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Arbeitssicherheit und Respekt für die Umgebung

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  • Arbeitssicherheit und Respekt für die Umgebung

    Moin Moin,

    ich habe gerade etwas unangenehme Erfahrungen mit einer Spachtelmasse gesammelt, die ich hier mitteilen möchte. Außerdem möchte ich gerne angenehmere Alternativen erfragen.

    Vor einiger Zeit habe ich einen speziellen 2K-Polyesterspachtel von r&g gekauft, um unebene Oberflächen glattspachteln zu können. Natürlich wars erstmal ein Versuch, schließlich hatte ich das vorher nie gemacht.
    Entstanden ist daraus die unangenehme Erfahrung, dass das Zeug echt teuflisch ist. Seinen Zweck hat es zwar halbwegs erfüllt, aber die Geruchsbildung war heftig. Problematisch war als erstes das Mischungsverhältnis von maximal 25:1, eher 50:1 (2-4% Härter). Bei geringen Mengen schwer abzuwiegen (vor allem mit einer Waage, die kein Komma hinterm Gramm hat).
    Für mich viel schlimmer war aber die Geruchsbildung. Man muss dazu sagen, dass ich mir in einem Kellerraum in einem Dreiparteienhaus meine Werkstatt eingerichtet habe und damit bisher immer gut gefahren bin und sich niemand beschwert hat.
    Jetzt: Einer der Mieter unten kommt (freundlich) zu mir und bittet mich, das panschen mit Chemikalien zu lassen, seine Frau hätte Asthma! Mein lieber Mann. Ich habe mit meiner (vorher für mich nicht absehbaren) Stinkerei einer Frau die letzten zwei Tage zur Hölle gemacht. Ich wusste nichts von ihrer Krankheit und habe auch nicht gemerkt, dass der fiese Geruch (der letztendlich auf eine Verteilung mieser/giftiger Dämpfe schließen lässt) sich überall verteilt hat, also im Treppenhaus, in der Waschküche, wo deren Kleidung trocknet etc.
    Ich schäme mich zu Tode, was glaub ich der erste Grund ist, weshalb ich das hier schreibe. Ich brauche von euch nun auch keine gehobenen Zeigefinger. Ich weiß, dass ich offensichtlich was falsch gemacht habe.
    Dieser Thread soll mir dazu dienen zu erschließen, wie ich weitermachen kann, ohne meine Umwelt mit meinem Hobby zu belasten. Schritt eins wäre, das Gebäude zu verlassen.
    Wäre es da möglich, Spachtelarbeiten, Laminierarbeiten etc. draußen zu tätigen und die Presse trotzdem drinnen stehen zu haben? Der Rohling würde dann schon in eingepackter Form (ich wickel ihn mit Klarsichtfolie ein) ins Haus kommen. Wie hoch ist da der Störfaktor?

    Mir ist die ganze Deckbaugeschichte sehr wichtig, da sie mir Erholung vom Alltag bietet und ich nur selten zum Boarden an sich komme, da ich meist abends arbeiten muss und tagsüber studiere.

    Ich will mich nicht einschränken lassen, aber um Himmels willen niemandem mit meinem Hobby schaden. Könnt ihr mir ein paar Tipps, Erfahrungen etc. zu diesem Thema liefern?

    Besten Dank

    euer niedergeschlagener mustusebrain
    Sie sind TeilnehmerIn an einem sozialen Experiment. Vielen Dank für ihre Kooperation.

  • #2
    AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

    Epoxidharz stinkt nicht, und wenn man es in einem belüfteten Raum mit Maske macht, kann da auch nicht viel mit giftigen Dämpfen passieren. Bitte korrigiere mich einer der erfahreneren Boardbauer, falls dem nicht so ist.
    It's all about having fun!

