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gnidnus ni aka ichi evolved

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  • gnidnus ni aka ichi evolved

    Was tut man, nachdem man ein Board gebaut hat? Richtig, man baut noch eins.

    Nachdem ich bei meinem letzten Eigenbau mal versuchshalber Vorder- und Hinterachse vertauscht habe und feststellte, dass es sich so noch ein ganzes Stück besser fahren ließ, beschloss ich, beim nächsten Eigenbau einfach mal die Form dementsprechend umzudrehen. Rocker gefiel auch nicht so, wurde durch Camber ersetzt und wegen der starken Rückbiegung von 2x 4mm Birke Sperrholz wurde die Concave sicherheitshalber noch nach oben dimensioniert und durchgängig gebogen ausgelegt. Ein kleiner, aber leicht breiterer Tail durfte natürlich auch nicht fehlen, ebenso wie eine schön breite Nose. Damit kann man langsamen Flaneuren schön beiseite schaufeln, wenn sie mal wieder heimtückisch umherschleichen :D. Einsatzzweck soll neben dem eben genannten hauptsächlich Cruisen, Carven und LDP sein.

    Herausgekommen ist in Inkscape dann folgender Entwurf für die Form unter Berücksichtigung der zu erwartenden Rückbiegung des Holzes (anklicken für größeres Bild):



    An Material sollen neben zwei Platten 4 mm Birke Sperrholz einer Lage Kohlefaser-Biaxialgelege 250 g/m² oben und eine Lage Kohlegelege UHM unidirektional 250 g/m² unten verbaut werden.

    Angefangen tue ich, sobald der Stein der Weisen auftaucht und ein namentlich nicht genannter Paketdienst endlich Schnecken als Transportmittel abschafft. Kann sich also nur noch um Ewigkeiten handeln :hoho:. Ne im Unernst, entweder fange ich diese Woche noch an oder erst in etwa zwei Monaten, weil ich bald noch nen Weilchen weg muss. Ich wollte nur vorher auf jeden Fall mal eure Meinung zu Materialien und Form hören.

  • #2
    Fahr's doch falschrum, dann kannst Wellen brechen. :D
    Nee, mal im Ernst, ich find's gut, dass du mal rumexperimentierst und versuchst unübliches zu machen.
    Mit dem Material und der relativ kurzen Wheelbase wird's dann wohl recht steif, wa?
    Warum steht "downhiller" unter meinem Namen?

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    • #3
      ich würds mir 5 mal überlegen biax kohle zu nehmen. ist heftigst teuer und 2x400 glas reicht auch.
      für mein kommendes projekt verwende ich n 3mm bambus deckschicht(24cm breite) mit nem 5mm (15cm breite)bambus stringer mit 2x100g UD Kohle. Das ganze verpacke ich oben und unten mit jeweils 400g/M2 biax glas, 160 hohlglasgewebe.

      mit deiner 2,5cm concavpresse wäre ich vorsichtig. selbst wenn es auf 1,5cm zurück geht - das ist >extrem(!!)< unbequem auf einer breite von 22cm. für ldp ist ein mildes concave bis 7mm die beste lösung.
      wenn du UD kohle mit nem kräftigen concave paarst kannst dir das camber spaaren, den das wird hart.

      ansonsten schönes projekt, stranges shape :hippy:
      Zuletzt geändert von robin; 25.06.2008, 00:30.

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      • #4
        vom bauen an sich hab ich zu wenig ahnung, aber vom fahren genug um dir bestätigen zu können:

        1.5cm concave auf 22cm breite kommen extrem scheisse!...das wird unbequem, glaubs mir...1 - 1.2 cm concave auf 24-25.5 cm breite finde ich angenehm, so sehen meine DH decks aus...aber bei 1.5cm auf nur 22cm breite fühlt sich das nur schon zum drauf stehn ziemlich übel an!

