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Welchen Leichtbaukern

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  • Welchen Leichtbaukern

    Hey Jungs,

    Ich möchte demnächst meinen ersten Leichtbau angehen und bin mir noch nicht ganz sicher wie ich den Kern gestalten möchte. Styrodur und PU-schaum vertraue ich nicht und von Airex habe ich vor kurzem auch gehört dass es bei zu viel Flex bricht. Das Problem sollte ich bei Carbonfasern vermutlich nicht haben, aber ich will da lieber auf der sicheren Seite sein.

    Zwei Optionen schweben mir noch vor: Aramidwaben - oder einfach ein Netz aus Löchern in die mittlerste Schicht des Holzkerns forstnerbohrern, als letzte Instanz.

    Jetzt hoffe ich ihr könnt mir ein bisschen Input geben welche Leichtbaukerne ihr kennt oder sogar selbst verwendet und was eure Erfahrungen damit sind, damit mir meine eigene Entscheidung ein bisschen leichter fällt.

  • #2
    AW: Welchen Leichtbaukern

    Zitat von Audiopulse Beitrag anzeigen
    Hey Jungs,

    Ich möchte demnächst meinen ersten Leichtbau angehen und bin mir noch nicht ganz sicher wie ich den Kern gestalten möchte. Styrodur und PU-schaum vertraue ich nicht und von Airex habe ich vor kurzem auch gehört dass es bei zu viel Flex bricht. Das Problem sollte ich bei Carbonfasern vermutlich nicht haben, aber ich will da lieber auf der sicheren Seite sein.

    Zwei Optionen schweben mir noch vor: Aramidwaben - oder einfach ein Netz aus Löchern in die mittlerste Schicht des Holzkerns forstnerbohrern, als letzte Instanz.

    Jetzt hoffe ich ihr könnt mir ein bisschen Input geben welche Leichtbaukerne ihr kennt oder sogar selbst verwendet und was eure Erfahrungen damit sind, damit mir meine eigene Entscheidung ein bisschen leichter fällt.
    Die dicke des Kerns macht den Unterschied. Willst du was flexiges, nimmst du lieber Glas als Kohle. Dünnerer Kern, mehr Fasern und gut ist. Einfach formuliert, schwieriger in der Umsetzung. Mit Airex kann man nichts falsch machen.

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    • #3
      AW: Welchen Leichtbaukern

      Hat schon mal wer dieses Kernlagevlies verwendet? Laut Dem Händler sollte das ja ideal zum Bau von Sportgeräten sein, also auch Longboards.

      http://shop.hp-textiles.com/shop/ind...terialien.html

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      • #4
        AW: Welchen Leichtbaukern

        Viel zu schwer. 3mm davon haben getränkt 2,3 kg/m2 oder so. Kann man höchstens in 1mm unterm oberen facesheet einsetzen um die beulsteifigkeit zu erhöhen.

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        • #5
          AW: Welchen Leichtbaukern

          Zitat von langbrettlabor Beitrag anzeigen
          Die dicke des Kerns macht den Unterschied. Willst du was flexiges, nimmst du lieber Glas als Kohle. Dünnerer Kern, mehr Fasern und gut ist. Einfach formuliert, schwieriger in der Umsetzung. Mit Airex kann man nichts falsch machen.
          Um den Flex gehts mir gerade garnicht so. Das Board darf ruhig wenig bis garkeinen Flex haben. Wichtig ist nur dass es mit Kohlefaser gebaut ist, damit ich auch damit mal ein paar Erfahrungen sammeln kann. Der Leichtbaukern hat sich da gerade passend dazu angeboten ... ist denke ich in der Stadt auch ganz praktisch.

          Du sagst mit Airex kann man nichts falsch machen - das heißt der Airexkern kann mir auch mit Flex nicht brechen, oder gibt es Grenzen auf die ich achten muss?