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    • #3
      AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

      Zitat von NoelBoarder Beitrag anzeigen
      Epoxidharz stinkt nicht, und wenn man es in einem belüfteten Raum mit Maske macht, kann da auch nicht viel mit giftigen Dämpfen passieren. Bitte korrigiere mich einer der erfahreneren Boardbauer, falls dem nicht so ist.
      dem ist nicht so ;) der Härter riecht vor dem mischen ja schon besonders lecker (wenn mans riechen kann hat man meistens was falsch gemacht, Gasmaske ftw!), aber auch beim aushärten riechts nicht wirklich angenehm. Ich laminiere in nem unbenutzten Badezimmer im Keller mit Fenster raus zum Garten. Da kann ich heizen weil der Raum sehr klein ist und wenn ich fertig bin wird 24h durchgelüftet.

      Deine Idee mit dem draußen laminieren - drinnen pressen müsstest du ausprobieren. Wenn du den Sack draußen schon zufaltest, kann ich mir das nicht so schlimm vorstellen.

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      • #4
        AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

        Das Problem wirst du mit allem haben, was Styrol ausdünstet. Das riecht so unangenehm wie es aggressiv ist. Wenn du laminierst, wirst du wohl Epoxy nehmen. Da ist vor allem der Hautkontakt problematisch. Die Ausdünstungen halten sich im Vergleich in Grenzen, sind aber am ersten Tag auf jeden Fall wahrnehmbar, gerade zwischen zwei und neun Stunden nach der Anmischung. Stinken nein, riechen ja. Der süssliche Geruch ist auf jeden Fall angenehmer als der beißende Styrolgestank. Dann bleibt die Frage, inwieweit die Nachbarin darauf asthmatisch reagiert.

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        • #5
          AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

          Nabend.

          Danke für die Hinweise. Mit Epox kann ich umgehen, natürlich mit Maske und allem Pipapo.

          @Mo: Ich presse nicht im Vakuum, darum kann ich den Sack nicht zu machen ;-)

          @gnidnu: Ja, das fiese Styrol. Vorher haben sie noch nie was gesagt, daher weiß ich auch nicht, ob sie mit Epox ein Problem haben. Das zieht auch nicht so in die anderen Räume...

          naja. Mal sehen wie ich mich arrangier.
          Sie sind TeilnehmerIn an einem sozialen Experiment. Vielen Dank für ihre Kooperation.

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          • #6
            AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

            Wie presst du denn? was spricht dagegen den Rohling in ne luftdichte Tüte zu packen?

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            • #7
              AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

              das is doch garantiert die spachtelmasse von presto oder?

              die hab ich bei meinem ersten eigenbau ausgiebig benutzt. da brauchst du keine waage zum abwiegen, im zweifelsfall immer nen ticker weniger mischen als man braucht und dafür nen kleinen ticken mehr härter, dann stinkt es nich so lange und du kannst innerhalb von 15-20min schon schleifen. natürlich sollte man es mit dem härter nich übertreiben, übung macht den meister aber nach ner zeit klappt das mit dem einschätzen ganz gut.

              aber du hast schon recht, das zeug riecht schon ordentlich. aber kein vergleich zu dem 5minuten epox von R&G. ich hab nur einmal versehentlich ne nase abbekommen, mein lieber falter, da riecht die spachtelmasse wie parfüm!
              spachtelmasse und polyester macht die kiste wieder fester :)

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              • #8
                AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                Zitat von MoKilmister Beitrag anzeigen
                Wie presst du denn? was spricht dagegen den Rohling in ne luftdichte Tüte zu packen?
                im Moment mit ner verstellbaren Balkenpresse. Verschiedene Concaves, kicks etc. möglich. Bisher habe ich die Rohlinge und laminierten Rohlinge immer in Klarsichtfolie eingewickelt, aber die Idee ist nicht schlecht. Vllt starte ich mal den Versuch "Blauer/gelber Sack".

