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downhill - mein Ansatz

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  • downhill - mein Ansatz

    Da ich im nächsten Jahr an ein paar events teilnehmen will hab ich mir gedacht jetzt schonmal ein Brett dafür
    zu bauen. Nach ein paar Stunden in inkscape ist dann dieser Entwurf dabei herausgekommen:



    Die Maße:

    96cm lang
    25 cm breit
    78 cm wheelbase
    1,2 cm concave
    2 cm rocker

    Über die konstruktion war ich mir lange unschlüssig, hab mich dann aber auf diesen Aufbau festgelegt:

    4mm Birke
    4mm Birke
    Biax 45° glas
    6mm pappel
    biax 45° glas
    biax kohle 0°

    Das ganze hab ich dann in einem Vorgang laminiert und in die Rippenpresse gespannt.

    Das ganze ist auch bis auf recht viele, aber sehr kleine abdrücke von der lochfolie sehr gut aus der presse gekommen.





    Das Brett ist soweit ausgeschnitten, nur leider habe ich die schablone einen mm daneben plaziert und jetzt ist der kern nicht mehr ganz mittig, fällt aber kaum auf.
    Bisher hab ich noch keine löcher gebohrt weil ich mir nicht sicher bin wie ich das finish am besten machen sollte. nochmal harz drüber oder doch einfach nur klarlack? Naja hier ist das board im jetzigen zustand:



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  • #2
    Sehr schön geworden. Wie hast du das mit der Abstufung in der Rippenpresse hinbekommen?
    Achja, wie schwer bist du denn wenn ich fragen darf?
    Zuletzt geändert von aristid; 02.11.2009, 19:45.

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    • #3
      ?! warum so dick? nächstes ma nimmst du lieber 3x3 mm (oder 2x3mm) birke

      dann bringt das Glas in der mitte sehr wenig lieber oben biax und unten biax
      ud unten sollte inordnung sein
      das finish ollt doch eig in ordnung sein oder? sieht doch top aus
      Zuletzt geändert von daniel5; 02.11.2009, 21:50.
      [20:03:45] Janick Millasson: soho is karottophil

      (Ich bin auch ein Zottel)

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      • #4
        Warum hast du denn "nur" die 6mm Pappel mit Biax Glas
        gegen Torision verschrenkt und nicht das gesamte Deck ?

        Hast du eine Art "Gaspedal" Concave eingebaut ?
        Rocker in Kombination mit einem gleichmäßig durchgehenden Concave
        müsste ja für sehr viel Spannung im mittleren Bereich des Decks sorgen,
        oder?
        Die Dicke der einzelnen Glas/ Kohle bleibt geheim, oder ?
        Magst du verraten, wo du die 6mm Pappel gekauft hast ?

        Finish und Shape sehen soweit echt klasse aus,
        hätte an deiner Stelle allerdings kein Rocker mit eingebaut,
        statt dessen vielleicht 2-3mm mehr Concave und ev. Flush Cuts.

        Gruß,
        chris
        ferd tiga vogl :P

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        • #5
          @ aristid: ich wiege wenns hoch kommt vielleicht 75 kg, eher weniger.

          Zur Frage warum ich das ganze so dick gebaut habe: Wie ich leider feststellen musste versteift rocker das board nicht wirklich sonder lässt es eher mehr flexen. Mein letztes board war ca 1,3 cm dick und hatte noch ein ganz wenig flex aber noch zu viel torsion. Außerdem wollte ichs wirklich absolut steif haben. Und mit 1900g ists auch gar nicht so übermäßig schwer geworden.


          Das biax habe ich nur um den kern gelegt in der annahme (korrigiert mich bitte wenn ich absoulten mist erzähle) das durch den kontakt der beiden lagen glas ne art torsionsbox oder sowas entsteht und das die kräfte noch besser aufnehmen kann also biax nur oben und unten.

          glas: 200g m^-2 kohle: 380 g m^-2

          Ein wirklich perfekt geformtes concave ist mit ner 3 rippen- rippenpresse wirklich schwer hinzukriegen. Also nix mit gas pedal. Ach und flush cuts hätte ich auch gerne. :D Nur sind die einzigen Werkezuge die ich besitze ein handbohrer :git: und ne 20 jahre alte stichsäge. :tot:

          Pappel und ganz viel anderen holzkram gibts bei holzland greve in neumünster. Wirklich super laden

          Und nu zur frage wie ich das mit ner rippenpresse hinbekommen habe:

          Angefangen habe ich mit dem 6mm Pappelsperrholz. Darauf habe ich die form des kerns gezeichnet und vorsichtig in einem stück mit einem stichsägewinkel von ca 30° ausgesägt. Hier hat man nur einen versuch richtig zu schneiden. Fehler können nicht mehr behoben werden.