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          • #6
            AW: Welchen Leichtbaukern

            Zitat von Audiopulse Beitrag anzeigen
            Um den Flex gehts mir gerade garnicht so. Das Board darf ruhig wenig bis garkeinen Flex haben. Wichtig ist nur dass es mit Kohlefaser gebaut ist, damit ich auch damit mal ein paar Erfahrungen sammeln kann. Der Leichtbaukern hat sich da gerade passend dazu angeboten ... ist denke ich in der Stadt auch ganz praktisch.

            Du sagst mit Airex kann man nichts falsch machen - das heißt der Airexkern kann mir auch mit Flex nicht brechen, oder gibt es Grenzen auf die ich achten muss?
            Ich treffe mal folgende Aussage: Wenn du ein Brett mit Kohlefasern baust reißt dir entweder das Facesheet auf der Unterseite oder beult dir das Facesheet auf der Oberseite bevor der Kern versagt (es gibt natürlich noch andere Schadensmechanismen, beschränken wir das aber erstmal auf die einachseige Durchbiegung von Longboards).
            In der Stadt mag ein leichtes Brett praktisch sein, die Vollkohlelaminate werden dir allerdings kontinuierlich Liebesgrüße in die Fußgelenke schicken. Die Kunst ist es, einen Foamcore so auszulegen, dass er noch ausreichend dämpft :)

            Airex ist für den Einstieg ins Foamie-Biz sicherlich die attraktivste Variante. Es lässt sich einfach am schönsten verarbeiten gegenüber den anderen Optionen. Honeycomb ist natürlich nett, aber deutlich schwieriger in der Handhabung.
            Zuletzt geändert von langbrettlabor; 19.03.2015, 08:19.

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            • #7
              AW: Welchen Leichtbaukern

              Zitat von langbrettlabor Beitrag anzeigen
              Honeycomb ist natürlich nett, aber deutlich schwieriger in der Handhabung.

              Wenn ich mich da einklingen dürfte.

              Ich hatte Honeycomp noch nie in den Fingern.
              Wie bearbeitet man das? Könnte man mit der Oberfräse manche Stellen den Kern abtragen?
              Wie schneidet / sägt man das zeug zu?

              danke und sry fürs zwischenfragen ;-)

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              • #8
                AW: Welchen Leichtbaukern

                Zitat von Chingstar Beitrag anzeigen
                Wenn ich mich da einklingen dürfte.

                Ich hatte Honeycomp noch nie in den Fingern.
                Wie bearbeitet man das? Könnte man mit der Oberfräse manche Stellen den Kern abtragen?
                Wie schneidet / sägt man das zeug zu?

                danke und sry fürs zwischenfragen ;-)
                Je weniger man es bearbeiten muss, desto besser. Flächiges abtragen geht nicht mit der Fräse. Selbst das Fräsen einer 45° Fase ist mit unseren Mitteln nur sehr schwer möglich. Was man im Idealfall also macht, ist einen Rahmen in Honycombdicke zu realisieren und da das ausgeschnittene Wabenmaterial einzusetzen. Das verklebt man dann mit zwei vorher gefertigten Facesheets. Das Zuschneiden des Wabenmaterial geht gerade noch so mit einem seeehhhr scharfen Cutter. Oder man schneidet jeden Steg einzeln durch. Am Ende hängt natürlich alles von der Wabengröße und der Wandstärke ab.

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                • #9
                  AW: Welchen Leichtbaukern

                  danke :)

                  also bleib ich doch beim guten alten Airex :-P

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                  • #10
                    AW: Welchen Leichtbaukern

                    Zitat von langbrettlabor Beitrag anzeigen
                    Ich treffe mal folgende Aussage: Wenn du ein Brett mit Kohlefasern baust reißt dir entweder das Facesheet auf der Unterseite oder beult dir das Facesheet auf der Oberseite bevor der Kern versagt (es gibt natürlich noch andere Schadensmechanismen, beschränken wir das aber erstmal auf die einachseige Durchbiegung von Longboards).
                    In der Stadt mag ein leichtes Brett praktisch sein, die Vollkohlelaminate werden dir allerdings kontinuierlich Liebesgrüße in die Fußgelenke schicken. Die Kunst ist es, einen Foamcore so auszulegen, dass er noch ausreichend dämpft :)

