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Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz ?

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  • Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz ?

    Hallo Bastler und Laminier-Experten,

    ich möchte mir eine Bremse für ein Kebbek Jimz bauen.
    ..habe die pro+contra-Diskussionen verfolgt... und entscheide mich Old man dafür..

    Da ich nur 5,8cm Bodenfreiheit habe, scheidet die kommerzielle Lösung von Pogo aus, die ich zwar sehr gelungen finde, dennoch möchte ich was flacheres konstruieren, das um die 2cm liegt...

    Ich suche ein Material, das ich in der gewünschten Form (grün) verbauen kann, sodass es flexibel/elastisch und zugleich bruchfest ist! Was es aushalten muss, habe ich versucht in dem folgendem Bild darzustellen:




    Die Bremse sollte die hervorgehobene Form in Abb.3 haben, mit den Maßen 50x6cm, die Dicke (ca.0,3-0,6cm) weiß ich nicht, daher dieser Post

    Bei der Suche, welches Material sich dafür eignen würde, bin ich auf
    - Laminieren von Glas- und Kohlefaser mit Epoxidharzen
    gestoßen.. z.B. die im Forum genannte Methode: "aushärten lassen an der freien Luft - kein Pressen, kein Vakuum."

    Wer weiß Rat, mit welchen Materialien und in welcher Dicke, ich die gewünschte Form (grün markiert) in den gewünschten Maßen bauen kann, sodass die Eigenschaften der Bremse "weich & zurückfedernd" sind?
    (meine Vorgehensweise wäre, einfach ein paar Lagen Glasfasern so ca. 3-4m zu laminieren und dann testen, wie biegsam es ist und dann evtl. noch ein paar Lagen draufsetzen...)
    Weiß jemand eine bessere/professionellere Vorgehensweise bzw. kann mir Tipps zu Material und Aufbau geben? :git:


    Danke schonmal und Grüße
    der bremsende hyperbernd :kickflip:

  • #2
    AW: Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz

    Hallo Hyperbernd,

    stehe jetzt aktuelle vor dem selben Problem. Leider hat wohl niemand dazu eine Idee gehabt. Hast du denn mittlerweile etwas erreicht ?

    Kommentar


    • #3
      AW: Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz

      Hallo,

      ich habe eine solche Bremse noch nicht gebaut, mir würden aber spontan 2 Möglichkeiten einfallen:

      1. Die schon genannte mit der Feder, dabei sollte die Feder ca. 3-4 mm dick sein (pimaldaumen), aus Kohlefaser UD Lagen, Deckschicht jeweils mindestens 1 Lage Köper 45° außen, damit die UD Lagen geschützt sind. Macht man nur UD Lagen, dann hält gegen Scherung nur das Epoxy, bei einer Lage um 45° ist das ganze schon etwas gesicherter und auch gegen Torsion geschützter. Wichtig hierbei ist die Einspannung, ich würde keine 4 Schrauben nehmen, sondern einen kleinen Blechstreifen mit 2 Bohrungen nutzen, die Feder zwischen den Blechstreifen und dem Deck einklemmen, also keine Bohrungen durch die Feder. An der Einspannung liegt das maximale Moment an, da sollte man keine Sollbruchstellen durch die Schrauben erzeugen. Ich würde die Feder nur als Platte laminieren, und wenn du zwei solcher Blechstreifen verwendest, könntest du zwischen diesen Verbindern ein Abstandshalter einbauen und damit die Feder vorspannen, z.B. ein Stück Stahldraht von 1mm Durchmesser. Die Verbindung am Federende dabei voll anziehen und mit der zwischen Stopper und dem Abstandshalter kannst du die Vorspannung einstellen. Ähnliches wird auch beim Schweitzertaschenmesser verwendet.

