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Met-Fred (Für boardhorst)

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  • #31
    Kleiner Tipp als unbeteiligter ...

    Es gibt diese Einmach-Kochtöpfe ... Wer sowas noch oma oder muttern rumstehen hat, da passt locker was rein ...
    HIC SVNT DRACONES (lat. here be dragons)

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    • #32
      Jo Paul was macht dein Met?
      Wir haben gestern 10kg Äpfel mit der Küchenmaschine gebasht und den Gärstarter angesetzt.
      Heute gings dann los:


      wie es dazu kam sehen Sie in der nächsten Folge! Habe grade die Bandbreite zum Uploaden nicht.

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      • #33
        Yeah, hoffe das mit dem Besäufnis lässt nicht so lang auf sich warten. Obligatorisches Boxerboarden geht im Winter nich sooo gut :D

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        • #34
          Es lässt alles auf sich warten...
          Vor nächstem Jahr wird das nichts.

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          • #35
            dann hoffen wir mal, dass das der beste met der welt wird
            [20:03:45] Janick Millasson: soho is karottophil

            (Ich bin auch ein Zottel)

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            • #36
              Wie siehts nun iegentlich mit der Gärdauer bei euch aus bzw hat jemand zwischengezapft? Man liest immer wieder von keinen 2 Monaten Gärdauer.. aber das kann doch nichts werden!? ;)

              Ich bin mittlerweile so weit: Oma hat einen großen Einmachkochtopf, den ich wohl haben kann. Gärutensilien sind momentan alle belegt. Vorallem nach einem Gartenlauben-Vordacheinsturz, der einen vollen 55L Ballon gekillt hat.. Also eventuell doch kaufen (was ich eigentlich nicht will, wenn ich experimentiere)

              Wird wohl erst was zum Sommer *g*... mist.
              Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

              Warum ich das alles baue? "[...]This and the other things [...]not because they are easy, but because they are hard!"

              In Flames We Trust \m/
              Frohlocke und jauchze für diejenigen in deiner Nähe, welche zur Macht übergehen. Betrauern tue nicht, vermissen tue nicht.

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              • #37
                Nach 2 Monaten ist die Hauptgärung fertig, das stimmt schon. Dann ist der Alkohol drinnen. Aber er sollte danach noch reifen und Aromen entwickeln. Ich werde zwischenzapfen und als talentierter Hobbygermane gegebenfalls gekonnt nachsüßen gegen Ende der Hauptgärung, bis Alkohol und Restsüße passen. Das mit dem Kochen des Honigs ist nicht erforderlich! Das macht man um Fremdstoffe wie Eiweiss aus dem Honig rauszuholen, die Germanen usw haben die Bienenwaben mehr oder weniger auch ausgekocht. heutzutage sind Honige aber sauberer und das Kochen zerstört Aromen und damit den Eigengeschmack des Honigs. Wir hatten bedenken das sich das mit lauwarmen Wasser nicht richtig löst, aber das ging wieder erwarten wunderbar.
                Bilder kommen noch, habe einen zu großen Schädel dafür grade...

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                • #38
                  [How to:] Metmachen

                  Den Impuls hat mir das Forum hier gegeben, gepaart mit einem Hang zum Übertreiben wurde aus dem angedachten 15L Ansatz im Laufe der Zeit ein Mammutprojekt, welches 60L beinhaltet.
                  Als erstes liest sich der Hobbywikinger in die Materie ein, denn guten Met machen ist schwierig und anspruchsvoll.
                  Honig enthält zwar Zucker, unterstützt die Hefe aber beim Gären nicht so simpel wie Trauben- oder Apfelmost. Honig enthält keine sonstigen Nährstoffe und wirkt zudem noch antimikrobiologisch. Kein optimaler Nährboden für die Hefe.
                  Sodann wurden in einem Internetshop die Pülverchen gekauft:

                  - 10g Trockenhefe für Portwein, eine Reinzuchthefe die eine Recht hohe Alkoholtoleranz hat und schnell angärt. Man kann auch Hefe für Sherry, Burgunder oder andere schwere Roweine nehmen. Alkoholtoleranz gibt an, bis wieviel % die Hefe lebt und Zucker und Alkohol umwandelt. Wenn alles klappt wird der Met bei der Portweinhefe 12%-15% haben.

                  - 20g Hefenährsalz, da der Honig ein ungünstiger Träger ist helfen wir der Natur etwas nach und geben der Hefe ihre benötigten Phosphate und Nährstoffe mit ins Fass

                  - 25g pektolytisches Enzym, Antigeliermittel, davon brauchten wir allerdings nur 10g. Dieser nette Freund bricht die Zellwände in den Äpfeln auf, bricht ihre Pektinbindung auf und macht sie matschiger. Oder funktioniert anders. Ich weiss es nicht, das ''wie'' war mir da egal, mich interessierte das Ergebniss

                  - 10g Kaliumpyrosulfid, Schwefel. Brauchten wir zum Reinigen des Fasses und kommt später noch zum Einsatz, um den Met haltbar und robust zu machen.