                    Airex ist für den Einstieg ins Foamie-Biz sicherlich die attraktivste Variante. Es lässt sich einfach am schönsten verarbeiten gegenüber den anderen Optionen. Honeycomb ist natürlich nett, aber deutlich schwieriger in der Handhabung.
                    Hehe, ja an die Liebesgrüße hab ich schon gedacht :D
                    Mein Plan war nicht ganz auf Holz zu verzichten sondern lediglich dem Holzkern noch einen Schaum-/Wabenkern zu verpassen. Das ist schwerer als der Foamie, aber so muss ich nicht auf die Dämpfungseigenschaften des Holzes verzichten, die mir doch ganz wertvoll erscheinen.

                    Nach Allem was du mir jetzt so verraten hast wäre bis jetzt das hier mein Aufbau:
                    Biax Kohle 320gr (Das habe ich noch auf Halde)
                    Starkfurnier 1,5mm Buche (Halde ;) )
                    3x 4mm Birke mit Schaum-/Wabeneinsatz
                    Starkfurnier 1,5mm Buche
                    UD Kohle 320gr
                    Biax Kohle 320gr

                    Wheelbase 100 - 80cm

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                    • #11
                      AW: Welchen Leichtbaukern

                      Zitat von Audiopulse Beitrag anzeigen
                      Hehe, ja an die Liebesgrüße hab ich schon gedacht :D
                      Mein Plan war nicht ganz auf Holz zu verzichten sondern lediglich dem Holzkern noch einen Schaum-/Wabenkern zu verpassen. Das ist schwerer als der Foamie, aber so muss ich nicht auf die Dämpfungseigenschaften des Holzes verzichten, die mir doch ganz wertvoll erscheinen.

                      Nach Allem was du mir jetzt so verraten hast wäre bis jetzt das hier mein Aufbau:
                      Biax Kohle 320gr (Das habe ich noch auf Halde)
                      Starkfurnier 1,5mm Buche (Halde ;) )
                      3x 4mm Birke mit Schaum-/Wabeneinsatz
                      Starkfurnier 1,5mm Buche
                      UD Kohle 320gr
                      Biax Kohle 320gr

                      Wheelbase 100 - 80cm
                      http://forum.longboardz.de/showthrea...ight=bouquetin

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                      • #12
                        AW: Welchen Leichtbaukern

                        Ach, ist doch immer wieder ne Freude :D Dank dir für deine ausführlichen Antworten.

                        Eine letzte Frage noch - dieses "Jaquard" Designglas - ist das alubedampftes Faserglas? :)

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                        • #13
                          AW: Welchen Leichtbaukern

                          Zitat von Audiopulse Beitrag anzeigen
                          Ach, ist doch immer wieder ne Freude :D Dank dir für deine ausführlichen Antworten.

                          Eine letzte Frage noch - dieses "Jaquard" Designglas - ist das alubedampftes Faserglas? :)
                          Jaquard ist eine Bindung (vgl. Köper, Leinwand, Atlas etc.)
                          Alubedampft ist dann nochmal ne spezielle Ausführung ...

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                          • #14
                            AW: Welchen Leichtbaukern

                            Wenig konstruktives von meiner Seite, aber....
                            Ist der “Kern“mit 12mm nicht etwas überdimensioniert?
                            Und wie sähe es mit Balsaholz (+Porenfüller) für deine Leichtbaueinlagen aus?
                            Ich denke, das ist vor allem preislich interessant, da man keine überdimensionierte Platte airex holen muss. Nachwachsen tut's auch noch.

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                            • #15
                              AW: Welchen Leichtbaukern

                              die stabilität des boards verhält sich exponential zur dicke des kerns. ein doppelt so dicker kern bedeutet nicht ein doppelt so stabiles, sonder ein vielfach stabiles board. wenn man nun den leichten kern nur ein paar mm dicker macht, kann man erheblich bei den fasern usw. sparen und hält das gewicht niedriger, als bei einem dünneren board, was den anschein von weniger gewicht vermuten würde. physik ist doch voll geil, oder?
                              signaturregeln

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