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Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

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  • Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

    Moin.
    Chris Chaput hat in seinem BigZigs-Tread eine wunderbar klare Übersicht erstellt über die Materialgrundlagen, die das sensible Verhältnis zwischen Traktion (Kurvengrip) und Drifts/Slides beschreiben und austarieren.
    Primär redet er hier über Rollen, schneidet aber auch das Thema Board und Achse an, von daher hab ichs ins Fahrtechnikforum geschrieben.
    Rollenhärten und Lenkwinkel sind immer Ergebnis eines Kompromisses, den richtigen zu finden ist nicht immer einfach.

    Ich nahm mir mal die Viertelstunde und hab's für Euch übersetzt.
    Vielleicht mag Fränky es oben anpinnen.

    Falls Ihr noch mehr zum Thema habt -> feel free to enter.

    Hier der Link:
    http://www.silverfishlongboarding.co...&postcount=441


    Härtere Rollen halten länger
    Härtere Rollen haben weniger Haftung
    Härtere Rollen driften und sliden vorhersehbarer/kontrollierter
    Härtere Rollen steuern schneller von der einen Seite zur anderen
    Härtere Rollen verformen sich in einer Kurve weniger und bieten sich für schwerere und/oder kraftvollere Skater an

    Superweiche Rollen (72a, 75a) bei heißen Straßenbedingungen neigen fast dazu, zu schmelzen
    Superweiche Rollen verformen sich leichter und sind tendentiell besser für rauhe Straßenbeläge und/oder leichtere Fahrer

    Sideset-Rollen sliden am leichtesten
    Sideset-Rollen verformen sich am ehesten kegelförmig
    Centerset-Rollen verformen sich am wenigsten kegelförmig
    Rollen nutzen sich da ab, wo die Lagersitze sind.

    anm. von mir: lustiges Beispiel:


    Den Unterschied zwischen Sideset, Centerset und Offset kann man -> hier nachlesen.

    Rollen mit großen Kern sliden vorhersehbarer/kontrollierter
    Rollen mit großen Kern ohne viel PU außenrum fühlen sich rauher an
    Rollen mit großen Kern ohne viel PU außenrum haben weniger Grip

    Harte Kanten bieten mehr Grip
    Runde Kanten bieten weniger Grip
    Runde Kanten und Abschrägungen sliden vorhersehbarer/kontrollierter
    Superdünne Kanten sliden unkontrollierter

    Downhillkurven und -drifts und -slides werden anders gefahren als Slalom und Hardcarven.
    Wenn Du den Slidehandschuh unten hast und greifst die Außenkante bei hoher Geschwindigkeit, kannst Du mit weicheren Rollen klarkommen, ohne Angst vor Highsidern haben zu müssen.
    (Anm.: Highsider: Du bekommst bei nem Drift unvorhergesehen wieder Haftung und fliegst Richtung Kurvenaußenseite)
    Beim Slalom willst Du hältere Rollen für "bissiger" gestandene Kurven; willst, daß sich die Rollen sich nicht zu arg verziehen oder sich träge verhalten.
    (Anm.: natürlich immer im Kompromiß mit Grip/Traktion)


    Niedrige Boards mit trägeren/niedrigeren Lenkwinkeln und breiten Achsen sind sehr stabil, doch sie "schieben" sehr wegen den Seitenkräften in den Kurven und verlieren somit Grip/Haftung. Höhere Boards mit steileren Lenkwinkeln und schmaleren Achsen lenken sich leichter, lassen sich mit mehr Druck von oben fahren und bieten somit mehr Grip.


    Dreck ist kein Freund, Präzisionsachsen bieten mehr Haftung und Kontrolle. Lockere sitzende Lager klappern, schraub' sie fest.
    Schau, daß Deine Vorderachse die Hinterachse übersteuert, über das Verhältnis 2:1 hinaus (60º/30º, 50º/25º zum Beispiel) beim Slalom. Beim Downhill sollte sie auch übersteuern. Eine einfache Einstellung ist schonmal, vorne eine 50º RII und hinten eine 35º DH-Baseplate zu nehmen. Oder gib 2 DH-Platten mit Keilen +10º vorne und -10º hinten, um letztendlich 45º/25º zu bekommen. Zuviel Lenkung hinten ist der Teufel. Es ist langsam und verursacht Slides.
    Zuletzt geändert von pete; 26.06.2007, 19:03. Grund: übersetzungsfehler
    dreie-dreie-zehen - ||| | ||| - 00110011 00110001 00110011 - þrjú einn þriggja - három egy három

  • #2
    Amen. Sehr schöne Übersicht, danke fürs Übersetzen.
    Dein hilfreicher Beitrag wäre doch bestimmt auch im LongboardWiki gut aufgehoben, oder? - http://relet.net/longboardwiki -

    Kommentar


    • #3
      vielen dank für die arbeit ist super verständlich und für einsteiger wie mich auch sehr interessant! thx thx thx

      stay tuned !

