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Leichtbau-kerne - Was gibts?

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  • Audiopulse
    hat ein Thema erstellt Leichtbau-kerne - Was gibts?.

    Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Hey,

    ich würde gern selbst beim nächsten Brett mal ein bisschen Leichtbau versuchen - welche Möglichkeiten gibts denn überhaupt?

    Wovon ich bis jetzt mitbekommen hab war z.B. einfach die mittlere Holzlage (Wenn 3x 4mm) in der Mitte mit dem Forstnerbohrer zu Löchern - vermutlich die krudeste Methode :D
    Etwas eleganter ist die mittlere Holzlage auszusägen und den Hohlraum mit Styrodur auszulegen - ganz einfacher Schaumkern.
    Jetzt hab ich was von einem Kernwabenvlies (?) von Lantor (?) gehört, das insbesondere fürs Vakuumpressen mit Epoxy gedacht ist und wohl hauptsächlich im Bootsbau verwendet wird. Kennt das wer? Kann ich mir das schon sparen wenn ich nicht mit Vakuum verpresse?
    Was gibts noch? Ich hab hier schon ne Mene gelesen, aber wohl noch nicht alles gesehen.

    So am Rande noch: Ein pures GFK/Carbon-deck wäre vermutlich noch die dünnste und leichteste Lösung. Wie fängt man da an? Geht das dann nur mit Vakuumschlauch? Press ich das in meiner Holzpresse zwischen Zwei dünne Multiplexplatten mit Trennschicht?

  • langbrettlabor
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Zitat von Ickedawieder Beitrag anzeigen
    @ langbrettlabor: hättest aber nicht unbedingt ein Board für mich zerschneiden müssen.....
    Hab ich doch gern gemacht :D

    Im Ernst, das Brett wurde der Filetierung durch einen BMW-Fahrer zu Verfügung gestellt, der eine rote Ampel ignoriert hat und anschließend Fahrerflucht begangen hat. Dem Reiter ist zum Glück nix passiert. War verflucht das Brett. Ich hab mir die Hand drauf gebrochen, dann hab ich weitergegeben, damit es während der Reha nicht heulend in der Ecke steht und dann hat der BMW es zerlegt. Wunderbares Stück um es zu filetieren und sich von der Qualitiät der Hybridbauweise zu überzeugen.

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  • Ickedawieder
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Danke für die Antworten...
    @ langbrettlabor: hättest aber nicht unbedingt ein Board für mich zerschneiden müssen.....

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  • langbrettlabor
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Tatsächlich ist es so, dass sich die entstehenden Dreiecke mit Harz füllen. Der Rahmen wird den Kern nicht zerquetschen. Der Rahmen rutscht nämlich eher zur Brettaussenkante. Beweis?


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  • nellsen
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Zickt normaler Weise ni rum. Sollte funktionieren.

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  • Ickedawieder
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Ich ahbe hier noch einmal eine Frage zum Thema Kern. Ich will jetzt aber nicht extra ein neues Thema anfangen.

    Ich habe mir Gedanken zwecks dem Aufbau gemacht und bin jetzt mit bei den Übergängen Kern zum Holz etwas am überlegen.
    Kernmaterial soll ein Schaumstoff wie Styrodur oder ähnliches werden.
    Ich möchte folgenden Aufbau verwenden.

    ----------------------------------
    Biax
    ----------------------------------
    2mm Birke
    ----------------------------------
    4mm Birke |
    ----------- Kern
    4mm Birke |
    ----------------------------------
    2mm Birke
    ----------------------------------
    Biax / UD
    ----------------------------------

    Dazu eventuell noch Furnier / Grafikdrucke - halt was das Board so schick macht.

    Wenn die Platten plan liegen ist es ja kein Problem den Kern sauber an das Holz anzupassen (sauberes aussägen der Hohlräume [Lungen?] vorausgesetzt).
    Wenn ich das ganze jetzt aber mit Konkave verpresse, so entsteht ja durch den Biegeradius eine Verschiebung der Kanten. (siehe Skizze - ohne Fasern)
    kern.JPG
    Dabei entstehen ja Hohlräume (welche sich wahrscheinlich mit Harz füllen) aber auch Druckstellen zwichen Kern und Holz.
    Drückt sich das ohne Probleme ins Material ein oder kann das später zu Problemem führen?

