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Rollenspiele - wie wichrig ist die Größe wirklich?

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  • Rollenspiele - wie wichrig ist die Größe wirklich?

    Neulich atten wir im Forum mal die Frage, worin der Unterschied zwischen einer Abec11 Rolle der Größe 76mm oder 85mm ist. Hier mal eine etwas wissenschaftlichere Herangehensweise:

    Tja, der Unterschied zwischen ein- und derselben Rolle unterschiedlicher Größe ist tatsächlich einfach mal die Größe. Das hat weitreichende Auswirkungen:




    KLEINE RÄDER:
    Schlechter Geradeauslauf, gute Wendigkeit: Die Drehimpulserhaltung bewirkt die Fahrstabilität. Kleine Räder haben nur einen geringen Drehimpuls, weil erstens die Masse näher am Drehpunkt ist und zweitens die Masse geringer ist (ein kleines Rad ist leichter als ein großes), auch wenn sich das Rad schneller als ein großes Rad dreht. Andererseits ist diese Wendigkeit gerade in der Stadt nicht schlecht.
    Physikalisch: Für den Drehimpuls gilt: L = I * w = r^2 * m * w (I: Trägheitsmoment, I = r^2 * m für eine Punktmasse; r = Entfernung zum Drehpunkt, m = Masse; w = Winkelgeschwindigkeit), d.h. die geringe Entfernung zum Drehpunkt geht quadratisch ein, die geringe Masse geht linear ein, und diese beiden Effekte sind deutlich stärker als die höhere Winkelgeschwindigkeit, die den Drehimpuls nur linear beeinflusst.


    Hohe Beschleunigung: Ergibt sich auch aus dem geringen Drehimpuls/Trägheitsmoment. Wo wenig Energie in den Aufbau von Rotationsenergie gesteckt werden muss (Rotationsenergie = I * w^2 = L * w, also direkt proportional zum Drehimpuls/Trägheitsmoment), bleibt mehr Energie zur (linearen) Beschleunigung. Das bedeutet: Wenn die Ampel grün wird, hängt man alle anderen ab.


    Problematisch an Bergen: Weil die Räder eine geringere Rotationsenergie haben, bleiben sie schneller stehen. Man kann also in hügeligem Gelände nicht einfach dahinrollen, bergab Schwung holen und damit wieder ein ganzes Stück bergauf rollen, sondern man hat bei gleicher Geschwindigkeit wesentlich weniger Schwung. Dieser dauernde Wechsel zwischen schneller und müheloser Bergabfahrt und anstrengender Bergauffahrt ist anstrengender als mit einer großen Rolle (mit der beschleunigt man bergab nicht so sehr und wird dafür bergauf nicht so schnell langsamer).


    Unrundere Fahrweise: Ergibt sich ebenfalls aus dem geringen Trägheitsmoment der Räder.

    Größere Empfindlichkeit bei Bodenunebenheiten: Bei kleinen Rädern ist wegen der stärkeren Krümmung der Lauffläche der Winkel, den die Verbindungslinie zwischen der Bodenunebenheit und Auflagepunkt des Rades auf dem Boden mit der Straße einschließt, größer als bei einem größeren Rad, man fährt also gewissermaßen steiler auf die Unebenheiten drauf bzw. steiler in Schlaglöcher hinein. Außerdem sinken kleine Räder in kleinen Schlaglöchern tiefer ein. Andererseits ist bei kleineren Rädern mehr Platz übrig, eine Federung einzubauen.


    Stärkere Abnutzung: Rollen verschleißen schneller, weil sie eine kleinere Fläche haben, die Belastungen verteilen sich also auf weniger Material (für die gleiche Strecke muss sich ein kleines Rad viel öfter drehen). Und z.B. auch bei einer langen, steilen Abfahrt erhitzen sich die rollen beim Bremsen schneller.


    Weitere Besonderheiten: Kleine Räder bremsen bei Nässe besser, weil das Wasser schneller von den Laufflächen entfernt wird (die Fläche, die nass wird, ist kleiner).


    Prof. Dr. Robso med dent jur.
    (nee nee, ist von anderen schlauen seiten zusammengeklaut.)
    Verpasse NIEMALS einen meiner Posts, sag ich Dir!

  • #2
    Ah, Erleuchtung! :-D
    Hört sich schlau und logisch an. Sehr gut, das mal alles zusammenzustellen.
    Dein hilfreicher Beitrag wäre doch bestimmt auch im LongboardWiki gut aufgehoben, oder? - http://relet.net/longboardwiki -

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    • #3
      Re: Rollenspiele - wie wichrig ist die Größe wirklich?

      Zitat von robso
      Größere Empfindlichkeit bei Bodenunebenheiten: Bei kleinen Rädern ist wegen der stärkeren Krümmung der Lauffläche der Winkel, den die Verbindungslinie zwischen der Bodenunebenheit und Auflagepunkt des Rades auf dem Boden mit der Straße einschließt, größer als bei einem größeren Rad, man fährt also gewissermaßen steiler auf die Unebenheiten drauf bzw. steiler in Schlaglöcher hinein. Außerdem sinken kleine Räder in kleinen Schlaglöchern tiefer ein. Andererseits ist bei kleineren Rädern mehr Platz übrig, eine Federung einzubauen.

