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How To - Indoboard

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  • How To - Indoboard

    Hey hallo!
    Ich hab Fränky extra gefragt, ob ich so viele Fotos in diesem Forum hochladen darf, habe sie verkleinert (in Quali und Größe) und hoffe, Ihr habt Verständnis, dass 2 bis 3 Bilder lustig oder vielleicht nicht unbedingt nötig wären.

    Dies ist ein Indoboard HowTo, bestimmt nicht das beste und sauberste Werk, das es so gibt, aber vielleicht dem ein- oder anderen eine Hilfe.


    Das Ganze beginnt beim Rohr!
    Was man dafür beötigt:
    braunes Abflussrohr in 50x11 cm
    1 Dose Bauschaum
    Feilen und Schmirgelpapier
    und eine Säge



    Das große Stück des Abflussrohrs sägt man ab



    und schmirgelt die Späne weg. Ausserdem sollte man das innere der Rolle anrauhen, um ein wenig mehr Haftung für den Bauschaum zu sichern.



    Dann beginnt man mit dem Schäumen, was ein recht schwieriger Prozess ist. Man hält die Tube am besten Kopfüber und schäumt immer zu kleinen Teilen das Ganze Rohr voll. Das lässt man dann mindestens 24 Stunden stehen, bis es wirklich VOLL ausgehärtet ist. Dann schleift/schneidet man die Überstände ab.
    WICHTIG: Für 1 Rolle braucht man 1 Dose Schaum. War bei Prikelpit anscheinend so, bei mir nicht anders... obwohl 20 Liter Schaumausbeute auf der Dose stand...



    Voila! Eine Rolle, die auch 95 Kilo trägt. (grade eben testen lassen...)

    Nun zum schöneren Teil, dem Bau des Boards.
    Angefangen hat das Ganze beim Praktiker, bei dem ich eine
    180x26,5x1,8 cm Latte Multiplex Birke
    aus der Restebox abgreifen konnte. Versucht es dort, es lohnt sich.

    Was man hierfür braucht:
    - Winkel (Geodreieck tuts auch)
    - Zollstock, Stift und Vorlagen (kommt im Text)
    - Säge
    - Feile / Schleifer
    - Leim
    - Schrauben (Holzschrauben, selbstschneidendes Gewinde ca. 2,5-3 cm Eindringtiefe)
    - Schraubzwingen

    Das Holz sägt man wie in meinem Fall in 2 Teile, auf jeden Fall aber auf die Größe, die man gerne hätte (zB 90 x 26,5 cm wie bei mir)



    Nun nimmt man sich am besten eine in Fotoshop erstellte Vorlage aus Papier und richtet die mit dem Winkel und Zollstock richtig aus. (Mitte des Boards einzeichnen ist hilfreich) Dann fährt man die Linien ab.



    Los gehts mit dem Sägen...



    Die Überstände an Holz behält man.
    So sieht die Form dann fertig aus in meinem Fall:



    Nun nimmt man die Holzreste und verarbeitet Sie zu einer Keilform.
    An ein gleichschenkliges Dreieck denken, also von der Ecke z.B. 9cm an den Kanten entlang messen, dann die Punkte verbinden und voila!



    Sieht noch nicht symmetrisch aus? Naja, nach dem aussägen bestimmt. Den ersten Keil benutzt man einfach zum erstellen der nächsten.



    Nun schleift/feilt man die Kanten des Boards und der Keile ab.
    Die Keile werden geleimt und mit den Schraubzwingen festgepresst.



    Für die Holzschrauben solltet Ihr noch Führungskanäle bohren (ca 1-1,5 mm kleiner als der Durchmesser der Schraube) und von der Tiefe weniger tief als die Schrauben-Eindringtiefe. Die Spitze der SChraube muss direkt ins Holz gehen.





    Weiter gehts am nächsten Tag...
    Das Board steht ja schon, nun zur Bemalung UND zum Griptape...

    Was man braucht:
    - Farben (Sprühfarben sollte man nur sprühen, nicht aufpinseln, da sie zu dünnflüssig sind und sich ins Holz einsaugen, was sehr unschön ist)
    - Vorlagen
    - Stift und Pinsel
    - Klebeband (Paketklebeband zum Beispiel)
    - Klarlack und Zucker, dazu später mehr...



    Die Vorlage überträgt man mit Bleistift...



    ...und beginnt mit dem Pinseln.



    so siehts dann fertig aus...



    Nun zum Besprühen:
    Nehmt das Klebeband und Bleistift+Zollstock und klebt Linien des Boards ab, die Naturholz zeigen sollen. Das Motiv in der Mitte hab ich nur durch die Nivea-Dosendeckel und Steine zum beschweren geschützt.



    Sollen es 2 Farben werden? Nach dem ersten Sprühgang (sprüht ruhig ordentlich, aber nicht zu viel, damit das Holz die Farbe nicht unter das Klebeband zieht) nicht das Klebeband abziehen, sondern einfach weiter zukleben, neue Frabe zum übersrpühen drauf und fertig siehts dann so aus:



    Okay, jetzt zum finish:
    Man braucht:
    - Klarlack (Bootslack ist wahrscheinlich besser)
    - Zucker
    - eine Farbrolle (verteilt den Lack besser als ein Pinsel...)



