Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

    Ich bin dieses Jahr ein halbes Jahrhundert alt geworden und wurde unlängst mit zwei Fragen konfrontiert, als ich da völlig lustvoll und zuversichtlich mit meinem Longboard durch die Nachbarschaft gekurvt bin: zuerst hat mich ein 7-jähriger gefragt: "sind Sie nicht schon ein bisschen alt dafür?" und dann irgendwann auch eine 80jährige Nachbarin: "wie heißt das, was Sie da machen?".

    Die Frage des 7jährigen war einfach zu beantworten: "hast du kein Youtube daheim?"

    Bei der zweiten Frage, was den Sport eigentlich so ausmacht und wie man "Long Distance Pushing" auf Deutsch übersetzen und erklären kann, stoße ich aber immer wieder auf Erklärungsnotstände. Ich sag' dann immer, das sei sowas wie Treten mit dem Tretroller, nur dass mein Roller keinen Lenker hat. Oder ich sage, es sei eine Mischung aus Laufen und Radfahren - nur gelenkschonender als das Laufen und für die Muskulatur deutlich vielfältiger als das Radfahren. Aber irgendwie ist es immer unbefriedigend.

    Wie erklärt ihr euren Nachbarn, was diesen Sport ausmacht und was euch antreibt?

  • #2
    AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

    Muss man das erklären? Meine Nachbarn halten mich eh für etwas neben der Spur, da braucht man nicht erklären :-) Und den paar die wirkliches Interesse haben, da ergibt es sich von allein. Und läuft dann auch auf Bewegungsabläufe, Vielfältigkeit, Rücken bei Laune halten usw. hinaus. Ungläubig bleiben aber die meisten wenn man dann mal die Distanzen erwähnt.

    Mal Laune zusammen zu rollen? Bin fast um die Ecke.

    Kommentar


    • #3
      AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

      Auch ü30 wird man bisweilen komisch angeschaut. Würde man Inlineskates fahren würde sich keine Sau fragen was man da tut, schon witzig. Einfach machen, vielleicht in Richtung: Das ist ein Skateboard nicht für Tricks sondern um Langstrecke zu fahren.

      Und generell gilt bei dummen Kommentaren:
      Kaffee, Junge. Der schmeckt richtig.

      Die Antwort ist immer Bustin Sportster.

      Kommentar


      • #4
        AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

        Da ich kaum gefragt werde muss ich mir darueber auch eigentlich keine Gedanken machen. Diejenigen die aber doch fragen und interressiert sind kriegen meistens die Herausforderungen der Vielseitigkeit zu hoeren. Egal ob ich jetzt Dancing Freeriding oder Downhill
        betreibe es gibt immer neue Herausforderungen und selbst als fortgeschrittener Fahrer kannst du noch enorm viel dazulernen in dem Sport.
        Und im Vergleich zu Skateboards hat man natuerlich einen viel geileren Flow und ein angenehmeres Fahrgefuehl.

        Kommentar


        • #5
          AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

          Moin, wo siehst du das Problem, wir sind die Erfinder des Ganzen,
          ich(52 Jahre), persöhnlich beantworte das ganze mit einem Lächeln, eigentlich genieße ich es aufzufallen,mit dem Board.
          Sprüche wie, Mama guck mal, der Opa fährt Longboard.........sind doch Cool.
          Viele in unserem Alter sind doch nur noch langweilig, Longboard fahren mit meinen Kids ist für mich eins der coolsten Dinge im Leben.
          Eine meiner Erklärungen sind, da ich Arthrose habe, muss ich mich sportlich betätigen.
          Gruss Frank
          Screenshot_2016-09-08-17-57-39.jpg
          Zuletzt geändert von killbill; 30.11.2016, 08:51.
          Du hörst nicht auf zu skaten, wenn du alt wirst – Du wirst alt, wenn du aufhörst zu skaten!!!!

          Kommentar


          • #6
            AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

            Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert.

            Ganz ehrlich? Das ist mir doch egal was meine Nachbarn denken. :)

            Nachdem ich schon Jahre hinter mir habe, wo meine Nachbarn gedacht haben, ich nehm Drogen oder opfere ihre Katzen....ist das jetzt recht entspannt für mich ;)

            Kommentar


            • #7
              AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

              Ich für meinen Teil habe längst aufgehört, es "erklären" zu wollen. Die meisten meiner Nachbar haben bisher irritiert mit dem Kopf geschüttelt, und ich belasse es dabei. Drauf angesprochen haben mich wenige.
              Kleiner Vorteil bei mir: Ich lebe in einer Kleinstadt und bin dort aufgrund diverser Tätigkeiten ( Firma, Schulrat, Schützen und Stadtfeste) eh bekannt wie'n bunter Hund.