    MfG
    ickedawieder

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  • langbrettlabor
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Zitat von Audiopulse Beitrag anzeigen
    Hab ich das richtig verstanden dass das Balsa wie die Pappe hochkant eingelegt wird?
    Balsa hat eine Microwabenstruktur. In Richtung dieser Waben ist es extrem druckfest. Wenn man BalsaSTIRNholz kauft, muss man nichts mehr beachten (ausser dass man evtl nachfragt, wo das Balsa angebaut wurde).

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  • Audiopulse
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Kleiner, Wendiger, Schneller. Je weniger Masse das Brett hat desto leichter bekommst dus wieder in Fahrt, wenn du als Commuter oder Cruiser mal irgendwo stehen bleiben musstest. Wie viel man darauf gibt liegt bei jedem selbst - meine massiven Holzbrettrohlinge rollen auch, aber ich würds eben gern mal ausprobieren.

    @gnidnu, Langbrettlabor:
    Danke für das Futter. Hochinteressant. Ich werd mir das bald mal handschriftlich festhalten und sammeln - ich würde jetzt erstmal zu balsaholz greifen. Hab ich das richtig verstanden dass das Balsa wie die Pappe hochkant eingelegt wird?

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  • Thoricha
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Hätte da auch, ne vielleicht doofe, Frage. Was bringt so eine Gewichtsreduzierung um maximal 1 Kilo (mehr ist da wohl nicht rauzuholen, oder?)

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  • langbrettlabor
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Wenn du ohne Vakkum arbeiten willst, ist folgende Lösung wahrscheinlich die eleganteste:

    - Pressplatte (4mm Multiplex)
    - Teichfolie
    - Fasern
    - 2x 4mm Multiplex Rahmen mit 8mm Balsa- oder Schaumkern
    - Fasern
    - Teichfolie
    - Pressplatte (4mm Multiplex)

    Du solltest vorher allerdings ausprobieren ob die Pressplatten das Konkav schön annehmen und du einen flächigen Druck erzeugen kannst. Das spannende am Eigenbau ist eigentlich zu tüfteln. Aus wenig viel zu machen. Zu gucken was man bekommt und wie man es guerillamäßig in ein Board verwandeln kann unter suboptimalen Bedingungen.

    Als Kernmaterialien kann man so einigen nehmen: Pappe (hochkant aufgeschnitten), Aluwaben, Aramidwaben, Airex in den verschiedensten Typen, 3Dcore, sonstige Kerne von anderen Anbietern, Balsastirnholz, Leichthölzer etc.

    Wenn man sich was in den Kopf gesetzt hat hilft es manchmal hier im Forum zu fragen, ob jemand einem was abgibt für ein Experiment. Manche Werkstoffe lassen sich nur in Platten monströsen Ausmaßes bestellen, da ist eine Investition von 200 EUR für nen Versuch defintiv zu viel.

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  • gnidnu
    antwortet
    AW: Leichtbau-kerne - Was gibts?

    Kernwabenvlies nimmt sehr viel Harz auf. Der Harzverbrauch liegt bei einem 10 mm Kern locker bei 5000 g/m².

    Ein pures GFK/Carbon-deck wäre vermutlich noch die dünnste und instabilste Lösung. Die Steifigkeit eines Laminats ergibt sich im Wesentlichen aus der Relation von Kerndicke und Grammatur sowie natürlich Ausrichtung der Fasern. Ein dicker Kern braucht weniger Fasern. Ein sehr dünner Kern braucht für die gleiche Steifigkeit ein Vielfaches an Fasern.

    Wabenkerne sind extrem leicht. Man muss aber schauen, dass die Waben nicht volllaufen und die Achsaufnahmen verstärkt werden.
    Zuletzt geändert von gnidnu; 29.10.2013, 18:27.

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