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PUR-Stoßkanten, aber wie?

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  • PUR-Stoßkanten, aber wie?

    Hallo zusammen,

    nach dem Abschluss der ganzen Prüfungen steht diesen Sommer bei mir das Anfertigen eines super simplen Brick-Shapes an. Einfache Concave und symmetrischer Rocker, ohne Flares oder 3D-Geschichten. Es soll eigentlich auch ein einfacher Holz-Aufbau werden, also Ahorn-Esche-Starkfurnier (1,4mm).
    Da es aber sonst ja keine Herausforderung beim Eigenbau geben würde, soll es dann mit Leichtbau-Kern und PUR-Kanten versehen werden.

    Zuerst mal meine bisherigen Vorüberlegungen:

    1. Welches PUR?
    Das PUR sollte nicht zu hart sein, sonst hat es keine Dämpfungseigenschaften. Aber auch nicht zu weich, sonst wird es beim Einschlag zu stark komprimiert (Ablösegefahr). Irgendwo habe ich mal von einer Shore D Härte von 70-80 gelesen. Das wird beim ersten Versuch also eine 75D-Härte. Bezogen von bacuplast, Breddermann oder modulor.

    Hat jemand mit einem der Harze/Lieferanten schon Erfahrungen gesammelt?


    2. Zwei Varianten für das Gießen habe ich mir bisher überlegt:
    1. Zuerst das gesamte Brett pressen. Also Kern ->Ausdünnen->Deck-Lage oben und unten->Ausschneiden (halber cm kleiner wie gewünscht)-> PUR-Kante-Gießen -> PUR-Kante in Form bringen
      Siehe Variante 1 auf dem Bild. Dabei ist mit Bleistift die Pressform und Holzkern gezeichnet, die pinken Blöcke sollen die Gieß-Umrandungen darstellen und die cyan-farbenen Teile sollen das gegossene Harz darstellen
    2. PUR-Kante an Kern anfügen. Also Kern pressen ->Ausdünnen -> PUR-Kante Gießen -> PUR auf gleiche Höhe wie Kern bringen -> Deck-Lagen pressen
    Vorteile der ersten Variante wäre, dass bei einem Einschlag wirklich nur die PUR-Kante den Stoß abbekommt. Nachteil dabei: ich befürchte, dass die Verbindung zum Holz nicht hält und sich die Kante ablöst.

    Vorteil der 2. Variante wäre, dass es auf 3 Seiten zur Verbindung mit Holz/Harz kommt und die Kante "eingefasst" ist. Ein Ablösen dürfte eher verhindert werden als bei der 1. Variante. Nachteil: Beim Einschlag können je nach Härte auch die Holz-Decklagen etwas abbekommen. Da diese ja nur eine geringe Stärke haben (2,8mm) werden diese eher Schaden nehmen.

    Hat jemand hier bereits Erfahrung? Löst sich das Harz mal gerne von der Holzkante? Braucht es oben und unten zusätzlichen Halt? Wäre es besser, anstatt Holz-Decklagen mit Kohlefaser/Glasfaser zu arbeiten? Diese stecken Einschläge deutlich besser weg wie Holz und bieten der PUR-Kante trotzdem Halt.


    3. Notfalls zwei Überlegungen zur Kanten-Verbindung (aufwendig):
    1. der Kern wird von der Kante zur Mitte hin mit einer Oberfräse 2mm tief hin zu einer Bohrung (nicht durchgehend) weggenommen. Dieser gefräste Kanal und das Loch füllen sich beim Begießen mit Harz. Anschließend kommen die Decklagen als zusätzlicher Schutz drauf.
    2. Der Kern wird mit einem Versatz von 5,5mm an der Kante mit einem 8mm-Bohrer durchgebohrt. Somit entsteht auch eine Art "Anker" innerhalb des Kerns, der sich mit PUR füllt.



    Freue mich schon auf eure Reaktionen und Anregungen!
    Haut einfach alles raus, was euch dazu einfällt :)

    Gruß Sebi

    [Edit] Deutsche Rechtschreibung und Satzbau
    Zuletzt geändert von dreisatz; 15.07.2015, 12:02.