                  Mit Versand kosteten diese Mittelchen 9€.




                  13,5kg Blütenhonig, bestehen aus einem 12,5kg Eimer und Honigresten von zuhause. Honig ist richtig teuer, deswegen wurde da nicht lange gefackelt und Blütenhonig aus dem Bäckereibedarf verwendet 40€

                  10kg Äpfel, vom Lastwagen gefallen 0€

                  12L naturtrüber Apfelsaft, gibts auch im Lidl 8€


                  Dann gings am Freitag los, einem Instinkt folgend. Fasstechnisch waren wir da noch mit leeren händen, nur durch mündliche Zusage, abgesichert.
                  Mein Bruder und ich machten mit Messer und Schneidbrett und einer kleinen Küchenmaschine die Äpfel zu gehacktem Brei. Nach paar Stunden Arbeit hatten wir einen appetitlichen Brei zusammen, in welchen wir 5g von diesem Enzym reinrührten. Das ganze blieb über Nacht stehen, sodass das Zeug wirken konnte.



                  Sodann wurde aus einem Teil der Trockenhefe ein Gärstarter gebaut.
                  Nachdem die Trockenhefe rehydriert wurde 500ml aus Apfelsaft, Zucker, Nährsalz und Hefe in einen Behälter geben, diesen mit Watte abdichten und über Nacht stehen lassen bei warmen temperaturen.

                  Am nächsten Tag musste ich arbeiten, aber der Stocker hatte sich bereiterklärt, das Mostfass vorbeizubringen, doch obwohl Stocker suchte und suchte fand er den Gärkopf nicht!! Um 17Uhr stand er dann bei mir im Hof, mit seinem seit 15 Jahren nicht benutzten Mostfass ohne Gäraufsatz. Samstags. Auf Gut Glück wurden wir im dritten Laden fündig der aufhatte, im Obi. 4€ für das Teil.

                  Flugs ging es zurück und das Fass wurde erstmal ausgespritzt, mit Spülmittel und Lappen bearbeitet und als letztes mit einer Schwefellösung ausgeschwenkt.
                  Im Bild seine Hoheit, der Sohn des Ortsvorstehers beim hantieren mit dem Schlauch:


                  Das Fass wurde in den ersten Stock in die Küche transportiert und das Unheil nahm seinen Lauf. Der Honig wurde reingekippt mit einigen Litern Wasser und dem Apfelsaft und durch Rühren alles verflüssigt.
                  Weils so schön feucht und klebrig ist fiel natürlich erstmal Stockers Löffel unabsichtlich in den noch unverdünnten Honig.


                  Hier mein Bruder beim Umrühren um die Größenverhältnisse abzuklären, der junge Mann ist 1,90. Er ist sehr schlau und verwendete einen großen Löffel um nicht in den Honig greifen zu müssen.



                  Irgendwann wurde der aber auch zu kurz. Hier wird gerade die rehydrierte Trockenhefe reingemischt. Davor wurden nochmal 5g Enzymzeug und das Nährsalz reingemischt.
                  Die Apfelpampe ging ohne kleckern sauber ins Fass.


                  Der Met steht kurz vor der Vollendung, ein letzter Blick auf die leckere Emulsion bevor der Deckel draufkommt:


                  Aus Mangel eines Stopfens wurde der Gärkopf mit Vakuumdichtband fixiert.
                  Davor mussten wir das 60l Fass lediglich in den Kellerraum schleppen <.<


                  Und nun steht der Met, wird jeden Tag von mir zwei mal geschüttelt und geschwenkt wie es das Gewicht zulässt. Der Gärkopf wird mit Wasser gefüllt und blubbert nun fröhlich vor sich hin. Die ersten Tage ist der Geruch richtig scheisse, laut Internet soll sich das aber bessern nach einer Woche. Ich hoffe es einfach mal.
                  Das Styrodur dient der Isolation, dass der kalte Boden das Fass nicht von unten auskühlt.

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                  • #39
                    hast du den honig nich warmgemacht?
                    danke für die beschreibung, ich harre der dinge.
                    Einfach nur, weil ich 'n fieser Sack bin.

