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  • Benzinsammelaktion Für Hamburg

    aufgrund des mangelden intersses aus hamburger sicht, die nicht so richtig am kommenden wochenende nach berlin wollen, kommt hier noch ein kleiner köder:

    wer legt noch was dazu, damit der sprit nicht so teuer wird?


    muss ja nich sein,oder?


    chris
    Einfach nur Longboarder aus Leidenschaft. Mit Herz und Seele.

    www.longboardschuleberlin.com - skate with a smile
    www.berliner-kurvenrollsport.de - die Heimat der Berliner Rollbrettkultur

  • #2
    Dazulegen? Kein Thema! Für die Hamburger biete ich sogar 2369 :D
    Dein hilfreicher Beitrag wäre doch bestimmt auch im LongboardWiki gut aufgehoben, oder? - http://relet.net/longboardwiki -

    Kommentar


    • #3
      Und da sag noch mal einer, Berlin sei so pleite!
      Verpasse NIEMALS einen meiner Posts, sag ich Dir!

      Kommentar


      • #4
        berlin ist pleite

        rbb schreibt:

        48 Milliarden Euro Schulden -Tendenz steigend. Das größte Problem: der aufgeblähte Apparat des öffentlichen Dienstes. Ein bißchen weniger Urlaubs - und Weihnachtsgeld - zuviel verlangt für fast unkündbare Angestellte ? Doch die Gewerkschaften bleiben stur -die Hauptstadt im freien Fall. Ein Bericht von René Althammer, Ulrich Kraetzer und Ester Neumeier.
        Der Bundesfinanzminister wird sich gefreut haben, einen zu treffen, der noch ärmer ist, als er selber. Der Regiernde Bürgermeister von Berlin. Der kam heute, Geld zu betteln.

        Die Bundeshauptstadt hat sich in eine katastrophale Finanzlage manövriert. Finanzskandale, unseriöse Haushaltspolitik, Vetternwirtschaft. Und: Berlin ist zwar arm an Einnahmen - aber reich an Staatsdienern! Das soll sich ändern.

        Doch diese Rechnung ist noch ohne die Gewerkschaften gemacht. René Althammer, Ulrich Kraetzer und Esther Neumeier berichten.


        Eine tolle Stadt, ganz modern, mit glitzernden Wolkenkratzern, ein Traum aus Stahl und Glas - das ist Berlin, allerdings nur im neuen City- Bereich. Hier glitzert schon lange nichts mehr. Die Rehberge-Grundschule, nur zehn Kilometer Luftlinie von der City entfernt.

        Renate Preibusch-Harder, Direktorin:
        "Hier sehen wir auch einen Wasserschaden, wenn es stark regnet oder über einen längeren Zeitraum regnet, dann kommt hier Wasser durch, dann stellen wir hier auch Eimer drunter. Diese Fensterscheibe ist schon seit ein paar Tagen kaputt. Früher war das so, wenn eine Scheibe kaputt war, dass wir uns mit dem Glaser in Verbindung gesetzt haben, das hat der Hausmeister gemacht und dann wurde die Scheibe umgehend durch eine heile Scheibe ersetzt. Das geht jetzt nicht mehr. Der Hausmeister muss einen Antrag stellen und erst wenn das Amt grünes Licht gibt, darf die Scheibe repariert werden."

        Und das kann dauern, nicht nur bei der Scheibe, denn die Ämter haben kein Geld mehr. Berlin ist pleite. 48 Milliarden Euro Schulden - Tendenz steigend, eine Stadt im freien Fall. Das größte Problem: der öffentliche Dienst. 164101 Beschäftigte kosten die Stadt jährlich 7,3 Milliarden Euro für Löhne und Gehälter. Bei acht Milliarden Steuereinnahmen bleibt da fast nichts mehr übrig. Das gibtŽs in keinem anderen Bundesland.

        Thilo Sarrazin (SPD), Finanzsenator:
        "40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden gar nicht bei uns arbeiten, wenn wir zum Beispiel Rheinland-Pfalz wären oder jetzt also Niedersachsen oder ein anderes Land. Das heißt, unsere Bediensteten haben Arbeitsplätze teilweise, die es woanders gar nicht gibt."

        Die Konsequenz: 40.000 Angestellte und Beamte müssten gehen. Doch das will eigentlich keiner und die Beamten sind sowieso unkündbar.

        Um den finanziellen Kollaps zu verhindern, hat der Berliner Senat einen Solidarpakt vorgeschlagen: Keine Einkommenssteigerung bis 2006, dafür eine Arbeitsstunde weniger pro Woche. Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, dafür keine Entlassungen - aber Neueinstellungen von jungen Mitarbeitern. Doch das geht nur, wenn die Gewerkschaften, vor allem ver.di, mitspielen: Tarifverträge verändern, eine sogenannte Öffnungsklausel zulassen. Doch davon will die Landesvorsitzende nichts wissen - egal wie die Haushaltslage aussieht.

        Susanne Stumpenhusen, ver.di-Berlin:
        "ver.di wäre nicht bereit eine Öffnungsklausel zu vereinbaren, die die Einkommensbedingungen der Beschäftigten die öffentliche Aufgaben wahrnehmen an die Haushaltslage der jeweiligen Kommune koppelt."

        In der Rehberge-Grundschule sehen das allerdings viele ganz anders. Sie wissen, dass die Haushaltslage dramatisch ist und sind schon lange zu Verzicht und solidarischem Verhalten bereit.