      Ich würde die Feder sehr wohl Vakuumpressen und darauf achten, dass das Harz evakuiert wurde vor dem Laminieren, sodass möglichst wenig Luft in der Feder ist. Jede Luftblase ist Startpunkt eines Risses und die können fatal wirken. Ich habe vor kurzem eine Sprinterfeder für Paralympicteilnehmer laminiert, in einem Praktikum, und da wurde auf Vermeidung von Luftblasen extrem Wert gelegt. Einzelne Schichten sollen sich ja auch unter keinen Umständen delaminieren oder durch Luftblasen dürfen keine Risse entstehen können. Vielleicht hat jemand aber auch andere Erfahrungen gemacht. Ich würde es aber mit Vakuum machen. Nur kein Abreißgewebe in der Deckschicht, wegen der Rauigkeit, evtl auch wieder Startpunkte für Risse!

      2. Die einfacher Lösung wäre du machst bei deinem Stoperfußtaster eine Druckfeder zwischen Deckoberseite und dem Tasterkopf. Einfach eine Mutter auf der Feder bzw. dem Stoper anbringen und durch das Brett mit einer Schraube verbinden, Kopf ist oben beim Fuß und dient z.B. Als Druckknopf. Durch unterschiedliche Federn kannst du Kraftaufbringung steuern. Ich würde mit einer Personenwage mal testen wie viel Kraft für dich angenehm ist, vermute aber 15-20kg werden das schon bei einem 80kg Mann sein, wären dann 150-200N und Federweg ca. 15mm (pimaldaumen), müsste dann eine 25-30mm Feder sein. Wenn du ein Blech auf die Deckstraßenseite Anschraubst, könntest du die Feder auch noch um die Deckdicke versenken. Gibt dazu sicherlich einige Lösungen die man sich überlegen kann.

      In meinen Augen aber die beste Möglichkeit, da die Kraft sehr schwer einschätzbar ist und so frei veränderbar. Die Längsfeder würde ich auch Laminieren aber nur ca 1-2 mm, kann dann auch Glas sein. Wahrscheinlich ist sehr schwer die Feder für die Möglichkeit 1. vorab richtig auszulegen ohne Berechnung, die Hebellänge ist halt schon ordentlich, da brauchst du einen hohen Widerstand.

      Viele Grüße
      Das sechste Element

      P.S. Ich glaube ich bin eher ein Freund von der Fußbremse und voraus schauendem Fahren, daher werde ich mir nie so ne Bremse selbst bauen, ich hoffe aber das meine Idee etwas weiter bringen kann.
      Zuletzt geändert von sechsteelement; 25.09.2015, 17:56.

      Kommentar


      • #4
        AW: Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz

        Besten dank, da merkt man dass sich jemand Gedanken gemacht hat :) Ich hatte ja erst vor eine Pogo Bremse zu kaufen, da mein Board nur einen geringen Abstand zum Boden hat, 3,5 cm glaub ich, ist eben auch kaum platz da. Ich persönlich finde das Bremsen ohne Hilfsmittel auch besser, da man so nicht unbedingt schneller fährt als man sich zu traut auch bremsen zu können. Allerdings haben wir hier in Kassel die Situation von ständigem Bergauf-Bergab und nicht wirklich viele Stellen zum gechillten cruisen... Da wäre es natürlich ganz nett auf diese weise entspannt die Geschwindigkeit halten zu können.

        Ich habe gestern in der Werkstatt schon mal die Werkstoffsituation gecheckt und es sollten sich einige Reste finden mit denen man was zusammenbauen kann. Werd jetzt am WE mal ne Zeichnung vom Board anfertigen und die genauen Maße ermitteln.

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        • #5
          AW: Material-Tipps für Longboard-Bremse: Flex mit Glas-oder Kohlefaser und Epoxidharz

          Hallo,

          ich habe mir die Pogobremse gerade mal auf Youtube angesehen, vielleicht ist es sogar besser, wenn man die Feder aus Multiplex(3mm) mit Faserverstärkung baut und sich mit Styropor/Styrodur eine Form baut, wahrscheinlich deutlich besser wenn die Feder auch eine geschwungene Form hat und somit mehr Fläche zum Bremsen zur Verfügung steht.

          Alles in allem muss man sich wohl einfach mehr Gedanken machen, als das was man hier im Forum so als Antwort bekommen wird. So schwer sollte das ja nun aber auch nicht sein =D

          Viele Grüße
          Das sechste Element

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