          Nun hat man den ausgesägten kern und den übrig geblieben Rahmen. Den habe ich dann mit frischhaltefolie umwickelt, so das kein holz mehr "frei" liegt der später irgendwo festkleben könnte.

          Danach hab ich ganz normal die einzelnen schichten auf einander laminiert. Auf die Kohle dann die lochfolie gelegt und oben drüber den rahmen. Danach saugvlies, teichfolie und pressholz drüber und ab in die presse.

          Und da bilder mehr als tausend worte sagen:

          kohle + lochfolie:


          rahmen:



          saugvlies:


          teichfolie:


          pressholz:
          Angehängte Dateien

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          • #6
            So einfach und doch nicht von selber draufbekommen. Das werd ich dämnächst auch ausprobieren. servus

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            • #7
              hey danke für den Tipp mit Holzland Greve !
              An den Laden hatte ich jetzt irgendwie so überhaupt nicht gedacht !
              Werd da auf jeden Fall demnächst mal vorbei schaun und Preise checken !

              Soweit ich weiß ist, wenn´s um das Beseitigen von Torision geht mit Biax an beiden Seite ganz außen "absperren" auf am besten.
              (Je mehr Material zwischen Biax oben und Biax unten, desto mehr Dehnung der Fasern pro ° Troision notwendig.)

              Um mit möglichst wenig Material den Flex zu minimieren sollte eine Bauweise ohne Rocker vorteilhafter sein.
              Ein Tick mehr Concave wäre dir dabei wohl auch behilflich.

              Was die Flush Cut Überlegung angeht:
              Hatte bei meinem ersten, selbst gebauten Deck welche gebastelt.
              Das war so eine ganz einfache "Gecoboard" Konstruktion:
              15mm Multiplex, Shape rein gesägt, Achs Bohrungen,
              Flush Cuts angezeichnet und hab die dann einfach vorsichtig mit einem Stemmeisen
              und nem Hammer doch Holzschicht um Holzschicht ca. 5mm
              tief rein geschlagen.
              Wesentlich eleganter wäre es natürlich, die Cuts vor dem Verkleben der einzelnen Schichten schon in die Unteren hinein zu sägen.
              Wobei hierbei dann wahrscheinlich so eine Art "Platzhalter", also ein mit Folie umwickeltes Stück Holz beim Verkleben dafür sorgen müsste,
              dass in den Flush Cuts keine Harz Ansammlungen den Platz der Baseplate blockieren.

              Gruß,
              chris
              ferd tiga vogl :P

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              • #8
                Mir schwirrt da son Satz im Hinterkopf rum. Aber bevors nicht jemand bestätigt hat, markier ichs mal als Halbwissen:D

                "Die Steifigkeit eines Laminates steigt im Quadrat zur dicke des Kerns"

                Was auf jeden Fall stimmt: Je weiter aussen die Verstärkungsfaser, desto Effektiver. Daher ist deine Konstuktion (Die Glasfaser mein ich jetzt..) mehr oder weniger Sinnfrei.
                Kritik zur Kenntnis genommen - Ignoriervorgang eingeleitet

                "Ich bekomm im echten Leben keine Anerkennung und lege deshalb Wert auf die Farbe der Karten unter meinem Usernamen."

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                • #9
                  Zitat von beatfried Beitrag anzeigen
                  "Die Steifigkeit eines Laminates steigt im Quadrat zur dicke des Kerns"
                  Iy=b*h³/12

                  Auf deutsch: die Höhe eines Bauteils geht in der 3. Potenz in das Flächenträgheitsmoment ein.
                  Die Dicke eines Kerns hat erst einmal gar keinen Einfluss auf das Laminat. Erst der Verbund aus allem ergibt die steiferen Eigenschaften.

                  Was beat sagt kommt eher aus der Sandwichtheorie...

                  Bei einem Board aus Holz mit Laminat oben drauf muss man wohl von der Balkentheorie mit verstärkten Randfasern ausgehen... Bei einem Balken liegen die größten Zug- und Druckspannungen in den Randfasern. (Und in der Mitte des Bretts -> Biegebalken auf zwei losen Auflagern)

                  Edit: Beim nochmaligen drüberlesen ist das vllt doch eher ein Balken/Sandwich-Hybrid. Da helfen keine Faustregeln mehr :)
                  Zuletzt geändert von langbrettlabor; 03.11.2009, 02:25.

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                  • #10
                    das sieht echt gut aus vorallem das shape finde ich gut. habe ich das richtig verstanden dass du ohne vakuumpresse gearbeitet hast und nur mit einer normalen rippenpresse? hast du ein bild von deiner presse?