        Katrin Mozelewski, Lehrerin:
        "Dieses Regal ist ein Ikea-Regal und das haben meine Kollegin und ich jetzt zu Beginn des ersten Schuljahres aus unseren privaten Mitteln bezahlt, und wir haben teilweise Probleme mit Toilettenpapier, dass nicht mal mehr dafür Geld da ist. Wir kaufen die Seife für die Kinder selber, bringen die Handtücher mit, Haushaltspapier, alles Eltern und Lehrer zusammen."

        Ein kleiner Solidarpakt, der sich täglich bewährt. Einsicht statt Totalblockade. Hier könnten sich die Funktionäre Nachhilfe geben lassen. Doch die beharren auf bundesweit einheitlichen Tarifen, auch wenn Berlin das nicht bezahlen kann.

        Susanne Stumpenhusen, ver.di Berlin:
        ""Es ist auch überhaupt nicht einzusehen, warum die Situation hier in Berlin schlechter sein sollte als in anderen Bundesländern. Wollen sie, dass alle Feuerwehrleute, dass alle Krankenschwestern, alle Erzieherinnen auswandern nach Niedersachsen, weil sie dort bessere Einkommensbedingungen haben? Das will das Land Berlin auch nicht."

        Abwandern wegen Gehaltsverzicht - Blödsinn. Arbeitsplätze für 40 000 öffentlich Bedienstete gibt es anderswo auch nicht. Das wissen die Beschäftigten.

        Beschäftigte im öffentlichen Dienst::
        "Ich bin der Meinung, dass wir einen Solidarpakt nach wie vor mittragen sollten."
        "Zur Zeit verstehe ich die Gewerkschaftshaltung als Blockadehaltung."
        "Das Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, da könnte drüber gesprochen werden."

        Auch der Berliner Politologe Peter Grottian, selbst Gewerkschafter, und seit Jahren aktiv im Kampf für Arbeitsplätze und Haushaltskonsolidierung, sieht die Gewerkschaftsführung im Abseits angekommen.

        Prof. Peter Grottian, Politologe:
        "Ich bin der Meinung, die Funktionäre wissen über die. Solidaritätsbereitschaft .viel zu wenig Bescheid und die einzelnen Mitglieder oder die Angestellten und Arbeiter und Beamten des öffentlichen Dienst sind dann zur Solidarität bereit, wenn sie bei zwei oder drei Prozent Lohnverzicht sehen, es passiert mit dem eingesparten Geld was relativ Vernünftiges."

        Zum Beispiel: die Sanierung der Landeskasse oder neue Jobs. Doch davon will ver.di nichts wissen, ganz im Gegenteil: Die Gewerkschaft fordert für den öffentlichen Dienst drei Prozent Lohn- und Gehaltssteigerung.

        Susanne Stumpenhusen, ver.di Berlin:
        "Ich finde es absolut angemessen und es wäre auch gerechtfertigt gewesen noch eine ganz andere Forderung zu stellen. Wir haben eine sehr realistische, sehr angemessene Forderung gestellt, um die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht von anderen Branchen abzukoppeln."

        In anderen Branchen, wie hier bei Borsig, können die Arbeitnehmer von solchen Forderungen aber nur träumen. Anfang des Jahres hatte der Betrieb noch über 400 Beschäftigte. Dann musste das Mutterunternehmen Babcock-Borsig Insolvenz anmelden. Um wenigstens 250 Arbeitsplätze zu retten, wollen die Mitarbeiter auf 15 Prozent ihres Einkommens verzichten.

        Arbeiter von Borsig:
        "Wir sind heilfroh, dass wir diese Zeit hier, die ja wirklich bitter war von Anfang Januar, wo wir das gehört haben, bis jetzt, dass wir jetzt gesagt haben, jetzt geht's trotzdem weiter für einige für die anderen ist es jetzt natürlich bitter. Die würden sicherlich auf die 15 Prozent auch gern verzichten."
        "Wenn langfristig Arbeitsplätze gesichert werden, dann macht man das `ne Zeitlang auch mit."

        Die sture Haltung von Ver.di kann sich hier keiner leisten.

        Peter Schrader, Betriebsrat:
        "Ich weiß nicht, ob ver.di so flexibel ist, wie wir alle hier sein mussten. Unsere Arbeitsplätze sind absolut gefährdet, wir erkaufen sie mit Lohnverzicht. Ich weiß nicht, ob da nicht der Schritt gekommen wäre, auch darüber nachzudenken irgendwo, dass ver.di auch nachgeben muss."

        Ein Appell, der bei ver.di auf taube Ohren stößt. Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst könnte das bald zu Massenentlassungen führen - tolle Gewerkschaftsarbeit.

        Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister:
        ""Es hilft nichts, dass wir heute gut leben können und den zukünftigen Generationen nur die Schulden hinterlassen. Dann gibt es gar keine Handlungsmöglichkeit, dann reden wir nicht über zwei Prozent Verzicht auf Gehaltssteigerungen, sondern dann redet man flächendeckend über Kündigungen."

        Kündigungen im öffentlichen Dienst - ein Novum in Deutschland. Ergebnis aktiver Gewerkschaftspolitik. Aber auch kündigen geht nicht von heut auf morgen. Deshalb bleibt die Landeskasse leer und die Rehberge-Grundschule rottet weiter vor sich hin - weil die Gewerkschaft auf stur schaltet.
        just remember... there are no stupid questions. just stupid people who act like they know everything... everybody has to start somewhere, you'll figure it out soon enough

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