    Zuerst trägt man großzügig eine Schicht Lack auf...



    Es ist besser, ihr lasst diese Schicht abhärten und wiederholt den Vorgang, ich hatte aber keine Zeit, deshalb habe ich den Zucker direkt auf die erste Schicht gestreut... geht zur Not auch...



    Danach nimmt man das Board hoch und schüttelt es hin und her, damit sich der Zucker gleichmäßig verteilt...
    Und während man die Boards in der Sonne trocknen lässt...



    ... macht man was sinnvolles während des Wartens und LERNT. :thinking:



    Lasst den Board am besten 6 h Zeit zum trocknen, bevor es zum letzten Schritt geht: Dem Abspritzen.




    Der Zucker wird dadurch weggewaschen (die meisten kennen den Vorgang bestimmt schon) und der hart gewordene Lack bleibt als "Zucker-negativ" zurück...

    TADAAA!
    Nach weiteren 24h Wartezeit sind die Boards dann endlich trocken und fertig!
    Der Grip ist meiner Meinung nach nicht wirklich Longboard-tauglich, aber fürs Balance-Board oder nen gemütlichen Cruiser reichts allemal.





    Ich hoffe, ein paar Leuten damit geholfen zu haben!
    Soviel zum How-To!

    Vielen Dank an
    Prikelpit
    Werner
    und Fränky!
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  • #2
    Da hat vaddern aber Glück gehabt das er nicht den finger verloren hat!

    wie macht sich den der Zuckergrip?

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    • #3
      Problem bei mir: die Röhre hat sich verformt, wenn ich drauf stand und langsam hat sich dadurch der Schaum wieder gelöst und viel dann in dicken Klumpen einfach raus.

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      • #4
        @Prikel:
        Ja also die Bombe ist der Zuckergrip jetzt nicht. Ich würde sagen, auf Socken rutschst Du nicht mehr weg, aber wer balanciert schon auf Socken?

        Ich hatte noch nie Korund/Epoxyd-Boards in der Hand, also ist der Vergleich doof.
        Aber es ist eben ne gute Alternative, wenn man sich gegen das Wegrutschen absichern möchte.

        Vielleicht können sich ja erfahrenere Leute dazu äußern...

        Die Finger meines Großvaters sind wieder dran, OP geglückt.

        @Wolke: Ohoh... ich hoffe, meins kommt nicht raus. Sonst werde ich ne Alternative suchen und posten.
        Papprolle zum Beispiel stelle ich mir sehr gut vor. Mir fiele leider keine nicht-abfärbende/reibende/sonstwas- Lösung ein ausser der Papprolle.
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        • #5
          du hast auf einmal geschäumt oder?
          hab ich beim ersten auch mal gemacht, hatte die drecksrolle ne unwucht. War ziemlich unangenehm. Also beim 2ten mal auf 3 mal stehed geschäumt, dann gings.
          @wolke: hatteste du die angeraut innnen? das könnts schon gewesen sein.
          Einfach nur, weil ich 'n fieser Sack bin.

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          • #6
            Super Tut! Schön geschrieben, viele Bilder...so muss das sein. Wer das nun nich hinbekommt, hat 4 linke Füße!

            Zuckergrip..hm..ich hab das zwar bisher nur mit Epox versucht, aber bei diversten testfeldern war eindeutig klar : Mehr ist mehr! Es braucht schon eine gewisse Schicht Epox, damit sich richtige Zuckerkrater bilden...wenn man zu wenig nimmt, hat man nur eine leicht rauhe oberfläche...oder sogar gar nichts.
            Zudem: Am besten gefiel mir das ergebnis mit ROHR ZUCKER...der istetwas gröber als normaler Zucker. Man denkt zwar erst UUURKS sieht das kacke aus...der Zucker ist ja braun...aber nach dem Auswaschen...genial. Das kommt auf jeden Fall auf mein nächstes Brett :clap:
            ...und mein Indo-Board, das ich nach diesem Tut bauen werde !
            Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

            Warum ich das alles baue? "[...]This and the other things [...]not because they are easy, but because they are hard!"

            In Flames We Trust \m/
            Frohlocke und jauchze für diejenigen in deiner Nähe, welche zur Macht übergehen. Betrauern tue nicht, vermissen tue nicht.

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            • #7
              Erstmal vielen Dank für die Blumen!
              Das Rohr meiner Freundin ist nicht geschäumt (diese Mehrdeutigkeit!) und hat ne unwucht (Materialbedingt, keine Ahnung...). Entweder schäume ich das und poste dann noch ein Tutorial zum genauen Schäumen nach oder ich schau mal, wie ich eine Papprolle getunt bekomme. Bin da sehr zuversichtlich!
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              • #8
                Mein Plastikrohr eiert jetzt auch, im Schaum hats mächtig geknackt und man kann Risse sehen.