      Sebo :git:

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      • #4
        Danke auch nochmal für die Infos :klatsch:

        Folgendes Prob bei mir:

        Ich fahre die ZigZags in pink (also 70mm - 77a) und bin damit die letzten Wochen immer nur Nachts bei geringer Nässe oder Tau gefahren, da wir sliden üben wollten.
        Der Spaßfaktor war natürlich auf Tausend und wir haben nen paar neue slides geübt, geht ja schließlich um ein vielfaches einfacher wegen der geringen traktion. (z.B. bs- und fs pendulum - so richitg in die länge gezogen, Coleman etc.)

        Soweit alles ok!

        Heute bin ich dann mal wieder auf trockener Straße gefahren und wollte die besagten slides dort testen und musste leider feststellen, dass das ein unterscheid wie tag und nacht ist. Ich hab mich min. 3 mal lang gemacht, einmal soagr bei nem einfachen fs powerslide, weil die Rollen einfach zu viel Grip hatten und ich darauf noch nicht iengestellt war. fs Pendulum ging dann zwar (nicht perfekt, aber es ging), aber den bs Pendulum hab ich 1x probiert,mich gleich übelst abgemault und die Sache dann sein lassen.

        Mir ist bei den slides aufgefallen, dass meine rollen extrem viel grip haben was mir selbst einen einfachen powerslide relativ schwer macht, weil ich richtig krass drücken muss, damit die Bude ordentlich rumkommt.

        Desweiteren kommt es mir so vor, als ob ich nicht schön sanft und gedigen slide, sondern eher ruppig und abgehackt (am untergrund liegt es nicht, der war immer geil). Das brett eiert mehr so in die 180° drehung, weil es öfters noch gript, wenn ich es nicht will, und der slide ist halt nicht geschmeidig!

        Liegt das jetzt echt an den extrem weichen Rollen oder hab ich mich einfach zu sehr an die Nässe gewöhnt und muss mich erst wieder umstellen?

        Das Ding ist, dass ich gerne drifte (deswegen auch die Aktionen im Nassen)
        aber es bei meinem setup bei so mittleren geschwindigkeiten echt scheiße geht. Ok, mit 50-60 Klamotten krieg ich nen fs Pendulum wohl einfacher hin, aber ich will nicht immer so schnell fahren, sondern acuh bei "normalen" Geschwindigekiten schön sliden können.

        1. Welche Rollen bzw. Härte ist dazu geeignet?

        2. Kenn ihr das Problem mit diesen unschönen abgehackten slides und gibt sich das bei höheren Geschwindigkeiten?

        Ich weiß ... langer Text, ich hätts auch in 5 Sätzen formulieren können,:w000t: aber bin grad voll im Schreibwahn


        So und jetzt helft mir Nooby mal!

        Kommentar


        • #5
          nimm Kryptos.
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          • #6
            Schicke Grafik von Skatehousemedia.com:

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            • #7
              *gelöscht*
              Zuletzt geändert von DanielR; 06.06.2010, 16:39. Grund: gelöscht

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              • #8
                na und?....der Thread bleibt doch trotzdem immer aktuell....



                ciao Stefan

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                • #9
                  hm gut.

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                  • #10
                    AW: Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

                    Zitat von pete Beitrag anzeigen

                    Niedrige Boards mit trägeren/niedrigeren Lenkwinkeln und breiten Achsen sind sehr stabil, doch sie "schieben" sehr wegen den Seitenkräften in den Kurven und verlieren somit Grip/Haftung. Höhere Boards mit steileren Lenkwinkeln und schmaleren Achsen lenken sich leichter, lassen sich mit mehr Druck von oben fahren und bieten somit mehr Grip.

