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Glasfaser ohne Vakuum pressen!

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  • Glasfaser ohne Vakuum pressen!

    Edit: ööhh keine Ahnung warum da ein Daumen nach unten vor der Überschrift ist aber das gehört da nicht hin...


    Diese Idee schwirrte mir schon länger im Kopf umher. Glasfaser ohne Vakuum pressen. Nur wie? Dazu ist mir lange nichts eingefallen, wobei die Lösung so simpel ist und wie ich finde super ergebnisse hervorbringt.

    Die Zutaten:

    - eine herkömmliche Rippenpresse
    - Glasfaser
    - Epoxidharz
    - Plastikfolie (nicht zu dünn)
    - eine Art "Pressholz" (zb Birke Multiplex 6,5mm 120cmx28cm)
    - und natürlich ein zu laminierendes Longboard ;)

    Nun nehme man das Longboard und laminiere ganz normal die Glasfaser drauf. Anschließend möglichst faltenfrei die Plastikfolie auf die Glasfaser legen und oben drauf bzw unten drunter das Pressholz plazieren. Dieses Sandwich wird dann in die Rippenpresse gespannt und für ein paar Tage trocknen gelassen. Heraus kommt ein Longboard mit wirklich glatter und sauberer Glasfaserstruktur. :D

    Viel Spaß beim ausprobieren
    Zuletzt geändert von Tim; 14.06.2008, 18:35.

  • #2
    Ich glaub e ich lasse erstmal Bilder sprechen:





    Es handelt sich bei allen drei Bildern um 800g triaxiales Fiberglas
    Das erste ist ein fertiges Board wo die Glasfaser einrfach nur drauf laminiert ist, ansonsten unbehandelt.
    Das letzte ist die gepresste Version, in der mitte der Vergleich.

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    • #3
      Zitat von Tim Beitrag anzeigen
      Es handelt sich bei allen drei Bildern um 800g triaxiales Fiberglas
      Das erste ist ein fertiges Board wo die Glasfaser einrfach nur drauf laminiert ist, ansonsten unbehandelt.
      Das letzte ist die gepresste Version, in der mitte der Vergleich.
      Ist das gepresste auch unbehandelt oder schon lackiert?

      Denn da muss dein "Pressholz" ja hammerglatt geschliffen sein, damit die Oberfläche so glänzt, oder?

      Grüßle, Stephan

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      • #4
        Das ist alles unbehandelt. Das Pressholz war einfach ein 120x29cm langes Kiefernsperrholz 5mm dick.

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        • #5
          stebre: der glanz kommt nicht vom holz sondern von der folie die er als trennschicht verwendet hat.

          @ tim.
          deine methode bringt dir nur was bei flachen brettern. mit vorspannung wirds schwierig aber noch möglich mit concave unmöglich (esseiden du baust eine exakte negativ form).
          vorteil vom pressen ist aus meiner sicht das man durch ein absaugfliess überschüssiges harz aus dem gewebe presst um eine optimale matrix- also das richtige gleichgewicht aus harz und faser- zu schaffen. ansonsten ist das relativ unwichtig.
          bei deinen 2 bildern ist das erste board besser wie das 2 , weil beim zweitem mehr harz drauf ist das dort nicht unbedingt sein muss. so dürckst du zwar das harz und die faser aber die faser kann sich innerhalb der harzschicht noch bewegen. dh es wird nicht "so flach wie möglich" (was der sinn der sache ist) auf die oberfläche gepresst.
          kauf dir abrissgewebe,lochfolie,absaugfliess und mach dann dein experiment neu. dann macht es sinn.
          Wenn du dann eine glänzende oberfläche willst kannst du über das ausgehärtete laminat eine weitere harzschicht giessen und dann mit deiner folie verpressen.

          ps. alle angaben ohne gewer und ohne wissenschaftlichen hintergrund. nur theorien aus meiner praxis :D
          Zuletzt geändert von robin; 16.06.2008, 18:32.

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          • #6
            deine methode bringt dir nur was bei flachen brettern. mit vorspannung wirds schwierig aber noch möglich mit concave unmöglich (esseiden du baust eine exakte negativ form).
            hmmm, ich weiß nicht genau wie du das meinst, aber ich habe eine genaue negativ form, da die longboards die ich so mit druck laminiere aus der gleichen Presse kommen. Also erst normal gepresst, dann ausgeschnitten und wieder rein in die presse mit glasfaser etc.

            bei deinen 2 bildern ist das erste board besser wie das 2 , weil beim zweitem mehr harz drauf ist das dort nicht unbedingt sein muss. so dürckst du zwar das harz und die faser aber die faser kann sich innerhalb der harzschicht noch bewegen. dh es wird nicht "so flach wie möglich" (was der sinn der sache ist) auf die oberfläche gepresst.
            Von der Theorie müsste das sogar richtig sein, aber wenn ich mir die zwei boards so angucke ist die Glasfaserschicht beim ersten fast doppelt so dick wie die gepresste Version. :D( was nicht heißt das beim gepressten nicht auch noch viel zu viel harz drauf ist )
            Abreißgewebe habe ich ausprobiert ( ohne pressen, einfach nur drauf laminiert) und die Oberfläche gefiel mir wirklich nicht so gut und zu dem Preis kauf ich mir lieber mehr Glasfaser. :reib:

