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LDP White'n'Light

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  • LDP White'n'Light

    Es folgt ein Baubericht von Arborcruiser und mir zu meinem neuem White'n'Light Pumper im Blowfish Shape.

    Tag 1+2

    Aufbau festlegen

    Biax
    Biax
    2mm Abachi (superleicht)
    10mm Styropor/10mm Multiplex
    UD
    Biax
    Biax

    Wir mussten uns für 10mm Styropor entscheiden, da es uns ohne Heißdraht, nur mit Japansäge, unmöglich war, eine gleichmäßig dicke 10mm Platte zu schneiden. Wir waren zwar etwas skeptisch, da Styropor ja um einiges druckempfindlicher ist als Styrodur, aber wir erinnerten uns an den Eigenbaucontest, wo auch erfolgreich Styropor verbaut wurde.
    Um uns die weiße Lackierarbeit und dem Board das Lackgewicht zu sparen, haben wir das hellblauen Epox mit Titanweiß eingefärbt. (etwa 5%) Für das Brett haben wir 250g Epox verbraucht und mit -1bar 6 Stunden bei 45-50°C im Vakkuum gepresst.
    In den 6 Stunden Wartezeit haben wir die Bennett gelagert, Keile geschnitten und Muttern gekürzt. Die Lagerinnenfläche haben wir beim Einbau leider etwas zerstört (Foto). Mal schauen wie sich das auswirkt auf die Lenkung. Auf jeden Fall sitzt der Innenring jetzt derbe fest im Außenring. :( Um Gewicht und Höhe zu sparen, habe ich aus 2 fetten 11° G-Truck Keilen 4 schmale 16° Keile geschliffen. Dazu einfach die Keile auf eine Trägerplatte schrauben (handlicher) und auf den festgespannten Bandschleifer halten. Da zwei 11° und zwei 5° Keile zusammen etwa 140g wiegen, und die geschliffenen 4 Keile nur 40g, wurde das Setup 100g leichter. Wenn schon Leichtbau, dann richtig. Die Schrauben habe ich schmaler geschliffen, um möglichst nicht am Bushing schnitzen zu müssen.











    2 Kaffe, 10 Zigaretten und 8 Solitärspiele später könnte dann endlich ausgepackt werden. Und dann der Shock. Die -1bar waren wohl zuviel für das 10mm Styropor. Dieses wurde auf gute 5mm gestaucht und hat erheblich an Volumen eingebüßt. Mit der Optik könnte man vielleicht grade noch so leben, aber leider sieht es nicht nur grauenhaft aus, sondern hält auch keinen Menschen aus. Was bleibt ist ein 1215g schwerer Rohling für den Müll.

    Erkenntnisse des Tages
    - durchsichtiges Epox mit blauem Härter bekommt man durch Titanweiß nicht weiß, maximal eisblau
    - 2mm Abachi mit 5 Schichten Glas (an den Wheelwells) reichen konstruktiv aus
    - es ist uns möglich einen 1m Pumper unter 1000g zu bauen
    - sphärische Lager besser nicht mit Eisspray bearbeiten, da es kaum etwas bringt und das Lager vermutlich beschädigt
    - aus 11° Keilen kann man genau 16° Keile schleifen, wenn man von Kante zur Kante schleift



    Wer einen Tip hat, wo man 10mm Styrodur Platten oder ähnlich brauchbares Material in kleineren Mengen herbekommt, möchte Arborcruiser oder mir das gerne sagen. Außerdem wissen wir nicht, wie man einen Heißdraht baut. Über eine detailierte Bauanleitung würden wir uns sehr freuen. Außerdem sind wir offen für generelle Hinweise und Kritik, denn darum erzähle ich überhaupt diesen Fail. Den nächsten erfolgreichen Versuch werde ich dann hier posten. Danke fürs lesen.
    facebook.de/schotterflechte

  • #2
    AW: LDP White'n'Light

    Heißdrahtschenider:
    - Proxxon Trafo, regelbar

    - normale Kabel
    - Widerstandsdraht (5,50 ohm/m)

    Das ganze entweder mit der Hand spannen oder sich einen Bogen bauen. Das Graue oben ist eine Feder - zB aus den Doppelarmigen Schreibtischlampen (kann man einfach kurz aushaken, benutzen und wieder einhaken)


    Styrodur gibts in Bastelläden oft mals auch in dünneren Platten. Meist aber mit Kack maßen und recht Teuer.. lieber 3cm kaufen und draus 3 Platten schneiden.
    Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

    Warum ich das alles baue? "[...]This and the other things [...]not because they are easy, but because they are hard!"

