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Vorstellung und der erste Eigenbau

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  • Vorstellung und der erste Eigenbau

    Hallo liebes Longboardz Forum,
    mein Name ist Dennis aka Hetzil, ich bin 21 jahre alt und bin relativ neu hier im Forum bzw. in der Longboard Szene. Jedoch habe ich in den letzten Wochen großes Interesse an Longboards entwickelt und mich damit etwas auseinander gesetzt, habe aber bisher jedoch weder eins gekauft noch eins selbst gebaut!
    Das möchte ich nun ändern und habe mich für einen Eigenbau entschieden. :)
    Also habe ich mich hier im Forum schon umgesehen und auch schon viele sehr hilfreiche Beiträge gefunden, habe jedoch noch ein paar Fragen an die erfahreneren Eigenbauer.
    Zusätzlich wollte ich mein Vorhaben einfach nochmal von euch begutachten lassen, um mit euren Tipps ein
    bestmögliches Ergebnis zu erzielen.




    Ich entschuldige mich schonmal vorab für diesen "wall of text", jedoch möchte ich das Gesamtprojekt so gut wie nur möglich umsetzen. Also versuche ich es auch so ausführlich wie möglich zu beschreiben um die bestmöglichen Tipps von euch zu bekommen. :)


    Um etwas Übersicht in den Beitrag zu bringen, färbe ich mal meine Fragen in Rot. :)








    Nun komme ich mal zum eigentlichen.

    Folgendes habe ich mir unter meinem Erstbau vorgestellt:



    Es soll ein Topmount Cruiser mit folgendem Shape werden.
    f1c.jpg

    Btw. das Shape habe ich hier aus dem Forum, finde jedoch nicht mehr den Ersteller, um mich zu bedanken. :(




    Specs:


    94cm lang
    24cm Breit (Bei 41er Schuhgröße)
    15mm Konkave


    Zum Setup habe ich mir noch keine Großen gedanken gemacht, wenn hier jedoch jemand ein gutes Vorschlagen kann und möchte und mir auch erklären könnte, warum genau dieses super passen könnte, wäre ich ihm sehr dankbar. :)


    Es soll bei einem Gewicht von knapp 80kg eher Medium - Stiff sein.


    Hier bin ich schon bei den ersten Fragen:
    Sind 15mm Konkave eventuell etwas viel? Ich konnte bisher erst auf 2-3 Brettern Teststehen und keine längeren Strecken zurücklegen. Daher kann ich nicht ganz einschätzen, ob es für einen Alltags-Cruiser nicht etwas zuviel Konkave ist. Hier wäre ich über private Eindrücke sehr dankbar.


    Kann ich für dieses Topmount Board die Drop-Through Achsenschablone aus dem "How to" von Werwolf nehmen?
    (Natürlich nur für die Löcher der Schrauben.)


    Da ich zur Zeit keine Achsen zur Hand habe, kann ich sie leider nicht einfach anlegen um die Löcher anzuzeichnen und sie zu kontrollieren.
    757.png



    Welche Wheelbase würdet ihr mir bei diesem Shape raten? Werde ich dabei Probleme mit Wheelbites haben ohne Wheel Wells?
    Gibt es eine Formel oder eine Faustregel, um einen bestmöglichen Abstand zu berechnen?







    So habe ich mir den Aufbau vorgestellt:






    Griptape
    Furnier
    Biax
    320g/m²

    3 x 4mm Birkensperrholzplatten
    Uni
    440g/m²

    Biax 320g/m²

    Furnier
    Grafik (Schriftzug mit Weißem Acryl Lack)




    Laminiert wird das ganze mit einem Epoxi-Laminierharz (mittelviskos) mit einer Topfzeit von ca. 45 Min.

    Gepressst wird das ganze in einer Rippenpresse, die auf 1m Länge und 45cm Breite 10 Rippen(40x 25x 2,7) in gleichem Abstand aufweist und mit Gewindestangen angezogen wird.


    Ich hatte vor, alles in einem Rutsch zu pressen. Und habe mir zusätzliche 4mm Pappelsperrholzplatten besorgt, die ich zwischen die Rippen und das Board legen möchte, um mehr flächigen Druck aufzubauen.




    Furnier:
    Hier wollte ich mich etwas an "Werwolfs - Nutty goes slutty" Board orientieren
    und möchte einen ähnlichen Furnierlook erreichen.


    Wie kann ich das Furnier bestmöglich bearbeiten, das es diesen kräftigen dunklen Holz-Look bekommt?
    Anschleifen und ein Holzwachs auftragen? Oder reicht es, es mit Klarlack* zu bearbeiten?
    (*Wie viele Schichten Klarlack sind hier empfehlenswert?)




    Grafik:
    Auch hier habe ich mir wieder etwas von Werwolfs Mini abgeguckt und möchte einen Weißen Schriftzug aufs Board aufbringen. Dafür habe ich mir einen weißen PU Acryl Lackgekauft.


