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FAQ: Long Distance Pump Setups

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  • FAQ: Long Distance Pump Setups

    Moin,
    da hier regelmäßig im Forum Fragen zum LDP kommen, dachte ich mir, wir könnten hier einfach ein wenig zusammenfassen, worauf es ankommt!


    1 Deck

    1.1 Allgemeines

    Ein LDP-Deck sollte möglichst viel Standfläche untern Vorderfuß (kurz vor der Vorderachse) haben. Ein leichtes Konkav ist hilfreich für guten Stand, zu viel Konkav macht nach langen Strecken fusskrank. Unterm Vorderfuss empfiehlt sich scharfes Grip, wie z.B. Edger oder Vicious Griptape oder Cleargrip FEPA30. Einen besseren Hebel zum Pumpen erreicht man, wenn die Achse besonders hoch aufbaut.

    1.2 Flex

    Flex ja/nein/wieviel ist eine Frage des eigenen Geschmacks. Um hier eine Antwort zu finden hilft nur Probe fahren. Wenn Flex sollte dieser aber möglichst flott (snappy) sein, da ein langsames Zurückfedern des Decks viel Energie verpuffen lässt. Bocksteife Decks eignen sich nur bedingt, da die Vibrationen direkt auf die Gelenke gehen und auf langen Strecken zu Ermüdung und Schmerzen führen.

    1.3 Wheelbase

    Kurze Wheelbase (51-58 cm)
    Schnelle Beschleunigung, leicht zu pumpen, Tempo halten ist schwerer.
    Pump Bewegungen sind kurz und flott. Du wirst mit einer sehr viel höheren Frequenz pumpen müssen,
    um das selbe Tempo zu halten als auf einer längeren Wheelbase. Daher nicht so gut für lange Strecken
    (macht auf Kurzstrecke aber Laune).

    Beispiele: TS & HS Slalom Boards

    Mittlere Wheelbase (zwischen 58 und 67cm)
    Netter Kompromiss zwischen Kurz und Lang,
    sowohl in Sachen Wendigkeit, als auch beim Tempo.

    Beispiele: GS Slalom Boards, Arbor Bug, Landyachtz Mummy, Rayne Timeline

    Lange Wheelbase (67-80cm)
    Langsamere Beschleunigung und es ist schwerer, pumpend auf Geschwindigkeit
    zu kommen (1-3 mal pushen oder zum Start schwungvoll aufs Board springen
    um auf "Pump-Minimal-Speed"(grob Jogger-Tempo) zu kommen hilft).
    Nicht umbedingt schwerer zu pumpen, aber das Erlernen der Bewegungsabläufe
    ist weniger leicht als auf kürzeren Setups.
    Die Pump Bewegungen sind länger, flüssiger und "surfiger".
    Es ist sehr viel einfacher, ein recht hohes Tempo zu halten,
    dafür liegt das Mindest-Tempo, um effektiv Pumpen zu können aber auch deutlich höher.
    Für lange Strecken definitiv 1. Wahl.

    Beispiele: Subsonic Pulse 40, RoeRacing Mermaid, Longboardlarry Walkabout, Olson&Hekmati P100

    Noch längere Wheelbase (>80cm)
    Natürlich kann man auch noch längere Decks fahren. Die Tendenz der Fahreigenschaften kann man an den anderen Wheelbases ablesen. Sehr langsame Beschleunigung, niedrige Pumpfrequenz mit großen Schwüngen etc.

    2 Achsen


    2.1 Allgemeines

    Fürs LDP werden bevorzugt Achsen mit 150mm Breite und schmaler gewählt. Je schmaler eine Achse, desto agiler ist sie und somit leichter zu pumpen, desto mehr neigt sie jedoch zum aufkentern. Eine 150er Achse ist alltagstauglicher als eine, die nur 109mm breit ist. Viele wählen 130mm als gutes Mittelmaß.