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            • #7
              also es ist doch so dass die plastikfolie dann außen (als abschluss) dauerhaft draufbleibt, oder ?
              oder wird sie wieder abgezogen (konnte ich mir schwer vorstellen) ?

              ich schätze, wenn sie dauerhaft die äußerste schicht das boards ist, dann wird dein board ziemlich schnell verkratzen, denn plastikfolie sollte aller theorie nach weniger kratzfest sein als ausgehärtetes harz :thinking:

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              • #8
                Also die Plastikfolie wird nach dem pressen wieder abgezogen. Das ist auch die super Eigenschaft von Epoxidharz. Es klebt nicht an Plastik bzw Kunststoff jeglicher Art fest.
                Die Plastikfolie dient im Grunde nur dazu die Glasfaser vom Pressholz zu trennen damit diese nicht zusammenkleben.

                @ Robin:
                Dieses Absaugflies nimmt das das Harz auf das durch das Abreißgewebe gepresst wird oder wie kann ich mir die verwendung davon vorstellen?

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                • #9
                  jap, genau das macht es.
                  dadurch wird das laminat wirklich extrem dünn... manchmal ist sogar zu wenig harz noch drin was wieder doof ist (kleine weisse flecken).
                  du brauchst das abrissgewebe weil sonst die lochfolie auf deinem board klebt und die zerreist beim abziehen meistens.
                  abrissfolie erzeugt auch nicht eine oberfläche die endgültig ist sondern eine staubfeie, sehr homogene ebene zum weiterverarbeiten.

                  das mit deiner presse hab ich vergressen, stimmt dann klappt das mit allen formen. ich kann dir zu dem thema nicht viel sagen, mit der theorie kenn ich mich nicht gut aus, das könnte alex (wefunk) zb extrem gut... nur schwer zu erreichen hier ;)

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                  • #10
                    Nen kleines update.
                    Wie sich nach kurzem testen herausgestellt hat eignet sich teichfolie wundebrar als trennschicht. Die oberfläche wird wirklich glatt wie ein babypopo :D.


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                    • #11
                      mach mal bitte schärfere fotos, so sähe selbst ne raspel glatt aus.
                      wenn du nicht nah ran kannst mach n bild mit der höchsten auflösung von weiter weg und mach dann einen bildausschnitt (am computer) vom detail.

                      sieht soweit ich das mit 7 dioptrin beurteilen kann, ganz interessant aus. ist das halbmatt? glossy ists aber nicht?
                      Zuletzt geändert von robin; 20.06.2008, 18:11.

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                      • #12
                        Also das ist der "frisch aus der Presse" zustand. Ich hab noch nichts weiter dran gemacht außer das überflüssige glasgewebe am rand abzuschneiden.
                        Das es nicht glänzt wie beim ersten board liegt an den unterschiedlichen folien. Im gegensatz zur plastikfolie hat die Teichfolie eine winzig kleine struktur wodurch das ganze matt wird denke ich mal.


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                        • #13
                          gut gemacht. seidenmattes epoxydfinish! würd mich mal interessieren wies auf nem dünnen durchsichtigen gewebe aussieht.
                          wie dick ist die folie (fest oder läpprig?), lässt sie sich gut gleichzeitig auf mehrere achsen biegen (camber + concave)? bekommt sie leicht falten? wo hast du sie gekauft?

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                          • #14
                            Also das ist ganz normale teichfolie. Ich denke die bekommt man in jedem Baumarkt. Die stärke liegt zwischen 0,5 und 1,5 mm glaub ich. Ich habe die 0,5mm version für 2,50 euro pro m² gekauft. man kann die folie sehr leicht in alle richtungen biegen aber falten behält sie nur wenn man sie wirklich sehr krass biegt bzw knickt.

                            Als teststreifen hatte mir der mitarbeiter vom baumarkt nen stück 1mm Folie gegeben die überhaupt keine Falten kriegt aber trotzdem sehr felxibel ist.
                            Das wäre wohl die Folie der wahl beim nächsten kauf für mich.

                            Hoffe ich konnte alle fragen beantworten.

                            achja ist die folie zu sehen ( das schwarze unter dem holz)

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                            • #15
                              @ robin: so weit ich weiß, ist da auf dem board sogar glasgewebe drunter. oder gelege, oder kp was nun das ist. auf jeden fall auch durchsichtig und nur schwer zu sehen.

                              oder tim???
                              shit before you benchpress!!

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