      ... deswegen sind zum Deathrace auch viele mit großen Rollen gefahren oder sie haben sich gegenseitig den Tipp gegeben die großen Rollen aufzuziehen (wegen den Wobbels).
      Das leuchtet mir durch deine Erklärung jetzt noch besser ein.
      Die Strecke war ja nur so mit Unebenheiten gespickt, vor allem die Todeskruve und das kurze Stück danach! Also um so wenig wie möglich Virbrationen zu haben, damit man nicht ins wobbeln kommt. Das kann man dann sozusagen durch größere Rollen vermeiden?!

      Das hat aber auch gerattert.

      Raff :-D

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      • #4
        Deathrace 2006 werd ich mit meinen 101 Rollen bestreiten
        Downhill Skating Wien

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        • #5
          Tu das! Vielleicht besorg ich mir mal 97er oder so!
          Aber erstmla ne Rolle die auf nasser Straße einigermaßen Grip hat!

          Raff :-D

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          • #6
            was aber ein nicht zu underschätzenden einfluss hat ist die härte des Wheels und noch viel wichtiger das Gewicht des Fahrers.

            ein leichter fahrer wird mit einem 80mm wheel mehr freude haben als mit einem 85mm die grösse aleine ist nicht ausschlaggebend aber doch nicht zu unterschätzen.

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            • #7
              Auf Zusammenhang musst du genauer eingehen !
              Das interessiert mich
              Downhill Skating Wien

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              • #8
                Ich werde jetzt von meinen eigenen erfahrungen und solche die ich mit meinen Freunden aus der Schweitz berichten (ohne gewähr da es immer wieder ANTI fahrer gibt)

                bei den Downhills in diesem Jahr konnte ich die Erfahrung machen das
                1. Krypto`s schmelzen
                2. eine kleine rolle bei Technischen Strecken nicht nur schneller sondern heufig besser zu kontrolieren sind im turn.

                Wheels schmelzen logischerweise dann wen das Lager zu heiss wird.
                was bei schweren Fahrer viel häufiger ist als bei einem Fahrer der leicht ist und das trifft auch auf die abnutzung der Rollen zu.

                ein kleines Beispiel: ich habe dieses Jahr mit dem gleichen Satz Krypto 80mm warscheinlich über 400km gemacht und kann es immer noch fahren, ja ich bin damit sogar noch Chamrousse und Bukolik gefahren und fahr es immer noch. mein Teamkollege ist 25kilo schwerer und hat das gleiche krypto schon nach 2 Tagen zu Schrott gefahren. ich habe ohne Ausrüstung gerade mal 63kg

                hätte mein Kamerad ein 85mm gewählt hätte es länger gelebt.
                wiso ist das wohl so?
                die einfache antwort ist je schwerer der Fahrer desto grösser die Reibung die beim Turn einleiten und Driften entsteht.
                je kleiner das Wheel desto mehr abnutzung hast du auch wieder.
                grosse Wheels haben dafür mehr Fleisch

                das ist vieleicht nicht die Antwort die du suchst aber ich Hoffe doch das ich euch ein wenig helfen konnte.

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                • #9
                  Diese extrem unterschiedliche Abnutzung kann aber auch von unterschiedlicher Fahrtechnik kommen.

                  Das Gewicht macht sicher einen Unterschied
                  Aber ich kann mir nicht vorstellen das er so extrem ist.
                  Downhill Skating Wien

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                  • #10
                    Mit dem Fahrstill hast du sicher recht.doch wen du schlechten Asphalt hast und dazu noch ein Fahrer der mit der Ausrüstung über 95Kg. auf die Waage bringt und bis über 80km/h fährt dann hast du im Turn sicher über 200kg. die auf die Wheels und die Achsen wirken. das sind vielecht nur ein Paar wenige Sekunden aber doch wirkt für ein kurzen Augenblick sehr viel unterschiedlichev kraft aud die Wheels.wie wird es wohl sein wen du dazu noch Driftest oder Slidest.

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                    • #11
                      was soll ich dann nur machen ich wieg ja ohne ausrüstung schon knapp 100kg...!??!?!?!?!? :cry:

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                      • #12
                        Kann sein bei 80 kmh und 100kg kommt einiges an Kräften zusammen.
                        Downhill Skating Wien

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                        • #13
                          Immer schön deine Kugellager reinigen.
                          Wheels mit viel Fleisch wen du nicht gerade eine Technische strecke fährst.oder anders gesagt dein Wheel verbrauch wird leider immer sehr gross sein. bedenke aber das schwer sein auch viele vorteile mit sich bringt im longboarden

                          breite Achsen um das Gewicht besser zu verteilen
                          180mm Randal auf 35grad DH Base platte,Jim z 200mm,Magun 200mm

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                          • #14
                            Ich überlege schon einige Zeit mir eine DH Base platte zu kaufen.
                            (für die oben genannte Achse)
                            Kann mich aber nicht entscheiden
                            Downhill Skating Wien

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                            • #15
                              kleine zwischenfrage... ...wofür brauch man solche "baseplates"..??

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