    2.2 Vorderachse

    Beispiele: Bennett Vector, Tracker RTX, Virage LDP Front, Reverse Kingpin

    2.3 Hinterachse

    Beispiele: Tracker RTS, Virage LDP Rear, Airflow Offset, Reverse Kingpin, Seismic

    2.4 Bushings
    Beim LDP fährt man bevorzugt Bushings mit viel Rebound (die da wären: Venom, Retro, Sabre, ...). Bei der Abstimmung will man viel Lean mit hoher Rückstellkraft erzeugen. An der Vorderachse könnte man zum Beispiel zu einem TallCone deckseitig greifen, gerade so hart, dass er sich nicht durchs Körpergewicht verformt, straßenseitig so weich, dass man noch genug Rebound hat bei geringem Lenkwiderstand (auch das ist vom Körpergewicht abhängig). Hinten fährt man das gleiche, nur jeweils 3A härter. Als ersten Anhaltspunkt kann man von Härte vorne Straße (Barrell) [z.B. 80A]< +3A vorne Deck (Tall Cone) [83A] < +3A hinten Straße (Barell) [86A] < +3A hinten Deck (Tall Cone) [89A] ausgehen... abgehend davon kann man weiterjustieren.

    Nachtrag: Inzwischen fahre ich Elims. Vorne Straßenseitig sauweich, um die Achse zu stabilisieren trotz der Matschegummis (dazu am Deck wie gehabt Tall Cones oder Barrel in weicher). Hinten kommt der Elim deckseitig dran.


    3 Rollen

    Als Rollen eignen sich besonders grippige Rollen (also mit scharfen Kanten) zwischen 70 und 75mm. Möglich ist es auch SplitDuro zu fahren, also mit weicheren Rollen hinten für mehr Grip gegens Ausbrechen. Die Härte wählt man hier so, dass es auf den gefahrenen Strecken komfortabel genug ist, man aber nicht zu viel Speed durch zu weiche Rollen verliert. In der Gewichtsklasse bis 100kg fährt man gerne vorne BigZigs 83A hinten 80A oder auch SpeedVents (73mm) vorne 84A hinten 80A.

    Beispiele: ZigZags, BigZigs, SpeedVents etc.


    4 Keilung

    4.1 Vorderachse
    Die Vorderachse stark auf wendig gekeilt. Je nach Achse sind bis zu +16° möglich.

    4.2 Hinterachse

    Die Hinterachse wird stark träge gekeilt. Je nach Achse und Gusto kann bis auf 0° runtergekeilt werden (Achse lenkt nicht mehr). Je länger die Wheelbase ist, desto träger ist das Setup von Natur aus, desto weniger muss man hinten gegenkeilen.

    4.3 Hanger flippen

    Eine Besonderheit bei Reverse Kingpin Achsen (z.B. Randal, allerdings nur die Modelle, die einen asymetrischen Hanger haben) ist, dass man sie ohne Keile träger machen kann: dazu flippt man den Hanger. Dabei wird der Hanger einfach um 180° gedreht, andersrum montiert. Dadurch verkleinert sich der Winkel leicht und die Bodenfreiheit verringert sich geringfügig.


    5 Tuning
    • Für mehr halt auf dem Deck bzw. gegens nach vorne Rutschen beim Pumpen, kann man sich einen Toestop oder eine Banane montieren.
    • Für mehr Führung einer sehr weichen Vorderachse kann sich der Einbau eines Gelenklagers in den Hanger lohnen. Das fahrgefühl ist präziser, wie auf Schienen und einfach berauschend. Desweiteren werden manche Achsen am "Abkippen" bei starkem Lean gehindert. Wenn das Setup bei jedem Wetter gefahren wird, sollte man dies besser bleiben lassen.