                Zitat von xManuelx Beitrag anzeigen
                das is doch garantiert die spachtelmasse von presto oder?

                die hab ich bei meinem ersten eigenbau ausgiebig benutzt. da brauchst du keine waage zum abwiegen, im zweifelsfall immer nen ticker weniger mischen als man braucht und dafür nen kleinen ticken mehr härter, dann stinkt es nich so lange und du kannst innerhalb von 15-20min schon schleifen. natürlich sollte man es mit dem härter nich übertreiben, übung macht den meister aber nach ner zeit klappt das mit dem einschätzen ganz gut.

                aber du hast schon recht, das zeug riecht schon ordentlich. aber kein vergleich zu dem 5minuten epox von R&G. ich hab nur einmal versehentlich ne nase abbekommen, mein lieber falter, da riecht die spachtelmasse wie parfüm!
                ja, das presto-Zeug. Danke für die Hinweise, aber ich werde das Zeug nur im Notfall nochmal verwenden, bin traumatisiert ;-)

                Den 5-Minuten-Epox hab ich auch. Danke für die Warnung!




                Zum Thema Alternativen.

                Hat jemand verträgliche Tipps, abgesehen von Micro-Ballons oder einer großzügigen Zugabe von Thixo?
                Sie sind TeilnehmerIn an einem sozialen Experiment. Vielen Dank für ihre Kooperation.

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                • #9
                  AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                  Absauganlage bauen? Gestank via Aktivkohlefilter nach draussen buxieren... Halt ne Preisfrage...
                  thanx for support to:
                  reinke @ [url]www.fibretec.ch[/url]
                  marco @ [url]www.fuckuall.de[/url]
                  raffi & ivan @ [url]www.qualyfly.com[/url]

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                  • #10
                    AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                    Zitat von samy Beitrag anzeigen
                    Halt ne Preisfrage...
                    jep. Leider keine Kohle für. Steht ne Menge anderer Kram vorher auf der Liste ;)
                    Sie sind TeilnehmerIn an einem sozialen Experiment. Vielen Dank für ihre Kooperation.

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                    • #11
                      AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                      Zitat von mustusebrain Beitrag anzeigen
                      Moin Moin,

                      ich habe gerade etwas unangenehme Erfahrungen mit einer Spachtelmasse gesammelt, die ich hier mitteilen möchte. Außerdem möchte ich gerne angenehmere Alternativen erfragen.

                      Vor einiger Zeit habe ich einen speziellen 2K-Polyesterspachtel von r&g gekauft, um unebene Oberflächen glattspachteln zu können. Natürlich wars erstmal ein Versuch, schließlich hatte ich das vorher nie gemacht.
                      Entstanden ist daraus die unangenehme Erfahrung, dass das Zeug echt teuflisch ist. Seinen Zweck hat es zwar halbwegs erfüllt, aber die Geruchsbildung war heftig. Problematisch war als erstes das Mischungsverhältnis von maximal 25:1, eher 50:1 (2-4% Härter). Bei geringen Mengen schwer abzuwiegen (vor allem mit einer Waage, die kein Komma hinterm Gramm hat).
                      Für mich viel schlimmer war aber die Geruchsbildung. Man muss dazu sagen, dass ich mir in einem Kellerraum in einem Dreiparteienhaus meine Werkstatt eingerichtet habe und damit bisher immer gut gefahren bin und sich niemand beschwert hat.
                      Jetzt: Einer der Mieter unten kommt (freundlich) zu mir und bittet mich, das panschen mit Chemikalien zu lassen, seine Frau hätte Asthma! Mein lieber Mann. Ich habe mit meiner (vorher für mich nicht absehbaren) Stinkerei einer Frau die letzten zwei Tage zur Hölle gemacht. Ich wusste nichts von ihrer Krankheit und habe auch nicht gemerkt, dass der fiese Geruch (der letztendlich auf eine Verteilung mieser/giftiger Dämpfe schließen lässt) sich überall verteilt hat, also im Treppenhaus, in der Waschküche, wo deren Kleidung trocknet etc.
                      Ich schäme mich zu Tode, was glaub ich der erste Grund ist, weshalb ich das hier schreibe. Ich brauche von euch nun auch keine gehobenen Zeigefinger. Ich weiß, dass ich offensichtlich was falsch gemacht habe.
                      Dieser Thread soll mir dazu dienen zu erschließen, wie ich weitermachen kann, ohne meine Umwelt mit meinem Hobby zu belasten. Schritt eins wäre, das Gebäude zu verlassen.
                      Wäre es da möglich, Spachtelarbeiten, Laminierarbeiten etc. draußen zu tätigen und die Presse trotzdem drinnen stehen zu haben? Der Rohling würde dann schon in eingepackter Form (ich wickel ihn mit Klarsichtfolie ein) ins Haus kommen. Wie hoch ist da der Störfaktor?