                Schaum ist also nicht die beste Lösung, die man sich so vorstellen kann...

                Also heut morgen zu den Westfälischen Nachrichten und Druckerpapier-Papprollen mitgenommen.

                Ersteindruck: Super! Jetzt nach ner Stunde Dauerbelastung (ja, das Telefonat dauerte was länger ^^) muss ich sagen: rollt glatter, angenehmer an und richtiges hin- und hersurfen (und zwar Minutenlang, Nose hoch, Tail hoch, Nose hoch...) ist leichter. Könnte auch am Gewicht der Rolle liegen.

                Jetzt brauchts aber noch mehr Durchmesser (irgendwas gummimäßiges, polsterndes) und was für Innen zum Füllen. Müsste leicht elastisch sein... jemand ne Idee? Damit es nicht knack macht beim ersten Standup.
                (Das hat dann auch ne Hammer-Unwucht in die Plastikrolle gehaun.)
                Zuletzt geändert von Seegurke; 19.06.2009, 20:34.
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                • #9
                  Habe mir ein Stück Wasserrohr blau von den Stadtwerken besorgt, hält, definitiv,
                  Durchmesser 20cm, Wandstärke 1,5cm,

                  liegt manchmal bei Rohrarbeiten am Strassenrand, gibt es auch noch in orange, hat dann 30cm im Durchmesser,

                  viel Spass beim finden

                  GG
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                  • #10
                    Hi,

                    ich möchte mir vielleicht auch ei Board bauen, aber rstmal nen gedankenanstoss/ ne überlegung.

                    wenn ich ne art "kante" um das brett herum mache und dann etwas ausgleichsmasse reinschütte( natürlich nur minimal) und dann gröberen zucker reinstreue, die kante wieder abnehme und dann die ecken schön rundschleife, ahb ich dann nicht vielleicht ein schöneres grip?!

                    mfg David

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                    • #11
                      wenn ich ne art "kante" um das brett herum mache und dann etwas ausgleichsmasse reinschütte

                      vllt steh ich ja auf dem schlauch, aber was meinst du mit ausgelichmasse und was soll die bewirken?
                      willst du quasi auf ein flaches brett concave-wölbung machen?

                      vllt wäre eine skizze hilfreich.


                      ich kann aus persönlicher erfahrung nur vom zuckergrip abraten. zumindest wenns ums longboarden geht.

                      bei einem indoboard wirds vllt "reichen", aber sollte da nicht auch zb ein zurecht geschnittenes stück maschendraht o.ä. als grip reichen? macht man barfuß diesen spaß, oder?

                      lg
                      Bitte unterlasst provozierende Zitate in der Signatur, die eine Antihaltung suggerieren: Für ein befriedetes Forum!

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                      • #12
                        also ich hab bei meinem, das rohr mit holz verstärkt, von der drehbank exakt gedreht.. falls jemand die möglichkeit hat.. kann ichs nur empfehlen

                        und für den grip auf dem rohr einfach so ne anti-rutsch matte mit 2k kleber druff

                        ferdich
                        -Je weniger einer meint sich äußern zu müssen desto seltener wird er im Nachhinein als Idiot bezeichnet.-

                        Einen Film, der es nicht lohnt zitiert zu werden, ist es einfach nicht wert.

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                        • #13
                          jup, da hatte der bagge ne gute idee.

                          ich eminte nicht für concave, sondern dass man anstatt dem klarlack hier ne dickere schicht benutzt. damit diese aber nicht runterläuft, muss man aber ja eine umrandung machen, welche man am ende wieder entfernen kann.

                          das ganze soll ja nciht hoch werden, aber halt nich weglaufen.

                          da ist das anti-rutschmatte aber einfacher ;)

                          mfg David

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                          • #14
                            AW: How To - Indoboard

                            Zum Zuckergrip wollte ich mal meine kürzlich gemacht Erfahrung beisteuern.

                            Ich hab mich an einem Zuckergrip mit Clou Yachtlack und braunem Zucker versucht.
                            Die Oberseite wurde großzügig mit dem Lack eingepinselt und gleich darauf auch ordentlich mit Zucker bestreut.

                            Und jetzt fangen die Probleme an:
                            Es mach für mich den Eindruck dass der Zucker den Lack aufsaugt.
                            Denn der Lack ist auch nach 3 Tagen nicht trocken und bildet mit dem Zucker eine sehr dickflüssige und klebrige Masse.
                            Auswaschen funktioniert nicht.
                            Habe auch schon versucht einen Teil davon mit dem Spachtel abzukratzen, denn schleifen kann man das nicht.

                            Falscher Lack?
                            Zuviel Lack? Zuviel Zucker?
                            Hätte man den Lack vielleicht erst antrocknen lassen sollen?

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                            • #15
                              AW: How To - Indoboard

                              ich hab ne Siebdruckplatte genommen.

                              Optimaler Halt, egal ob mit Socken, Barfuß oder mit Schuhen!

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