    6 Technik

    Das führt hier etwas zu weit. Helfen tut:
    • Üben, üben, üben ...
    • Bei anderen abschauen
    • Webvideos schauen

    Grundsätzlich ist es hilfreich verschiedene Techniken zu trainieren, so kann man wechseln, wenn die eine erschöpfend wird. Gut ist auch, wenn man lernt Switch zu fahren/ zu pumpen. Wer regelmäßig wechseln kann fährt lange Strecken ermüdungsfreier und ohne zu verkrampfen!


    7 Beispiele

    Diese Setups fahren einige LDPumper aus dem Forum:

    Wheelbase: 83
    Vorderachse: 130er Bennett
    Hinterachse: 125er Randal
    Keilung: V +15° || H 42° Base -7° Keil, geflippt
    Bushings: V 74A Retro Barrell Bottom, 73A Khiro Barrell Top || H Venom Standard 93A
    Rollen: Orangatang In Heat 80A 75mm


    Wheelbase: 83
    Vorderachse: 150er Paris
    Hinterachse: 150er Paris
    Keilung: V +8° +3mm Riser || H -15° +3mm Riser
    Bushings: V Venom Standard 85A || H Venom Standard 90A


    Wheelbase: 80
    Vorderachse: 130er Bennett
    Hinterachse: 125er Randal
    Keilung: V +16° || H -11°
    Bushings: V Retro lime unten/ Holey grau oben || H Retro orange plus unten/ Khiro gelb oben
    Rollen: BigZigs 80A


    Wheelbase:
    70
    Breite: 26
    Vorderachse: 150er Randal
    Hinterachse: 150er Randal
    Keilung: V 50° Base +11° Keil || H 35° Base -5,5° Keil
    Bushings: V lila Sabre || H gelbe Holeys
    Rollen: BigZigs V 83A || H 80A

    ... und viele mehr (klicken)!


    Links

    Weitere Infos rund um s LDP, wie Technik, Setups und Rekorde, findet man bei Pavedwave.org


    Ergänzungen bitte posten. Wird dann übernommen.
    Zuletzt geändert von langbrettlabor; 25.08.2011, 11:25.

  • #2
    AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

    Danke, hat mir vorerst sehr viel geholfen...

    Kommentar


    • #3
      AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

      Blöde Frage, gehört nicht wirklich hier rein und wird auch gleich wieder gelöscht:
      Was für schrauben nehmt ihr bei ner Keilung von 15° aufwärts? Bei meinen 11° isses schon echt schwer die Schrauben durch die BP zu bekommen.. Nehmt ihr einfach dünnere?
      Danke und Gruß
      Der-Fisch-Mann
      Diskutiere nie mit Idioten! Sie holen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich mit Erfahrung..
      ____________________________________________________

      Wer findet das mein Name scheiße ist, bitte "DANKE" drücken!!

      Kommentar


      • #4
        AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

        Ich habe mir meine Schrauben teilweise ein bisschen krum gehauen. Jetzt sitzen die sozusagen Senkrecht im Holz und biegen sich danach um dann auch Senkrecht in der Baseplate zu stecken.

        Kommentar


        • #5
          AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

          Ich weiß das der Post schon etwas älter is, aber Gewindestangen sind praktisch, weil sie lange genug und biegsam sind.... Jenachdem auch billiger? Schlagt mich bitte wenn ich mist von mir gebe ;)
          Grezz
          Lucas

          Kommentar


          • #6
            AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

            Kurze Frage zur Wheelbase, die Angaben oben beziehen sich auch die reale Wheelbase oder auf Innenloch zu Innenloch gemessen?

            greetz Koni

            Kommentar


            • #7
              AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

              Wheelbase = Abstand der inneren Bohrungen

              Kommentar


              • #8
                AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

                Ja, schon richtig aber es gibt da ja 2 verschiedene Arten der Definition. Abstand der inneren Bohrungen und von Mittelpunkt der Achsstifte gemessen... Und genau der Punkt ist für mich oben nicht so ganz klar.

                Greetz, Koni


                ps: Mein Beitrag kann gerne gelöscht werden!
                Zuletzt geändert von konipowers; 02.01.2012, 21:49.

