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    Moin zusammen.

    Ich wollte Euch mal zeigen, wie man mit relativ einfachen Mitteln eine Temperkammer zum Hitzehärten von GFK-Teilen bauen kann.

    Erfunden hab ich das nicht. Bei den Modellflugbastlern gehört das so zur Standardausrüstung.
    Ich hab mich für die Glühbirnenlösung entschieden, bei nem Wirkungsgrad von 20% sind die ohnehin besser zum Heizen geignet als zum Leuchten. :ohoh:

    Also Material:

    2 Gipskartonplatten
    Styropor zum Dämmen
    paar Meter Holzleiste zum Verschrauben
    paar Meter Aluleiste fürs Innenleben (Lüfterhalterungen usw.)
    3 Glühbirnenfassungen aus Metall/Keramik
    3 Glühbirnen á 100 Watt
    2 ø120 mm Lüfter vom Conrad
    1 Thermostat UT100 vom Conrad
    1 altes Computernetzteil für die Lüfter

    Lüfter sind wichtig für die Konvektion, nur so kann man halbwegs gleichbleibende Temperatur in allen Ecken der Kiste gewährleisten.
    der eine Lüfter bläst nach unten und der andere nach oben, ich denk mir, daß die Luft dann so eine Art Kreisbewegung macht ... keine Ahnung ob das schon das Optimum ist. Wird schon passen.
    Der Sensor vom Thermostat hängt in der Nähe des Bauteils.

    Unser z.Zt verwendetes Harz sollte laut Datenblatt 12 Stunden bei 70ºC gehärtet werden.
    Dabei sollte man eine Temperaturrampe fahren, d.h. langsam die Temperatur erhöhen, sonst erreicht man keine Härtung, sondern nur, daß das Harz viskos wird.
    Mir wurde vom Harzdealer empfohlen, jede Stunde um 10ºC zu erhöhen,
    d.h. 5 Stunden für die Rampe, dann 12 Stunden tempern,
    dann wieder 5 Stunden Abkühlrampe.
    Der Thermostat läßt sich so komplex nicht programmieren, also stell ich alle 1/2 Stunde einfach die Temperatur hoch ... für unsere Zwecke völlig ausreichend.

    In der Kiste lassen sich bis zu 4 Boards tempern.


    Hier sieht man die Konstruktion.. Die Lattung ist außen verschraubt.
    Das Styropor ist außen an die Lattung angeklebt, so gibts zwischen Gipskarton und Styropor nochmal ein Luftpolster als Isolationsschicht.




    Die Halter sind einfach irgendwie gebogen, so daß man die Birnen + Lüfter einfach reinstellen kann.




    Revisionsklappe:




    In Action, Boden mit Alufolie ausgekleidet:




    Links oben der Temperaturfühler:



    Und zu:



    Links der Thermostat, rechts das Netzteil für die Lüfter:

    dreie-dreie-zehen - ||| | ||| - 00110011 00110001 00110011 - þrjú einn þriggja - három egy három

  • #2
    Das ist ja ein Riesending und total aufwendig gemacht. Respekt. :reib:
    Ich hab mal eine gebaut, die war sehr viel kleiner und auch simpler. Einfach Styrodurplatten zusammengeschraubt und mitn bisschen Silikon abgedichtet, 2 Birnen und Thermostat durch Loecher in der Decke durchgehaengt und Board unten reingelgt. Hat aber auch seinen Zweck getan. (Auch wenn das verdammte Board immer noch nicht fertig ist, weil Monsieur damit so ewig braucht. :shit: )
    Aber danke fuer die detailreichere Version.
    Warum steht "downhiller" unter meinem Namen?

    Kommentar


    • #3
      Zitat von pete Beitrag anzeigen
      Mir wurde vom Harzdealer empfohlen, jede Stunde um 10ºC zu erhöhen,
      d.h. 5 Stunden für die Rampe, dann 12 Stunden tempern,
      dann wieder 5 Stunden Abkühlrampe.
      ich muß mich nochmal korrigieren, die Abkühlrampe ist unnötig. Einfach ausmachen und abkühlen lassen.
      :hippy:
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