings: ich bin inzwischen wieder zu den stockbushings zurückgekehrt. die shr eliminator-kombi ist in der mitte super lebhaft und auch stabil, schränkt aber den lean doch etwas zu sehr ein was auf den bushingsitz zurückzuführen ist. mit stockbushings mit flatwashern oben und unten ist die achse bei meinen 75kg genau da wo ich sie haben will.
    wer etwas mehr auf die waage bringt wird mit cupwasher unten und flatwasher oben glücklich.

    zweites fazit:
    unglaublich, was die macher da für ein paket geschnürt haben. eine großartige achse, die bomben stockbushings an bord hat und mit wenigen, minimalen tweaks auf so gut wie jeden rider angepasst werden kann.


    und hier der obligatorische skate-pr0n:









    (caliber 44 vs. randal 42°)
    Zuletzt geändert von norwood; 07.04.2011, 12:22.
    meh.

  • #2
    AW: caliber 44 review

    Hallo,

    wieviel Gramm bringt eine Achse auf die Waage?
    Ich sehe, dass ein Wechseln des Pivotcups recht knifflig werden könnte durch ein fehlendes Löchli an der Außenseite der Baseplate. Nachteil?
    Hast Du den Kingpin ausgebaut oder liegt er von Hause aus extra dabei?
    Dein Einsatzgebiet für die Achsen geht eher in Richtung Downhill oder auch carven etc?

    PS: Es wäre ganz wunderbar, wenn Du die Achsen unter ein topmount ohne cutouts montieren und ein Foto von der Achse im eingelenkten Zustand machen könntest!
    Danke!
    PPS: DaDavids Wunsch habe ich auch (Fotos von montierten Rollen auf der Achse)!
    Zuletzt geändert von frischluft; 17.03.2011, 10:54.

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    • #3
      AW: caliber 44 review

      hi hannes,
      magst du mal n bild machen wenn role aufm hanger und mutter angezogen, wieviel der achsstift über die mutter raussteht?
      Danke!
      Einfach nur, weil ich 'n fieser Sack bin.

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      • #4
        AW: caliber 44 review

        achse wiegen? etwas schwerer als ne randal aber leichter als ne magun. ;)

        der pivotcup ist wohl ähnlich schwer zu wechseln wie bei ner paris. knifflig aber nicht unmöglich. allerdings macht das material einen besseren, zäheren eindruck.

        das mit demn foto unter nem topmount mach ich nicht, sorry. das sagt nichts über die achse aus. kommt immer auf rolle, bushingsetup, boardbreite und concave an.
        diese ganze wheelbitediskussion abhängig von der achse ist doch wirklich überflüssig, grad bei ner downhillachse.
        auf meinem o&h dh wirds bei mir mit wenig angezogenen bushings knapp, jemand der 15kg mehr auf den rippen hat kriegts bestimmt zum beißen.

        mit montierter rolle steht der achsstift noch ein gutes stück über die mutter, geschätzte 4-5mm. nicht zu vergleichen mit dem gerade-mal-so der paris. wer möchte, kann also noch spacern, läuft aber gefahr, dass das äußere lager dann auf dem gewinde sitzt. dann ist auch der schöne 8mm achsstift für die katz.
        meh.

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        • #5
          AW: caliber 44 review

          ging mir nicht um spacern, sondern tatsächlich über das "kagge is das knapp, da bekommt die mutter mal warum auch immer ne halbe umdrehung und dir geht die Rolle flöten paris"
          Einfach nur, weil ich 'n fieser Sack bin.

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          • #6
            AW: caliber 44 review

            Und mir ging's eher um den Einschlagwinkel.
            Anyway. Viel Spaß damit.

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            • #7
              AW: caliber 44 review

              44°. ohne rake. mehr als ne 42° randal, weniger als ne 50° randal, ungefähr wie ne kaha, nur dass der bushingsitz nicht ganz so restriktiv ist.
              Ehrlichkeit statt schmackhafter Augenwischerei.

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              • #8
                AW: caliber 44 review


                fahreindrücke, performance:
                coming soon...
                wann gehts weiter?
                Wenn Dir jemand sagt: "Die Zeit heilt alle Wunden..." - dann hau ihm kräftig auf die Fresse und antworte: "Ist gleich wieder gut..."

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                • #9
                  AW: caliber 44 review

                  heute erste session drauf gehabt, will aber noch mehr eindrücke sammeln bevor ich ne ausführliche review schreib. denk nach dem wochenende gibt's mehr.
                  meh.

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                  • #10
                    AW: caliber 44 review

                    Kannst du schon so ein, zwei Wörter zu den Bushings verlieren(, derren Werbung mich mit großen Ekel erfüllen)?
                    Ständig verwechselt man mich mit einen Herren namens "Hurren Sonn". Wer mag das sein?

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                    • #11
                      AW: caliber 44 review

                      die bushings fühlen sich sehr interessant an. hab sie erstmal drin gelassen, nur den oberen cupwasher durch eine flatwahser ersetzt.
                      schöne stabilität in der mittellage, tauchen bei belastung aber sehr gleichmäßig ein. im rückstellverhalten sind sie etwas weniger giftig als die standard venoms.
                      hab bisher nicht das bedürfnis irgendwas am bushingsetup zu ändern.
                      meh.

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                      • #12
                        AW: caliber 44 review

                        @norwood Brauchst du auch glaub ich nicht. Hab ne Kiste mit Venoms mitgenommen und wirklich alles ausprobiert und nichts gefunden, was gleichzeitig soviel Spaß & Stabilität bietet wie die Stockbushings. Sind echt der Hammer. Ein bisschen mehr Rebound als normale Venoms und machen auch minimal Früher zu, aber dafür sind sie um einiges kontrollierbarer. Fazit: ich lass meine auch drin!
                        https://www.facebook.com/bilanderboards

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                        • #13
                          AW: caliber 44 review

                          ich überleg mir auch die calibers zu holen, vorrangig fürs freeriden, bisschen zum downhillen, alles topmount!
                          die frage ist nur, 50/50, 50/44 oder 44/44?
                          bringt flippen hier was? weil ich das auf ner seite gelesen hab, allerdings wenn kein rake?

                          grüße

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                          • #14
                            AW: caliber 44 review

                            hey jonas,

                            flippen bringt nix - für freeriden holst dir am besten die 50° - hab ich selber, einfach den cone mit nem barrel in medium härte austauschen und los gehts.

                            fahr sie so lose wie möglich und dennoch mega lean und stabilität so bis ca. 45kmh - schneller war ich derzeit noch ned - weil viel am sliden :)
                            ROOTlongboards - GOoutandSHRED

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                            • #15
                              AW: caliber 44 review

                              ok, soll halt ein brett werden mit dem ich auch noch richtig heizen kann, aber dann tu ich einfach hinten andere bushings rein.
                              geplant waren sowieso venoms!
                              die caliber könnt ihr mir ja bereithalten bis ich demnächst runterkomm! :)

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