              Man hat sich hier inzwischen damit abgefunden, dass es mehrere Jogging-Gruppen und einen Bekloppten gibt, der sich mit so nem " komischen Skateboard" regelmäßig blicken lässt.
              Aber so langsam nimmt man mich auch ernst.... Nicht, dass mir das nicht egal wäre. ;)

              Bin mal auf die Stadtsportlerwahl dieses Jahr gespannt.
              skate further - longboardlove - rocket longboards
              on personal exodus since 2009

              Kommentar


              • #8
                AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                Als ich (heute 47 Jahre) vor ca. 25 Jahren mit den damals neu aufkommenden Inlineskatern unterwegs war schaute man mich schon doof an. Heute fahren das fast ausschließlich Ü40er und es ist völlig etabliert. Die Nordic-Walker (Stockentenläufer) werden auch von mir (bis heute) etwas belächelt. Aber sie halten sich hartnäckig - und das ist gut so! Also nicht "erklären" sondern einfach TUN, wäre mein Ratschlag - und hoffen dass wir älteren Longboarder immer mehr werden. Denn im Gegensatz zu meinen Vorrednern muss ich ehrlich zugeben, dass es mich stört als etwas "verrückt" oder "sonderlich" zu gelten, wenn ich mit meinem Longboard in unserer konservativen Region unterwegs bin. Ich tröste mich dann damit, dass mein Anblick in Californien völlig normal wäre... es kann also nicht an mir liegen ;-)

                Kommentar


                • #9
                  AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                  Zitat von YouTubeMobil Beitrag anzeigen
                  ... etwas "verrückt" oder "sonderlich" zu gelten ...
                  Das ist doch fast immer für die Anderen ein viel größeres Problem als für einen selbst :-)

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                    Wenn mich jemand fragt (ja, auch bei 18-Jährigen Jungs wird schon gefragt, warum die noch mit nem "Kinderspielzeug" spielen) gibt´s nur eine Erklärung:"Es macht mir einfach Spaß."
                    Wenn das nicht Erklärung genug ist, weiß ich´s auch nicht xD

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                      Ein Vergleich, der noch denkbar wäre:
                      Man könnte sagen ein Skateboard wäre ein Bmx, ein Longboard das Rennrad. Hat bei mir bis jetzt jeder verstanden :)
                      SektorF skating

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                        Als ich vor über 30 Jahren (ca. 1984) mit dem skaten angefangen hab war ich dafür nach allgemeiner Einschätzung auch schon zu alt, denn damals wurde ein "Rollbrett" nur als Kinderspielzeug angesehen. Das hat sich zwar mittlerweile geändert aber mit inzwischen 46 bin ich trotzdem für viele eindeutig zu alt dafür. Hat sich also nix geändert. Und meine Haltung dazu ist auch noch die gleiche: "Don't give a fuck"
                        nuff said

                        Kommentar


                        • #13
                          AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                          Ich werde in ein paar Tagen 59 und habe im September das erste Longboard meines Lebens gekauft. Die Skateboard Phase ist komplett an mir vorbeigegangen, aber in den späten 70ern gehörte ich zu der Handvoll "Erwachsener" die mit Rollerskates (K2 mit selbst drauf montierten Basketballschuhen), später auch Disco-Roller unterwegs waren. Damals hat man mich auch schon schräg angesehen und dabei war ich noch nicht mal 20. Ein kleiner Junge meinte einmal zu seiner Mutter: Guck mal Mama, der große Junge fährt noch Rollschuh. Später als die Inliner aufkamen, war es irgendwann normal das Erwachsene damit herum fuhren, aber mich interessierten sie nur kurz. Bock auf ein Longboard hatte ich eigentlich schon vor mehreren Jahren, als ich das erste Mal davon las, aber erst dieses Jahr hab ich es nun wahr gemacht, als sich zwei Bekannte von mir, einer Ü30, der andere Ü40 je eines kauften. Beide fahren damit aber weitaus seltener als ich, der jede Gelegenheit nutzt auf dem Brett zu stehen. Ich hab einfach richtig Bock drauf und warte schon sehnsüchtig auf das kommende Frühjahr, schöneres Wetter und längere Tage um mehr Zeit auf meinen Brettern verbringen zu können. Einige meiner Bekannten und Freunde finden es sehr cool, vor allem die Frauen, andere schütteln den Kopf, überwiegend Fremde. So what! Das einzige was ich in der Öffentlichkeit vermeiden möchte ist, mich genau vor einem Jugendlichen aufs Maul zu legen und darum wird kräftig auf einsamen Parkplätzen geübt, um Sicherheit zu erlangen. Die Blöße will ich mir denn doch nicht unbedingt geben :-D

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                            Damit hast du hier sehr wahrscheinlich den Rekord in Sachen Späteinstieg geholt.
                            Willkommen :-)

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Wie erkläre ich's meinen Nachbarn?

                              Hier im Viertel gibt es so viele Spinner, da fall ich trotz meiner 53 Jahre mit dem Board nicht groß auf. Die deutsch-stämmigen Nachbarn (die, die klar im Kopf sind) sind schon froh, daß ich nett und freundlich und nicht Alkohol- oder Drogenabhängig bin. Daß ich Longboard fahre fanden sie am Anfang witzig und spannend, da ich aber täglich damit unterwegs bin haben sie sich schnell dran gewöhnt. Die türkisch-stämmigen machen komplett ihr eigenes Ding, da ist es schon ein Fortschritt, daß sie mich inzwischen (nach zwei Jahren) von sich aus im Treppenhaus grüßen. Da Longboarden und Surfen eng verwandt sind, muss man hier an der Küste aber sowieso nicht groß erklären, daß das Spaß macht. Wenn doch jemand fragt, das Board kann mit in den Bus und wird einem nicht so schnell geklaut wie (m)ein Fahrrad und eben - es macht Spaß

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X