                Kommentar


                • #9
                  AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

                  Korrektur: Bei 99% der Posts hier im Forum wird damit der Abstand der inneren Bohrlöcher gemeint. ;)
                  Da verschiedene Achsen die effektive Wheelbase verkürzen bzw. verlängern macht die Messung der tatsächlichen Wheelbase vor allem bei so allgemeinen Definitionen wie hier wenig Sinn.

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

                    Bester Part:
                    Zitat von jeanfredo Beitrag anzeigen
                    • Üben, üben, üben ...

                    Super Übersicht!
                    www.elbsidereggae.com

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Zeigt her eure LDP Boards!!!

                      moin leute

                      ich wollte jetzt mal wissen was einfach besser/ schlechter ist fürs ldp:
                      also meistens nimmt man ja beim ldp vorne ne 130er bennett vector und hinten dann ne ????
                      entweder ne 130er rts (glaub ich, wollte jetzt nicht gucken welche hinten is) oder ne 125er 42° randal
                      was bringt mehr vortrieb? lässt sich einfacher handhaben?
                      allgemein eure meinung zu den beiden kombis....

                      ich frage weil ich vor hatte mir auch im sommer mal nen schönen pumper zu bauen...(ich weiß ich informiere mich früh, aber lieber früh als spät xD)

                      lg windows

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: Zeigt her eure LDP Boards!!!

                        Bin noch keine rts oder bennet hinten gefahren, kann die 125er Randal für diesen Zweck aber nur empfehlen, hab sie in der 42 grad version und zusätzlich -11 grad gekeilt - Grip ohne Ende aber schön träge.

                        Geetz

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                        • #13
                          Habe beides getestet, Randal bringt eine ganze Ecke mehr Grip, als eine RTS, bringt also mehr Power beim Pumpen.
                          Ist aber auch Geschmackssache, RKP vs SKP...
                          1 Johannes 4,10

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

                            gerade so hart, dass er sich nicht durchs Körpergewicht verformt,
                            find ich äußerst missverständlich...
                            !!! 8) :thinking:

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: FAQ: Long Distance Pump Setups

                              ... ist aber auch schlecht zu beschreiben.

                              Fakt ist: Man nimmt vorn möglichst weiche, reboundstarke Bushings.
                              Perfekt ist es, wenn man einen Cone boardseitig nimmt, der gerade noch hart genug ist, um nicht beim aufs-Deck-stellen direkt komprimiert wird.
                              Klingt albern, hilft aber: Eintweder die Vorderachse fotografieren, während man aufs Deck steigt, oder jemanden nachsehen lassen.
                              ( ja sicher, normalerweise müsste man das fühlen, aber.... ;) )
                              Selbiges gilt ja auch für hinten. Bushings hart genug, damit sie das Gewicht aufnehmen, aber weich genug um ein bisschen "schleppendes Lenken" mitzumachen...

                              Generell gilt aber: Nichts - aber auch wirklich garnichts - ist bei LDP-Boards "vorgeschrieben". Ich fahre Setups, die manch einer nicht mag, und anders.
                              Dir muss es gefallen und auch passen. Vom Fahrgefühl, vom Gewicht, vom Stil... Du bist es, der im Idealfall nen Ultraskate auf Deinem Setup abreisst, nicht wir. Wir können nur Ratschläge geben, wie wir es machen würden.

                              btw: Bushings vorn. Da ja nun ( Anfang 2013) ganz andere Bushings dazukamen, seit der Thread eröffnet wurde, sollte man die "moderen Alternativen" auch mal nennen:
                              Riptide APS und WFB. Beide in unterschiedlichen Shapes und in Härten von 60a bis 98a zu bekommen. Rebound ohne Ende!
                              Ich fahr sie inzwischen nurnoch.
                              Zuletzt geändert von Boozy; 01.03.2013, 15:35.
                              skate further - longboardlove - rocket longboards
                              on personal exodus since 2009

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