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        • #5
          ich glaub auch nicht, dass das soweit zurück gehen wird. ich hab meine beiden bretter genauso eingeplant, wie sie später sein sollten und da ist nicht wirklich was merklich zurück gegangen.
          bigger Boards, get better Babes. ^^

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          • #6
            Zitat von gnidnu Beitrag anzeigen
            An Material sollen neben zwei Platten 4 mm Birke Sperrholz einer Lage Kohlefaser-Biaxialgelege 250 g/m² oben und eine Lage Kohlegelege UHM unidirektional 250 g/m² unten verbaut werden.
            Mal was zu dem Biax-Gelege, weil wir gerade einen ähnlichen Aufbau probiert haben:
            Wir haben festgestellt, daß die Diagonalschichten gegen Torsion nur dann funktionieren, wenn man sie symetrisch im Sandwich aufbaut. Das heißt, Biax 45º oben und unten.
            Die Uni-Kohle nur unten ist OK, weil nur Druck von oben kommt.
            Beim Verdrehen hingegen gibt es Druck und Gegenzug.
            Zuletzt geändert von pete; 25.06.2008, 08:54.
            dreie-dreie-zehen - ||| | ||| - 00110011 00110001 00110011 - þrjú einn þriggja - három egy három

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            • #7
              gnidnu, wie kriegst du denn 2cm camber UND 2.5 cm concave in ne birke mulitplex??? ein unding ;) das wird doch nix, die platten werden in der presse nicht ueberall aufeinanderliegen, weil sie eigentlich nicht zweiachsig gewoelbt werden wollen... lass deshalb auf jeden fall das conc vorm tail enden, und nimm nur max. 1.8 cm conc...

              und noch das:

              aus der statik - torsion - denkmodell zum nachvollziehen.

              man nehme einen wuerfel 10x10x10cm, der aus staeben zusammengesetzt ist - staebe = aussenkanten.

              der steht jetzt auf dem tisch und man legt die hand auf die oberseite und verdreht sie um die vertikale mittelachse.

              alle vier seitenflaechen werden zu parallelogrammen, man muesste sie also diagonal aussteifen, zb. mit nem x-förmigen element.

              steift man nur eine seitenflaeche aus, verdrehen sich halt die anderen mehr, bei zwei ausgesteiften seiten ist es effizienter, wenn es nicht die gegenueberliegenden sind (!), sondern die über eck angrenzenden. drei ausgeteifte seiten bringens schon, vier geben ne torsionsbox. optimal waere ein zylinder, der ist am wenigsten tordierbar. dreieckige profile sind auch gut.

              also. zwei sperrholzplatten (gesperrt = ausgesteift) als sandwich mit innenliegendem schaumkern koennen garnix, wenn es keine seitenwangen gibt.
              gleiches gilt fuer zwei biaxschichten, die parallel zueinander liegen. concave hilft... oder harte - aber schwere - kernmaterialien

              gut ist, wenn die aussteifenden platten moeglichst weit voneinander entfernt sind, ausserdem duerfen sich ihre wirkungslinien nicht in einem punkt schneiden (was bei parallelitaet gegeben ist, auch sternfoermige profile sind leicht tordierbar)
              Zuletzt geändert von HEKMATI; 25.06.2008, 09:44.
              OLSON & HEKMATI
              asphaltinstrumente

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              • #8
                Naja, ich hatte halt gedacht, ich schneid mal die Styrodurform auf soviel Camber und Concave und schau mal, wieviel übrig bleibt :ohoh:. Das sich das ned soweit biegt, ist (inzwischen) einleuchtend.

                Bisher kannte ich das immer nur so, dass insbes. bei den Silberfischen gesagt wurde, man solle Biax oben und UD unten hinpacken.

                Danke für den Tip mit Concave vor Tail enden lassen, hab'sch gar ned dran gedacht. Danke insgesamt @all für eure Tipps, sind wie immer sehr hilfreich.


                :gnade: für meine Unwissenheit.

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                • #9
                  @hekmati
                  wie nutzt man biaxial gewebe oben und unten dann am besten aus(wenn parallel oder stern nicht gut ist)? nütz es was wenn man andere winkel verwendet(zb. oben 45/45 unten 65/25...aber dann wird eine seite anders entlastet wie die andere..!?)?
                  bin etwas verwirrt. ich glaub ich bau mir mal den würfel aus papier nach und teste selber mal.
                  danke für dein beispiel und die gute erklärung!

                  edit:
                  sehe ich das richtig, das es sehr schwer ist ein leichtes brett zu bauen - das flexig ist aber höchst torsionssteiff? scheint so als hänge da viel mit der masse zusammen. ich werde bei meinem nächsten board über das wir mal gesprochen haben glaub ich noch 2 schmale stringer zusätzlich hinzufügen um mehr "kanten, sicken, kanäle...wie auch immer" zu erschaffen.
                  Zuletzt geändert von robin; 25.06.2008, 13:02.