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                    • #40
                      Zitat von boardhorst Beitrag anzeigen
                      Das mit dem Kochen des Honigs ist nicht erforderlich! Das macht man um Fremdstoffe wie Eiweiss aus dem Honig rauszuholen, die Germanen usw haben die Bienenwaben mehr oder weniger auch ausgekocht. heutzutage sind Honige aber sauberer und das Kochen zerstört Aromen und damit den Eigengeschmack des Honigs. Wir hatten bedenken das sich das mit lauwarmen Wasser nicht richtig löst, aber das ging wieder erwarten wunderbar.
                      ; )
                      Aktuell schlecht per PN zu erreichen! Für Shapes und co, bitte eine Mail an: wolfsschmiede@gmail.com

                      Warum ich das alles baue? "[...]This and the other things [...]not because they are easy, but because they are hard!"

                      In Flames We Trust \m/
                      Frohlocke und jauchze für diejenigen in deiner Nähe, welche zur Macht übergehen. Betrauern tue nicht, vermissen tue nicht.

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                      • #41
                        danke.
                        soweit oben hab ich nich gelesen....sry -.-
                        Einfach nur, weil ich 'n fieser Sack bin.

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                        • #42
                          Liebes Tagebuch...

                          Der Met gärt nun seit 1,5 Wochen. Die ersten Tage blubberte der Aufsatz wie irre, das Gemisch gärte wie verrückt. Seit Dienstag ließ die Aktivität aber nach. Anhand der Kostproben, die der Metmeister alle 2 Tage entnimmt, ließ sich feststellen, dass das Zeug immer trockener und herber wird. Das sagt uns, das der Zucker langsam aufgebraucht ist von der Hefe, die daraus ja unseren besten Freund macht. Ich schätzte den Gehalt gestern auf 10-11% mit dem Organ des Metmeisters aka Alkoholikerzunge. Heute fügten wir 2kg Honig und 400g Zucker hinzu. Die Hefe sollte sich bei 15% aufwärts selbst vernichten, ab da wird jedes Gramm Zucker/Honig zuviel dann direkte Süße im Met. Wenns wieder nachlässt zu gären wird erneut verkostet und nachgescmissen nach bedarf.

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                          • #43
                            geilegeilegeil habe grade 200ml abgezapft und bisschen rumexperimentiert mit honig zugabe, honigaroma soll sowieso recht stetig gleich bleiben während der gärung, einzige faktor ist die restsüße geschichte. hochgerechnet aufs fass wären das jetzt gut 10kg honig mehr, hab das grade manuell angerührt und reingezogen, kommt hurengeil, schön süffig süß. bin nicht so der freund von trockenen herben weinen. juhuuu!

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                            • #44
                              hab den fred gerade entdeckt...
                              muss jetzt nur schnell meinen senf dazu abgeben.
                              kurz voraus, ich mach beruflich ( braumeister / kellermeister ) ca. 20000 L. met im jahr....
                              wenn dein met jetzt seit ca. 1,5 wochen gärt ( ich geh davon aus du hattest immer ca. 25 - 30°C ) solltest du nun einen
                              alkoholgehalt von ca. 12 % erreicht haben.
                              ab da ist es ratsam die gärung zu beenden, da ab einem alkoholgehalt über 13 % die hefe anfängt sich langsam selbt zu zerstören.
                              dabei produziert sie einen nicht unerheblichen teil an unerwünschten gärungsnebenprodukten. ( schädelweh am nächsten tag, schlechter geschmack etc. sind die folge )
                              falls du fragen bezüglich der herstellung hast, bzw. wie du am besten mit dem jetzigen met weitermachst kannst du dich gerne an mich wenden !
                              gruß flo
                              "...remember the good old times when racing was dangerous and sex was safe..."

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                              • #45
                                geile sache, unter welchem namen wird der met vertrieben den du machst? und wie hoch ist der honiganteil in diesem met?
                                die temperatur beträgt nur ca. 18°-20°, ich habe die Option das Fass in einen Raum mit 25-30° Temperatur zu stellen.
                                gelten die 13% auch für meine portweinhefe? die sollte doch eine höhere alkoholtoleranz haben.
                                ich möchte weiter honig hinzugeben, um das getränk süßer und honigartiger zu machen, dies muss nicht zwingend während der gärung geschehen? weil sonst bekomme ich bald ein problem mit diesen nebenprodukten, weil die hefe ja bis zum bitteren ende versuchen wird den zucker abzubauen und ich im gegenzug immer mehr reinschmeissen muss.
                                kann ich die gärung einfach beenden, indem ich den ''abstich'' mache? wielange dauert es bei einem fass dieser dimension bis sich die hefe und diverse feststoffe am boden komplett absetzen? paar apfelstückchen schwimmen auf der oberfläche, wie gehe ich da am schlausten vor?

                                war jetzt eine ganze batterie an fragen, aber ich will ja nichts falsch machen und bedanke mich schonmal im vorraus bei dir :)
                                Grüßle

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