  • #2
    AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

    Ich habs jetzt nur überflogen aber:

    Ich hab mit 70D gebaut und ist nicht so brickelnd weicher wäre besser denke so 40 Shore D ist laut Internet vergleichbar mit ~ 95 Shore A
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...97653015,d.bGg

    woher das beziehen? keine Ahnung ich finde nur extrem weich 20A oder so oder extrem hart >70D, wenn jemand was findet herdamit


    Langbrettlabor baut auch doch aktuell sein BTQN mit PUr kannten da wird man sich einiges abschauen können (wie immer bei Ihm)


    verarbeite habe ich das ganze so:

    mein brett bestant aus zwei airex kernen 4+8mm
    in denn dünnen kern hab ich ein kanal geschnitten udn ausgegossen
    anschleisenden mit den oberen fassern und dem dünnen kern gepresst
    dann im zweitem pressvorgang dicken kern und untere fassern
    hierbei hab ich den kern ausgeschnitten wie er danach auch sein soll, aber die seitlichen abgeschnittenen stücke in folie gepackt udn mit gepresst diese habe ich nach dem pressen wieder herausgepopelt. Ja gepopelt ging verdamt schwer nur firschhaltefolie war vl nicht die beste idee was dickeres würde es bestimmt erleichtern.
    und dann den entsandenen spalt mit pu asugegossen

    so hab ich jetzt durchgängig ne 4mm pur kante und vorne,hinten und seiten 4mm + 8 mm pur kanten hier sieht man aber auch eine "naht" da etwas epoxy auch unter die folie gelofen ist usw.
    Ich denke seitelich hette eine 4mm pur kante auch gereicht mit laminat sind es dann auch 5-6mm stärke.

    sry für die reschreibfehler sitze auf der arbeit udn sollte eig arbeiten darum etwas schneller ^^

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    • #3
      AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

      Interresant.
      Ich habe es bei Ski / Snowboard bau gesehen.
      Vielleicht hilft etwas Hier

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      • #4
        AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

        du baust da quasi ein wakeboard mit concave, schau dich mal in den entsprechenden foren um
        DELTA Δ BOARDS

        http://www.facebook.com/pages/Delta-Boards/497120580355884

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        • #5
          AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

          Zitat von akiwi Beitrag anzeigen
          Interresant.
          Ich habe es bei Ski / Snowboard bau gesehen.
          Vielleicht hilft etwas Hier
          Vielen Dank für den Link! Genau so habe ich mir den Arbeitsablauf auch schon vorgestellt.
          Der große Unterschied ist dann nur, dass ich zuerst alles verpresse und anschließend die Kante gieße. Denn wenn ich die zuerst gieße, bekomme ich den losen Kern mit 2 Starkfurnierlagen nicht mehr in Form. Evtl muss ich dann doch auf Fasern übergehen.

          @chingstar:
          Da hat der Airex natürlich einen rießen Vorteil gegenüber dem Holz...da kann ich zuerst Gießen und dann kalt Verpressen. Bei einem Holzkern müsste ich immer zuerst den Kern pressen udn verarbeiten, da sich die einzelnen Lagen durch den Radius der Konkave sich unterschiedlich verschieben würden und somit meine Kante beeinflussen.

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          • #6
            AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

            Zitat von dododo Beitrag anzeigen
            du baust da quasi ein wakeboard mit concave, schau dich mal in den entsprechenden foren um
            Genau :)
            Wobei die Wakeboarder mit einem entscheidenden Unterschied bauen: die benutzen Stäbchenfurnier und Fasern, um diesen und die Kante in Form zu bringen. Da kann ich am Anfang den Kern ausfräsen, die Kante gießen und dann mit Fasern kalt verpressen...kommt die Concave ins Spiel haut das Ganze nicht hin, da mit die einzelnen Furnierlagen die Kante verschieben würden.

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            • #7
              AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

              Außerdem haben Wakeboarder die Gedanken um die Schlagzähigkeit kaum bis gar nicht. Da knallt man selten mit der Kante gegen einen Bordstein.

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              • #8
                AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                Kern Pressen, Form ausfräsen und Kanal mit PU Fullen, ist viel einfacher wenn alles flach ist. mit rocker, camber oder/und concave ist es nicht so einfach denke ich.