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                  • #10
                    machst alles richtig, soweit ich sehe.
                    keine ahnung wie man flex, torsionsfreiheit und leichtbau vereint, ohne viel geld auszugeben. aber ich denke schon die ganze zeit drueber nach...
                    OLSON & HEKMATI
                    asphaltinstrumente

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                    • #11
                      @gnidnu: Die Idee die achsen rum zu drehen, kam die, weil ich dir gesagt habe, dass sich das baby ganz gut für LDP eignen würde??

                      Zitat von BeastBoarder Beitrag anzeigen
                      als ichs gesehen habe dachte ich zuerst: geiler Long Distace Pumper mit upturned Nose...

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                      • #12
                        So, jetzt bin ich komplett verwirrt. Was ist denn jetzt die Quintessenz der Torsionsdiskussion?

                        Aufbau dann z.B.(?) - wenn auch nicht optimal:
                        • Kohlegelege Biax 160 g/m² (weil sonst doch etwas teuer, wenn oben und unten) oder Triax Glas 800 g/m² (hab davon noch nen paar dutzend Meter)
                        • 2x 4mm Birke Sperrholz
                        • Kohlegelege Biax 160 g/m² oder Triax Glas 800 g/m²
                        • Kohlegelege UHM unidirektional 250 g/m²

                        Triax würde ich alternativ verwenden, weil ich davon noch nen paar Meter oder anders gesagt nen paar Kilo hab, wo ichs schonmal da hab. Hab ich ja so schon mit Triax oben und unten bei meinem letzten Board gemacht und an Verwindung war nichts zu sehen. Dürfte also nicht allzu verkehrt sein. Der Aufbau ist sicher nicht unbedingt das Optimum, was die Torsionssteifigkeit angeht. Aber da es eh erst mein zweiter kompletter Eigenbau wird, wird das nicht weiter tragisch sein. Solange sich das Ding nicht aufrollt wie ne Spiralnudel, wirds bestimmt fahrbar sein.

                        Ansonsten noch zusammengefasst folgende sinnvolle Änderungen:
                        • Weniger Concave und Camber
                        • Concave vor dem Tail enden lassen

                        @BeastBoarder: Jopp, das hat mich überhaupt erst auf die Idee gebracht. Habs mal ausprobiert und da kam dann gleich so ein Wooha!-Gefühl. Dank dir dafür! Sry, hätte ich noch mal erwähnen sollen, dass die Grundidee ja quasi auf deiner Aussage fußt.
                        Zuletzt geändert von gnidnu; 25.06.2008, 23:22.

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                        • #13
                          Mini-Update:

                          Hab für ne Freundin noch mal schnell nen Board gebastelt, was in ähnlicher Form mit anderen Materialien später nochmal gebaut werden soll. Wie man sieht, ist das Design etwas geändert worden.

                          Sie wollte unbedingt ein Longboard haben, also bekommt sie übergangsweise nen Billigboard, bis was Ordentliches gebaut ist. Zwei Restholzplatten 6,5 mm Birke mit Stichsäge und Oberfräse bearbeitet, lila Beize oben, schwarzer Sprühlack unten sowie ein bisschen Epoxy und Korund ergaben ziemlich schnell das hier:



                          Länge: 95 cm
                          Breite: 23 cm
                          Wheelbase: 66-70 cm
                          Gewicht: 1,85 kg

                          Ich werde die nächsten Wochen nicht antworten können, aber Kommentare etc. könnte ihr natürlich trotzdem gerne posten. Ich antworte dann bloß "etwas" später.

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                          • #14
                            gefällt mir, spaciges shape mit den "dellen" da an den seiten. fast wie nen roeracing meramid nur genau andersrum

                            Kommentar


                            • #15
                              fresh, exciting!

                              find ich gut, mal wieder ne ganz neue shape. 1a

                              (toll, hört sich an wie eine ebay-bewertung)
                              Borg? Klingt schwedisch.

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