    Ist dieser Lack für dieses Vorhaben geeignet und bringt man zwischen dem Furnier und dem Lack bzw über dem Schriftzug noch eine Schicht Klarlack auf? Oder besteht dann dort eine delaminierungsgefahr?










    Schlusswort:
    Erst einmal vielen Dank, dass ihr es bis hier hin geschafft habt. :)


    Ich hoffe, das es bei so vielen Fragen meinerseits nicht rüber kommt, als hätte ich mich null mit dem ganzen befasst. Ich kann euch versichern, dem ist nicht so!
    Vieleicht war ich auch einfach nicht in der Lage, die SuFu richtig zu bedienen, aber ich habe mich wirklich bemüht mir möglichst viele Fragen selbst durch andere Beiträge zu beantworten. Und ich bin immer noch dran möglichst viel aus dem Forum auf zu nehmen, jedoch habe auch ich nur begrenzte Zeit und kann mir nicht jeden Beitrag einzeln durchlesen.



    Über eure Hilfe und oder konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen.




    Euer Hetzil.

  • #2
    AW: Vorstellung und der erste Eigenbau

    Vorbildlich. Einfach nur vorbildlich.

    Aufbau: Beim Aufbau könnte 3x 4mm + 1,2mm Furnier + 440g UD gaz schön hart werden bei 80 kg. Stiff ja. Medium nein.

    Wheelwells: Da du Cutouts hast, wirst du, wenn du die Achsen richtig positionierst, keine Wheelwells postionieren. Die einfachste Variante ist, wenn das Setup da ist, die Gummies rauszunehmen und die Achsen bei Volleinschlag (Hanger von Hand senkrecht zum Pivot Cup halten) so positioniern, dass es nicht beisst. Eine zwei Zentimeter kürze Wheelbase kannst du dir erlauben, wenn du an den Cutouts die Kante einfach 45° anschleifst über die volle Dicke.

    Lack: Vom selben Lack noch den Klarlack besorgen. Erstmal das Furnier klar versiegeln, damit das Motiv nicht verläuft und trocknen lassen. Dann leicht anschleifen und in Weiß das Motiv drauf, trocknen lassen, leicht anschleifen. Zum Abschluss nochmal 1-2 Mal klar lacken.

    Furnier: am besten bekommt Furnier einen "dunklen Look", wenn man direkt dunkles Furnier kauft ;) Nuss z.B. sieht toll aus.

    Schablone: kannst du verwenden. Würde aber nach dem Ausdrucken auf jeden Fall nochmal nachmessen, dass es auch "in echt" passt. Manche Drucker skalieren nicht so ordentlich. Da muss man mal bei Vergrößerung 97 - 105% statt "100%" angeben. Bevor du bohrst, würd ich ne Achse draufhalten, muss nicht deine eigene sein. Einfach nur zur Sicherheit. Es gibt nichts schlimmeres als ein nicht passendes drill pattern.

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    • #3
      AW: Vorstellung und der erste Eigenbau

      bohr einfach mehrere whellbaseoptionen ins deck. und wenn du das ganze deck mit grip bekleben willst, kannst du die obere furnierschicht doch weglassen, spart ein wenig gewicht.
      signaturregeln

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      • #4
        AW: Vorstellung und der erste Eigenbau

        Danke für die schnellen Antworten!


        @ langbrettlabor
        Vorbildlich. Einfach nur vorbildlich.
        Vielen Dank, ich habe mir auch wirklich mühe beim Schreiben des Textes gegeben. So haben eventuell noch nach mir Leute Freude am Text und den hilfreichen Antworten. :)

        Aufbau: Beim Aufbau könnte 3x 4mm + 1,2mm Furnier + 440g UD gaz schön hart werden bei 80 kg. Stiff ja. Medium nein.
        Also kann ich das UD weglassen? Oder besser eine Birkensperrholzplatte gegen eine Pappelsperrholzplatte tauschen?

        Furnier: am besten bekommt Furnier einen "dunklen Look", wenn man direkt dunkles Furnier kauft ;) Nuss z.B. sieht toll aus.
        Ich hätte eventuell dazuschreiben können, dass ich ein Nussbaum Furnier habe. Jedoch wirkt dieses eher trüb und ich hatte bedenken, dass es nach der Bearbeitung noch immer so aussehen würde und ich ein Holzwachs auftragen müsste.


        @badabamm

        wenn du das ganze deck mit grip bekleben willst, kannst du die obere furnierschicht doch weglassen, spart ein wenig gewicht.
        Richtig, jedoch wollte ich ein Logo ins Griptape schneiden und da macht sich ein dunkler Holzhintergrund etwas besser. :)

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        • #5
          AW: Vorstellung und der erste Eigenbau

          zum Aufbau:
          Ich würde entweder das UD weglassen und 3x4mm Birke nehmen.
          Oder in der Mitte Pappel statt Birke, und einen UD-Streifen (15cm) auflaminieren anstatt UD über die ganze Boardbreite. So habs ich gemacht bei meinem "Fetter Wal Eigenbau".
          wurde bei 85kg recht stiff.

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