                    Dieser Absatz finde ich zum mindest sehr ungenau, wenn nicht ganz falsch. Besonderes die Erklärung "...lassen sich mit mehr Druck von oben fahren..." macht eigentlich keinen Sinn. Die Zentrifugale Kraft (richtiger sollte man die zentripethale Kraft bezeichnen) und somit der Winkel zwieschen der Horizontale und der Linie, die durch die Masse und den Bodenkontaktpunkt gezogen wird, werden nur durch den Kurvenradius und der Geschwindigkeit bestimmt. Wenn all diese gegeben sind, kann mann eigentlich nicht mit mehr oder weniger "Druck von oben" fahren.

                    Gruss

                    OLa

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

                      Es geht hier bestimmt um Drops und Drop Through montierte Achsen, die im Vergleich zu Topmountbrettern weniger Grip in Kurven haben, da der Schwerpunkt zwischen den Achsen und nicht darauf liegt, was sie auch auf Geraden stabiler fahren lässt.
                      Der Abschnitt über das unterschiedliche Anfahren von Kurven beim Downhill und Slalom ist mir nicht verständlich, obwohl ich beides fahre. Ist ja klar, dass pumpen, bei dem man Geschwindigkeit gewinnen will, was komplett anderes ist als vor ner Kurve anzubremsen und dann zu grippen. Ebenso die Passage, dass man mit weicheren Rollen weniger schnell highsidet. Beim Slalom sind gerade die Rollen an der Hinterachse eher weich, bzw nicht härter als beim Downhill, da einem harte Rollen schneller wegrutschen würden und man weniger stark beschleunigen könnte.
                      Ansonsten ne schöne Zusammenfassung, bzw vielleicht versteh ichs auch nicht richtig...

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                      • #12
                        AW: Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

                        Zitat von OLa Beitrag anzeigen
                        Dieser Absatz finde ich zum mindest sehr ungenau, wenn nicht ganz falsch. Besonderes die Erklärung "...lassen sich mit mehr Druck von oben fahren..." macht eigentlich keinen Sinn. Die Zentrifugale Kraft (richtiger sollte man die zentripethale Kraft bezeichnen) und somit der Winkel zwieschen der Horizontale und der Linie, die durch die Masse und den Bodenkontaktpunkt gezogen wird, werden nur durch den Kurvenradius und der Geschwindigkeit bestimmt. Wenn all diese gegeben sind, kann mann eigentlich nicht mit mehr oder weniger "Druck von oben" fahren.


                        OLa
                        für das Gesamtsystem Fahrer Board stimmt das. Betrachtet man nur das Board, wirkt auf das Board ein unterschiedliches Drehmoment. Bei höherem Board und/oder schmaleren Achsen wird die Traktion anders auf die Rollen verteilt. Die äußeren Rollen haben mehr Traktion. Da die äußeren Rollen über die Frage Grippen oder Rutschen entscheiden, führt das theoretisch zu mehr Grip für das Gesamtsystem.
                        Ob deswegen wirklich höhere Boards für schnelle auf Grip gefahrene Kurven besser geeignet sind, ist aber eine ganz andere Frage, da spielen sicher noch viele andere Faktoren eine Rolle.

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                        • #13
                          AW: Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

                          Guter denkansatz ist eine kiste, die verschoben werden will. Schiebt man weiter unten, rutscht die kiste. Schiebt man weiter oben will die kiste kippen, was übertragen auf die longboardrollen eine druckerhöhung auf die äußeren rollen zufolge hat. Diese bauen dann mehr gripp auf.
                          signaturregeln

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                          • #14
                            AW: Grip vs. Drift – Materialgrundlagen Traktion

                            noch ein erklärungsversuch (ohne anspruch auf wissenschaftliche korrektheit):

                            je tiefer die standfläche des brettes ist umso weiter verschiebt sich der schwerpunkt der kombination fahrer/longboard zum kurvenaussenrand. je höher die standfläche ist umso weiter ist der schwerpunkt innen. das ist schön zu sehen bei motorradrennen wo die fahrer seitlich neben das motorrad "klettern" um den schwerpunkt möglichst weit innen zu haben:

                            http://www.fhm-motorraeder.de/Servic...ennsport_3.JPG

                            den vergleich mit der kiste finde ich auch gut. allerding würde ich eher sagen dass bei sehr tiefen brettern das brett quasi an der achse (der kiste) zieht, bei hohen topmount eher drückt.
                            Zuletzt geändert von nehvada; 21.09.2013, 08:09.
                            Foxtrot! Uniform! Charlie! Kilo!

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