                      Mir ist die ganze Deckbaugeschichte sehr wichtig, da sie mir Erholung vom Alltag bietet und ich nur selten zum Boarden an sich komme, da ich meist abends arbeiten muss und tagsüber studiere.

                      Ich will mich nicht einschränken lassen, aber um Himmels willen niemandem mit meinem Hobby schaden. Könnt ihr mir ein paar Tipps, Erfahrungen etc. zu diesem Thema liefern?

                      Besten Dank

                      euer niedergeschlagener mustusebrain



                      Mon Moin Liebe Gemeinde,

                      als Custom-Kiteboard-Shaper und neu iher im Forum, habe ich da wahrscheinlich eine super Abhilfe für Euch.
                      Als Erstes, wie schon erwähnt, Epoxy riecht etwas, ist aber nicht wirklich schädlich, wenn man etwas mehr Geld ausgibt und was vernünftiges kauft. Polyester stinkt bestialisch.

                      Warum mischt Ihr euch den Spachtel nicht einfach selber auf Epoxy-Basis an? 50 Gr. Harz/Härter Mischung und zwischen 3-5 Esslöffel Mircopheres als Füllmittel.
                      Ihr könnt den Spachtel auf die gewünschte Konsistenz selber einstellen, und durch Verwendung von Härtern unterschiedlicher Tofpzeiten, könnt Ihr Eure Verarbeitungszeit super enstellen. Zusätzlich könnt Ihr durch die Verwendung unterschiedlich harter Harze, beim Flexen der Boards, das Brechen des Spachtels verhindern. - und billiger ist das Ganze auch noch, da Du nicht mehr so viele verschiedene Produkte brauchst.

                      Generell ist aber der Schutz der Gesundheit und der Umwelt zu sehen. Denkt auch mal an den Schleifstaub, der oft ungefilter in die Luft gelangt....!!!

                      So, ich surf hier mal etwas weiter rum, aber ne saubere Sache ist das hier....

                      Gruß Fabo

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                      • #12
                        AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                        Willkommen in meiner welt. Ich verarbeite seit 20 jahren spachtel auf polyesterbasis. Das was so stinkt ist das styrol. Das ist eht nervig und ecklig.
                        Die alternativen wurden ja bereits aufgezeigt. Dickt euren epoxidharz einfach mit microballoons oder glasfaserschnitzeln ein. Dann fällt das gestinke weg. Schleifen lässt sich dieser selbstgemachte spachtel allerdings nicht so gut kann ich aus erfahrung sagen. Er wird wesentlich härter.
                        Kick your own Ass!

                        www.facebook.com /1166Longboards

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                        • #13
                          AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                          mal was von nem künftigen chemiker dazu: aktivkohle kann da abschilfe schaffen. styrol is völlig apolar und wird damit sehr gut absorbiert. bei entsprechender oberflächenvergrößerung der kohle (zerbrechen, mahlen) wird der effekt noch verstärkt. dann noch bisschen luftumwälzung und die belastung wird merklich zurückgehn.

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                          • #14
                            AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                            Danke, aber ich werde nie wieder indoor spachteln ;)
                            Sie sind TeilnehmerIn an einem sozialen Experiment. Vielen Dank für ihre Kooperation.

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                            • #15
                              AW: Arbeitssicherheit und Respekt vor der Umgebung

                              ja, aber gibt vllt andre, die gerne drinne bleiben. sonst hätte ich das per PM geschrieben...^^

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