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                • #9
                  AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                  Zitat von thefireraven Beitrag anzeigen
                  Außerdem haben Wakeboarder die Gedanken um die Schlagzähigkeit kaum bis gar nicht. Da knallt man selten mit der Kante gegen einen Bordstein.
                  Aber schrabt mit nem Leichtbaukern über ein Obstacle/Grind Rail nach dem nächsten.
                  Die verbauen auch Grind Bases und nicht aus Angst vor Bordsteinen.

                  Die Kiteboarder haben Angst vor Steinen (auch keine Boardsteine, aber die Einschlagshäufigkeit/-härte ist durchaus mit der vom LB zu vergleichen).

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                  • #10
                    AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                    Zitat von MoRuckus Beitrag anzeigen
                    Aber schrabt mit nem Leichtbaukern über ein Obstacle/Grind Rail nach dem nächsten.
                    Die verbauen auch Grind Bases und nicht aus Angst vor Bordsteinen.

                    Die Kiteboarder haben Angst vor Steinen (auch keine Boardsteine, aber die Einschlagshäufigkeit/-härte ist durchaus mit der vom LB zu vergleichen).
                    Gewagte These, das selbstgebaute Kiteboard hinter mir hat eine harte Kante und die Anzahl der Stöße die diese Kante bisher abbekommen hat geht gegen 0

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                    • #11
                      AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                      Bacuplast bringt ende August ein PUR System in Shore A90 raus. Ich hatte letztens den Flexibilisator von R&G genutzt um mein Gießharz damit zu pimpen und es hat super funktioniert. Laut des jetzigen Besitzers hat es auch schon paar Einschläge abbekommen und es ist nichts passiert.

                      Bei modulor gibt es ein Biothane in A40 bis A70, je nach Zugabe des Härters, welches dann ja bis ca D18 entspräche.
                      STOLLENBRETT

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                      • #12
                        AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                        Zitat von nellsen Beitrag anzeigen
                        Bacuplast bringt ende August ein PUR System in Shore A90 raus. Ich hatte letztens den Flexibilisator von R&G genutzt um mein Gießharz damit zu pimpen und es hat super funktioniert. Laut des jetzigen Besitzers hat es auch schon paar Einschläge abbekommen und es ist nichts passiert.

                        Bei modulor gibt es ein Biothane in A40 bis A70, je nach Zugabe des Härters, welches dann ja bis ca D18 entspräche.
                        Lese ich das richtig heraus, dass du dein Laminier-Epoxydharz mit dem Flexibilisator weicher gemacht hast und dieses als Kante vergossen hast?

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                        • #13
                          AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                          Ja. Kannst du sowohl deinem Laminierharz als auch Gießharz hinzufügen. Ich hatte dann Gießharz genommen, da es UV beständig ist.
                          STOLLENBRETT

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                          • #14
                            AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                            Zitat von nellsen Beitrag anzeigen
                            Bacuplast bringt ende August ein PUR System in Shore A90 raus. Ich hatte letztens den Flexibilisator von R&G genutzt um mein Gießharz damit zu pimpen und es hat super funktioniert. Laut des jetzigen Besitzers hat es auch schon paar Einschläge abbekommen und es ist nichts passiert.
                            In welchem Verhältnis hast du es denn eingesetzt? Hab das Zeug auch rumstehen und ungefähr 10% Flexibilisator zugefügt. Ist jetzt vielleicht nicht mehr ganz so spröde, aber wirklich weicher ist es nicht.
                            Kann man eigentlcih Füllstoffe, oder Thixo zugeben, oder wirkt sich das schlecht auf die Eigenschaften aus?

                            P.S. Ich verwende es nicht als Stoßkante, sondern um Hohlräume zu füllen; es sollte halt leicht flexible sein und nicht mehr spröde.... sollte wohl mit dem Flexibilisator etwas hochgehn.
                            Zuletzt geändert von svan; 16.07.2015, 09:56.
                            Faudrey V3 VIII

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                            • #15
                              AW: PUR-Stoßkanten, aber wie?

                              Hatte ein Drittel zugefügt, also 30%...

                              Man kann es nicht mit Rollen oder so vergleichen aber "weicher" als D70 ist es allemal.
                              STOLLENBRETT

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