    In Flames We Trust \m/
    Frohlocke und jauchze für diejenigen in deiner Nähe, welche zur Macht übergehen. Betrauern tue nicht, vermissen tue nicht.

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    • #3
      AW: LDP White'n'Light

      Und dann der Shock. Die -1bar waren wohl zuviel für das 10mm Styropor. Dieses wurde auf gute 5mm gestaucht und hat erheblich an Volumen eingebüßt.
      Das hat nichts mit den -0,1bar zu tun, sondern mit den 50° Termperatur. Das selbe Problem hatte ich mit Styropor/Styrodur (meines Wissens nach der selbe Stoff, nur einmal Handelsname und einmal "Chemische" Bezeichnung) auch.
      Gute Erfahrungen habe ich bisher mit Trittschalldämmungen von Max Bahr oder Hornbach gemacht. Kostet nichts und ist in 6mm und 9mm zu bekommen. Die dürfte auch etwas hitzebeständiger sein (habe es aber noch nicht getestet), als Styrodur. Und ansonsten eben beim nächsten anlauf ohne tempern arbeiten und länger warten ;-) Wie gesagt, am Unterdruck liegt´s nicht, sondern an der Hitze.

      lg

      €: Die lage 400er Biax sollte bei einem Foamie mit solch dünnem Topsheet durchaus auch oben auflaminiert werden (Zusätzlich zur unteren Lage). Sonst macht´s unter Umständen nur einmal knick und ist wieder alles für die Tonne.
      Zuletzt geändert von Kingsgardener; 14.03.2012, 18:49. Grund:
      Bitte unterlasst provozierende Zitate in der Signatur, die eine Antihaltung suggerieren: Für ein befriedetes Forum!

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      • #4
        AW: LDP White'n'Light

        wow vielen dank für die 2 guten antworten!
        facebook.de/schotterflechte

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        • #5
          AW: LDP White'n'Light

          Zitat von Kingsgardener Beitrag anzeigen
          Das selbe Problem hatte ich mit Styropor/Styrodur (meines Wissens nach der selbe Stoff, nur einmal Handelsname und einmal "Chemische" Bezeichnung) auch.
          Die Kurzbezeichnung für Styrodur ist XPS bzw. EPS für Styropor. Der Ausgangsstoff ist dersselbe, aber die Herstellung und Handhabung sind sehr unterschiedlich. XPS ist dichter undfester und weist eine einheitliche Struktur auf. EPS bröselt aufgrund der vielen zusammengesetzen Kugeln. Auch gibt es das in verschiedenen Dichten. Ich glaube, da liegt hier das Hauptproblem. Gibt auch genug Temperboxen, die ohne Zwischenwand bei >50° C keine Probleme machen. Ein Zentimeter Kerndicke ist bei solche weichen Kernmaterialen aber schon arg wenig.

          Zitat von gnidnu Beitrag anzeigen
          Ich verwende nen Labornetzteil (0-30V, 5A) zusammen mit dem 0,4 oder 0,5 mm Draht von R&G. Mein Bogen ist 55 cm lang, das Netzteil ist eingestellt auf 4A. Läuft sauber und der Draht ist auch nach Monaten gelegentlicher Nutzung noch nie gerissen.

          Zuvor habe ich mit nem Proxxon Draht (0,35 mm NiCro) und nem Märklin Modellbahntrafo. Der Draht wurde zwar heiß, ist aber ständig gerissen. War nicht so spaßig, weil der sich dabei durch den Schaum gefressen hat.
          Eisenbahntrafos gehen auch, selbst die mit Wechselspannung. Vibriert halt lustig auf Wechselspannungsfrequenz, wenn es noch nicht im Material steckt. Dann bereitet das aber keine Probleme. Mit dem Labornetzteil gehe ich meistens auf 4A / 16V.