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                    • #11
                      @jeanfredo: na wunderbar... also wird es wohl nie eine hundertprozentige antwort geben. Wird man das wohl oder übel durch rumprobieren testen müssen.

                      Um mit möglichst wenig Material den Flex zu minimieren sollte eine Bauweise ohne Rocker vorteilhafter sein.
                      Ja dem bin ich mir bewusst, nur find ich rocker sehr angenehm und wollt dann doch nicht drauf verzichten :D


                      Ein Bild von der presse gibts auch:


                      Ist ne fast normale 3 Rippen presse. Die einzelnen rippen sind 3 cm dick und nicht verschraubt, sonder werden nur durch den seitendruck der holzlatten gehalten. So kann ich ganz schnell und billig die rippen wechseln.
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                      • #12
                        Zitat von Tim Beitrag anzeigen
                        @jeanfredo: na wunderbar... also wird es wohl nie eine hundertprozentige antwort geben. Wird man das wohl oder übel durch rumprobieren testen müssen.
                        Es fängt halt schon beim Holz an, das kein isotroper Werkstoff ist. Desweiteren weicht die Qualität von "Baum zu Baum" ab.

                        Pappel benutzt man ja v.a. wegen der geringen Dichte und nicht wegen den misarablen mechanischen Eigenschaften, weswegen man die Pappel wohl eher als Sandwich-Kern betrachten muss.

                        100% ist auf Papier nichts. Da kann man auch nur mit Sicherheiten auslegen. Ausprobieren und aus Erfahrungswerten anderer schöpfen ist bei Longboards der vernünftigste Weg. (es sei denn man hat total viel Lust den ganzen Dreck durchzurechnen)... Wenn man nur mit Airex/Fasern/Harz arbeitet wirds schon einfacher auszulegen (für diejenigen, die mit der Sandwichtheorie vertraut sind)...

                        Halte die Erkenntnisse zur deiner Bauweise auf jeden Fall im Dimensionierungs-Thread fest! -> http://www.longboardz.de/cms/forum/s...ead.php?t=6144

                        Shape -> http://longboardz.de/cms/forum/showthread.php?t=10754

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                        • #13
                          So, das board ist fertig.:D

                          Ein paar Änderungen bezüglich der wb musste ich leider auf grund von platzmangel durchführen... Ich hab jetzt die wahl zwischen 75,76 und 77 cm wb. Momentan hab ich alte randal 180er mit flys drauf. fährt sich soweit ganz gut. flex und torsion sind praktisch nicht vorhanden, lediglich wenn ich drauf rumspringe sind sie spürbar, aber beim fahren zum glück nicht.

                          Als grip hab ich epoxid und korund 1mm körnung genommen. wer auch immer gesagt hat, dass man sich an korund die finger schneiden kann, hat definitiv nicht gelogen. Nach ein paar mal anpacken hatte ich gleich einen netten schnitt im finger. :surprised:

                          f
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                          • #14
                            Ich denke, du hättest das bessere Grip-Resultat, wenn du das Zeug nicht so dicht gestreut hättest.

                            Ist ja wie beim Nagelbett. Bei vielen Nägeln kannst du dich problemlos drauflegen ohne dich zu verletzen. Bei wenigen kannst du dich auch hinlegen, wirst aber wahrscheinlich nicht mehr aufstehen.
                            Kritik zur Kenntnis genommen - Ignoriervorgang eingeleitet

                            "Ich bekomm im echten Leben keine Anerkennung und lege deshalb Wert auf die Farbe der Karten unter meinem Usernamen."

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                            • #15
                              doch doch so dicht ist schon richtig, dann alles, was lose ist, runterpusten. das problem ist hier die koernung. die ist viel zu heftig, das duerfte fepa 20 sein. fepa 24 ist schon hardcore, 30 ist in etwa wie edger, und erst dann wirds gemuetlich, barfussgrip ist z.b. fepa 60.
                              http://www.feinewerkzeuge.de/G10019.htm
                              ausserdem war das harzbett zu duenn, die koerner sollten hinterher alle duchsichtig, also weitgehend umschlossen sein. dabei liegen die dann aber nicht etwa voll im harz, wie man jetzt denken koennte, sondern das harz zieht sich um die koerner rum, wenn genug da ist.

                              aber cleargrip aufn dh deck ist eigentlich sowieso keine gute idee, zumindest hinten nicht, denn die bremsfuss-hitze weicht epoxy locker auf, und dann hat man den käse am schuh.
                              Zuletzt geändert von HEKMATI; 06.11.2009, 12:49.
                              OLSON & HEKMATI
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