          Was wolltet ihr denn mit dem Eisspray und wie habt ihr die Mutter gekürzt?
          Zuletzt geändert von gnidnu; 14.03.2012, 20:14.

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          • #6
            AW: LDP White'n'Light

            PS: Das Abachi schimmelt.... :D
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            • #7
              AW: LDP White'n'Light

              das hat schon geschimmelt als ich gekauft habe. war billiger dadurch ;D
              Kick your own Ass!

              www.facebook.com /1166Longboards

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              • #8
                AW: LDP White'n'Light

                Edelschimmel. Macht ein Board schneller, stiffer und wertvoller. Wie rot.
                Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

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                • #9
                  AW: LDP White'n'Light

                  zum spannen des bogens kann ich euch ne schnur plus ne latte ans herz legen. dann drehen und verkeilen (atte muss lang genug, aber nich zu lang sein.) dann bekommt man mehr/genug zug auf den draht, damit der sich nich zu sehr verzieht beim schneiden, sonst wirds hässlich.
                  Ehrlichkeit statt schmackhafter Augenwischerei.

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                  • #10
                    AW: LDP White'n'Light

                    Zitat von gnidnu Beitrag anzeigen
                    Was wolltet ihr denn mit dem Eisspray und wie habt ihr die Mutter gekürzt?
                    mit dem eisspray wollten wir, dass sich das lager zusammenzieht damit es noch strammer in das loch passt. einfach weiterpfeilen ist aber der bessere tip
                    die mutter habe ich gekürzt, indem ich sie verkehrt herum auf den eingeschlagenen kingpin (samt base also) gedreht habe, und dann die mutter gleichmäßig auf den festgespannten bandschleifer gehalten habe. mit auge und gefühl wirds auch grade. funken gabs keine (also keine explosionsgefahr)
                    facebook.de/schotterflechte

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                    • #11
                      AW: LDP White'n'Light

                      Ah, sehr gute Idee. Hab bislang immer nur die Flex in Erwägung gezogen. Dann wäre aber der Sicherungsring geschmolzen. Danke!

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                      • #12
                        AW: LDP White'n'Light

                        Mh, Mist wegen des Fails...
                        Diese Methode hat bei mir wunderbar funktioniert, komisch, dass das bei euch nicht passen wollte...
                        Ansonsten auch gute Idee mit dem zuerchtgeschliffenen Keil und der Mutter, gefällt!
                        Zu stark gepresste Lager sind auch suboptimal zum Skaten, kenne da jm, dessen Bennett dadurch echt schwergängig ist, man sollte sich schon an die gängigen Passungen halten, maximal eine leichte Presspassung verwenden.
                        Freue mich schon, endlich mal eine Runde mit dir pumpen gehen zu können.
                        1 Johannes 4,10

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                        • #13
                          AW: LDP White'n'Light

                          Weil es einfach zu heiß für das Styro war. Dazu der Druck und platt is das ganze. ;)
                          Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

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                          • #14
                            AW: LDP White'n'Light

                            Um das ganze zum Abschluss zu bringen:
                            Nach kurzem brainstorm wurde sich gegen "leicht" und für "flex" entschieden. der aufbau biax, 4mm, 4mm, biax, esche ergibt ein 9mm dickes brettchen mit snappigem flex bei 70kg. das gewicht beträgt 1380g.
                            was ich gelernt habe: vorm ausschneiden die wheelbase bei fremden shapes messen. der shape hätte doch 5cm länger sein können. außerdem zieht eine geölte oberfläche dreck magisch an. positiver nebeneffekt: die poren werden gefüllt mit dreck und die furnierblume kommt besser rüber :)
                            2013-05-03 15.10.13.jpg2013-05-03 15.17.21.jpg2013-05-03 16.32.41.jpg2013-05-03 16.55.42.jpg2013-05-06 16.29.36.jpg
                            rohling | shape aufkleben | wheelwells schleifen | wässern & schleifen | dreckfinish beim ersten ausritt
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                            • #15
                              AW: LDP White'n'Light

                              Zitat von MAY0 Beitrag anzeigen
                              Die -1bar waren wohl zuviel für das 10mm Styropor.
                              Jop. Das ist bekannt. Beim Bau von Windsurfboards unter Vakuum geht man maximal mit -0.3bar ran.

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